09.12.2009, 10:00 Uhr

JOSEF MICHORL: "GRAZ IST EIN GUTER BODEN FÜR UNS!"

Josef Michorl: "Graz ist ein guter Boden für uns!"

Die Wiener Austria hat mit dem überzeugenden 2:0-Sieg gegen die SV Ried einmal mehr ihre Rolle im absoluten Spitzenfeld der Bundesliga unterstrichen. Dieser Sieg zählt umso mehr, wenn man bedenkt das die Innviertler damit erst die zweite Heimniederlage in bald zwei Jahren oder nicht weniger als 32 Partien hinnehmen mussten.

 

Dementsprechend gute Laune herrschte auch am Montag beim ersten Training der Veilchen. Co-Trainer „Sepp“ Michorl  zur ansprechenden Vorstellung seiner Schützlinge: „Wir haben in den ersten dreißig Minuten hervorragend gespielt. Der Spielverlauf war mit den zwei Toren dieses Mal auf unserer Seite. Dieser Sieg war aber auf alle Fälle hoch verdient. Wir sind hinten hervorragend gestanden, Szabolcs Safar hat alles gehalten was zu halten war und auch die anderen haben sich sprichwörtlich bis zum Schlusspfiff voll ins Zeug geworfen.“

Das galt auch für die Stürmer „Momo“ Diabang und Schumacher, die bisher selten gemeinsam von Beginn an zum Zug kamen und durchaus zu gefallen wussten. „Wir waren zuletzt zu wenig torgefährlich und wollten etwas Neues ausprobieren. Beide hatten offensiv viele gute Momente. Momo hat das zweite Tor mustergültig aufgelegt. Schumacher  hat die Bälle vorne gut gesichert und abgelegt. Sie haben aber auch defensiv enorm viel mitgearbeitet“, so Michorl über ein geglücktes Experiment, das aber keinerlei Rückschlüsse auf das letzte Meisterschaftsspiel in dieser Saison bei Sturm Graz zulässt.

 

 

Dass die Vorfälle vom Bilbao-Match, ganz abgesehen von der 0:3-Niederlage, ihre Spuren hinterlassen haben, ist für Michorl aber auch nach diesem wichtigen Sieg klar: „Sicher sprechen wir darüber und machen uns Gedanken. Wir hoffen, wie alle anderen, auf wirksame Konsequenzen und wollen sportlich für gute Stimmung sorgen.“

 

Ein erster Schritt wurde dafür in Ried gemacht, wie Michorl nicht verhehlt: „Es war eine echte Schlüsselpartie. Mit einer Niederlage wären Ried und Sturm fast gleichauf gewesen. Sie liegen nun mit Respektabstand hinter uns. Mit einem abschließenden Erfolg in der Steiermark würde uns die Planung in Richtung Frühjahr deutlich erleichtert werden. Wir wollen nicht vermessen klingen, aber Graz war zuletzt ein guter Boden für uns. Es wird noch einmal ein echter Kracher. Schaffen wir  ein gutes Ergebnis, dann ist nach der Winterpause alles möglich. Für dieses letzte große Ziel müssen wir noch einmal alle Kräfte mobilisieren.“

 

Angeschlagen sind für den Endspurt neben dem rekonvaleszenten Jacek Bak (Grippe), Marin Leovac (Adduktorenzerrung), Emin Sulimani (Bänderüberdehnung im Knöchel) und Florian Klein (Rückenprobleme).

 

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 8 15
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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