19.08.2009, 14:23 Uhr

JACEK BAK: "METALURG ZUMINDEST SO STARK WIE LECH POSEN!"

Jacek Bak: "Metalurg zumindest so stark wie Lech Posen!"

Jacek Bak ist Austrias Mr. Europacup. Seit seinen Anfängen bei Lech Posen, wo er bereits in jungen Jahren seinen ersten Meistertitel feiern konnte, mischt Bak im internationalen Geschäft mit. Nahezu 50 Europacup-Einsätze absolvierte der polnische Rekordinternationale seitdem.  

Geht es nach Jacek, sollen die beiden so wichtigen Partien gegen Metalurg Donezk keinenfalls die letzten in seiner langen Karriere gewesen sein. „Einmal noch in der Gruppenphase gegen echte europäische Spitzenklubs antreten zu dürfen, wäre eine weitere Krönung meiner langen Karriere.“

 

Wenn die Wiener Austria am Donnerstag in der ukrainischen Industriemetropole aufläuft, dann heißt es also, ganz abgesehen von der enormen Bedeutung des Spiels für den Klub, auch für den 36-Jährigen Abwehrchef, wirklich alle Reserven zu mobilisieren.

 

Dennoch hat beim Thema Aufstieg auch der Gegner noch ein gewichtiges Wörtchen mitzusprechen und dieser hat es, laut Bak, wirklich in sich: „Ich habe mich eingehend über Metalurg informiert. Lech Posen hat gegen viele ukrainische Teams Testspiele bestritten. Unter anderem war auch Metalurg Donezk einer ihrer Sparring-Partner. So hat mir Lech-Stürmer Lewandoski berichtet, dass Metalurg noch eine Spur besser als Posen einzustufen ist. Vor allem deshalb, weil sie physisch eine Klasse stärker sind und daher auch im Duell eins gegen eins Vorteile haben.“

 

Viel Ehrfurcht hat Bak vor den Hünen aus der Ukraine trotzdem nicht: „Auch die Austria ist deutlich stärker, als noch in der vergangenen Saison. Die Dichte im Kader ist höher! Die Qualität ist gestiegen und der Konkurrenzkampf ist dank der Frischblutzufuhr in die Truppe so hart, wie noch nie seit meiner Ankunft. Vor allem dank der neuen Spieler Zlatko Junuzovic und Tomas Jun sind wir auch offensiv deutlich variabler geworden und wirklich überall für ein Tor gut.“ Entscheidender ist für ihn auf dem Weg in die Europa League aber vor allem die Defensive: „Ohne eine starke Abwehrleistung hat man in Europa nichts zu melden. Wir müssen hinten dicht machen, sonst wird es ganz schwer.“

 

Mitverantwortlich sollte dafür auch Neuzugang Manuel Ortlechner sein, auf den Bak große Stücke hält: „Manuel ist bereits ein sehr kompletter Spieler. Technisch, ebenso wie mit dem Kopf stark. Im direkten Zweikampf kommt nur ganz selten jemand an ihm vorbei.“

Ebenfalls einen guten Eindruck hat bei ihm auch Youngster Julian Baumgartlinger hinterlassen, dem er in der Zukunft die Rolle des neuen Blanchard zutraut: „Die Sechser-Position ist der Schlüssel im modernen Fußball. Er hat alle Anlagen, aber muss noch einiges lernen. Körperlich ist Julian schon sehr ausgereift. Jetzt sollte er noch ruhiger am Ball werden, dann wird ihm auch immer öfter der öffnende Pass gelingen. Bis er wirklich eine ähnliche Qualität erreicht, wie Jocelyn in seinen besten Jahren, wird es aber noch etwas dauern.“

 

Der neue violetten Offensivturbo Junuzovic ist für Jacek schon einen Schritt weiter: „Juno ist ein echter Antriebsmotor für uns, unglaublich dynamisch und verdammt schnell. Bei der Austria und im Nationalteam hat er eine glänzende Zukunft vor sich.“ So wie hoffentlich die Wiener Austria in der neuen Europa League, die für alle Spieler und den Klub das ganz große Ziel der kommenden Play-Off-Runde ist. „Alle im Verein brennen darauf und diese positive Verantwortung ist für uns als Mannschaft noch eine Zusatzmotiviation.“

 

Das Rückspiel in Wien wird dann, so ist Bak überzeugt, ein echter Hexenkessel für die Ukrainer: „Wir zeigen in dieser Saison vor allem spielerisch starke Leistungen. Dadurch wird das Publikum wirklich mitgerissen und gibt uns den entscheidenden Kick."

Um diesen großen Vorteil auch in ein Ticket für die Europa League ummünzen zu können, heißt es in Donezk für Bak vor allem eines: „Vollgas, volle Konzentration und am besten auch noch einen vollen Erfolg einfahren.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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