21.10.2009, 14:30 Uhr

KARL DAXBACHER: „WIR WOLLEN GEGEN BREMEN GEWINNEN!“

Karl Daxbacher: „Wir wollen gegen Bremen gewinnen!“

Vor drei Stunden, um exakt 11:30 Uhr, ist Werder Bremen in Wien Schwechat gelandet und damit beginnt nun endgültig der Countdown für das violette Spiel des Jahres in der Europa League. Die Spannung steigt, die Erwartungshaltung ist auf beiden Seiten groß und dementsprechend motiviert blickt Austria-Trainer Karl Daxbacher diesem Kracher im restlos ausverkauften Horr-Stadion am Donnerstag (19:00 Uhr) entgegen. „Wir wollen gewinnen, wohlwissend der Vorzüge, die Bremen zweifellos hat. Dafür werden wir entsprechendes Risiko nehmen.“


Eine starke Ansage gegen einen starken Gegner, wobei auch die Veilchen für den violetten Chefcoach nicht zu unterschätzen ist: „Wir wissen, dass Bremen 13 Spiele ungeschlagen ist, aber auch die Austria ist gut in Form und daher gehen wir mit Optimismus in dieses Spiel. Ein Sieg ist selbst gegen diesen Gegner möglich, wenn alles zusammenpasst.“


Konkret sind dafür laut AG-Vorstand Thomas Parits mehrere Faktoren notwendig: „Ein günstiger Spielverlauf, womöglich mit einem frühen Tor, ein Gegner, der an diesem Tag vielleicht nicht zu hundert Prozent agiert und vor allem der absolute  Wille und Einsatz von unserer Seite. Kommen alle diese Komponenten zusammen, dann können und werden wir Werder Bremen ärgern.“


Geht es nach der Tabelle in der Europa League-Gruppe, dann sind die Veilchen fast zu einer Überraschung verdammt, wenn sie auch im Frühjahr noch mitmischen wollen. Dem pflichtet Thomas Parits zwar bei, obwohl er auch Bremen, trotz zweier Siege, in einer gewissen Erwartungshaltung sieht: „Nach der deftigen Niederlage des HSV in Wien gegen Rapid, wäre ihnen bei einem weiteren Ausrutscher gegen den kleinen Bruder aus Österreich Spott und Hohn in Deutschland sicher. Der Druck ist also sehr wohl auch für unseren morgigen Gegner da.“
 
Die größte Gefahr, so sind sich deutsche Medien einig, geht vom violetten Kreativduett Milenko Acimovic und Zlatko Junuzovic aus, wobei besonders letzterer nach starken Leistungen die Aufmerksamkeit erregt. „Von der schärfsten Waffe der Austria“ und vom „Ösi Özil“ wird beispielsweise in der Bild-Zeitung gesprochen, die  ihn „ähnlich spielstark“ wie Werders Regisseur einstuft. Bremen-Legionär und ÖFB-Teamspieler Sebastian Prödl warnt ebenfalls vor seinem ehemaligen Teamkollegen bei der legendären U20-WM in Kanada: „Er ist klein, technisch stark und sucht immer die Eins-gegen-Eins-Situation.“ Genau hier sieht auch Karl Daxbacher die Stärken des Siegestorschützen gegen Salzburg: „Özil spielt oft den entscheidenden Pass, Junuzovic dagegen sucht selbst noch mehr die Entscheidung und ist  im Vergleich eine Spur dynamischer.“

 

Die Stärken von Bremen ortet Daxbacher nicht nur in der neuerdings deutlich gefestigteren Hintermannschaft, sondern auch beim neuen „magischen Dreieck“ Claudio Pizzaro, Marco Marin und eben Mesut Özil. „Dieses Trio dürfen wir nicht ins Spiel kommen lassen, wenn wir eine Chance haben wollen.“


Dass die Ausgangslage gegen die Bremer mit den derzeit verletzten Stammkräften ( Einser-Stürmerduo Rubin Okotie und Tomas Jun, Standardtormann Szabolcs Safar und Markus Suttner) eine andere wäre, lässt Daxbacher nicht gelten: „Unser Kader ist dicht. Jammern ist generell nur ein Alibi für schwache Leistungen, das ist nicht meine Art.“ Gute Nachrichten gibt es von der Verletzungsfront: Alexander Dragovic konnte am Dienstag nach seiner Adduktorenzerrung bereits wieder mit trainieren.  Zwar verspürte er laut Daxbacher noch leichte Schmerzen, bis zum Spiel am Donnerstag sollte er, nach derzeitigem Stand, aber wieder einsatzbereit sein.


Die Mannschaft selbst ist, so AG-Vorstand Thomas Parits, schon bis in die Haarspitzen motiviert: „Jeder einzelne weiß, um wie viel Prestige es in einem Spiel gegen deutsche Mannschaften geht. Die Achtung vor dem Gegner ist da, aber zu viel Respekt brauchen wir nicht haben. Im Horr-Stadion sind wir eine Macht, seit fast einem Jahr  ungeschlagen und mit diesem nötigen Selbstvertrauen werden wir auch in das Match gegen Bremen gehen.“

 
LAOLA1.tv: Karl Daxbacher vor Werder Bremen

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 8 15
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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