29.10.2009, 13:00 Uhr

JOACHIM STANDFEST - MEHR ALS 300 LIGASPIELE UND KEIN BISSCHEN MÜDE!

Joachim Standfest - mehr als 300 Ligaspiele und kein bisschen müde!

Auch wenn es gestern in Kapfenberg mit der 0:1-Niederlage für die Veilchen einen Dämpfer gab, steht die Wiener Austria auch nach der 13. Runde der Bundesliga auf Platz eins in der Tabelle. Einer der daran mit starken Leistungen in den vergangenen Spielen einen nicht unwesentlichen Anteil hatte, ist Joachim Standfest. Der Rechtsverteidiger steigerte sich in den vergangenen Wochen kontinuierlich und zählte besonders in den Partien gegen Salzburg (1:0) und Bremen (2:2) zu den absoluten Aktivposten. Vor wenigen Runden feierte er beim Sieg in Mattersburg bereits sein 300er-Jubiläum in der Bundesliga, 88 Partien absolvierte er davon für die Austria.

 

Warum es beim 29-Jährigen mittlerweile fast wieder nach Wunsch läuft, ist für ihn selbst klar: „Ich hatte bis zur Länderspielpause im September ständig mit irgendwelchen kleineren Verletzungen oder Krankheiten zu kämpfen. Bis dahin war nur mit großen Abstrichen an ein normales Training zu denken und das hat sich natürlich auf mein Spiel ausgewirkt. Gerade als Außenverteidiger ist man aber als Kilometerfresser doppelt auf seine Kondition und Spritzigkeit angewiesen. Seitdem läuft es aber immer besser und ich nähere mich meiner gewohnten Form an.“

 

In Wiener Neustadt soll auch das bisher zumeist so erfolgreiche  4-3-2-1-System wieder greifen, hofft Standfest: „Wir müssen Kapfenberg als Ausrutscher sehen, in Neustadt wird man wieder eine andere Austria sehen. Von der neuen taktischen Umstellung halte ich nämlich trotz der unnötigen Niederlage in der Steiermark sehr viel. Mit einem Mittelfeldspieler mehr sind wir spielerisch stärker. Für mich als Außenverteidiger bedeutet das, dass ich mich weniger oft in die Offensive einschalte und nach hinten mehr absichern muss. Für den Erfolg unserer Mannschaft nehme ich das aber sehr gerne in Kauf.“

 

Und genau dieser soll sich am Samstag gegen Wiener Neustadt wieder einstellen. „Sie sind eine gefährliche  Truppe mit guten Einzelspielern, die zuletzt aber nicht die nötigen Punkte gemacht haben.“ Dass sich die Veilchen in Neustadt wieder deutlich verbessert zeigen werden, ist er überzeugt: „Es kann nicht in jedem Match ein spielerisches Feuerwerk abgebrannt werden. Es ist jetzt einmal nicht ganz nach Wunsch gelaufen. An unserer guten Form sollte dieser eine Kratzer nichts ändern. Auch gestern waren die Chancen auf einen Sieg da, nur dieses Mal hatte leider Kapfenberg das bessere Ende für sich.“

 

Eine dieser guten Einschussmöglichkeiten hatte auch Standfest, der den Ball aber leider über das Tor setzte. Etwas Abschlusspech also, wie schon gegen den LASK, als ein Standfest-Gewaltschuss unter dem Tormann durchrutschte und nur um Haaresbreite nicht den Weg ins Tor schaffte. Bis bei Standfest, der in der abgelaufenen Saison einmal mehr torgefährlichtster Abwehrspieler der Liga war, der Knoten platzt, ist aber für ihn nur eine Frage der Zeit: „Ich habe so gut wie in jeder Saison noch meine Tore gemacht.“  Bisher traf der 34-fache Internationale in der Meisterschaft insgesamt schon 21 Mal ins Schwarze, ein respektabler Wert für einen Verteidiger.

 

Vom kontinuierlichen Aufwärtstrend in Wien Favoriten ist Standfest nach der bisherigen Saison überzeugt. „Im Sommer waren wir nach den vielen Neuverpflichtungen eine zusammengewürfelte Truppe, die sich aber in kürzester Zeit gefunden hat. Das war nicht zu erwarten und das Klima im Team ist definitiv das Beste, seitdem ich bei der Austria bin. Es steckt einiges in dieser sehr jungen Mannschaft und das werden wir hoffentlich in Wiener Neustadt auch schon wieder unter Beweis stellen!“

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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