08.10.2009, 13:00 Uhr

INTERVIEW THOMAS PARITS TEIL II: GEGEN BREMEN WIRD DAS HORR-STADION KOCHEN!

Interview Thomas Parits Teil II: Gegen Bremen wird das Horr-Stadion kochen!

Gut ein Viertel der Saison 2009/10 ist bereits absolviert. Im zweiten Teil des Interviews mit www.fk-austria.at spricht Austrias AG-Vorstand Thomas Parits über den anstehenden Europacup-Schlager gegen Werder Bremen, die Entwicklung seiner Neuverpflichtungen, die violetten Nationalteam-Youngsters, vermehrte Erfahrungen mit dem Ausverkauft-Schild und seine kleine Verschnaufpause in der Länderspielwoche.


Was erwarten Sie vom großen Europacup-Kracher gegen Werder Bremen?
Für solche Spiele lebt jeder Fußballer. Auf uns wartet eine echte Standortbestimmung, umso mehr, weil Bremen derzeit groß aufspielt und die Bundesliga von hinten aufrollt. Wir wissen, dass wir in den beiden Duellen mit Werder eine Überraschung schaffen müssen, wenn wir weiter um den Aufstieg mitmischen wollen. Ganz abgesehen davon, dass die Wogen vor Spielen gegen Teams aus Deutschland ohnedies hoch gehen, hat die Partie also noch zusätzliche Brisanz. Unser Stadtrivale hat es gegen den HSV vorgemacht. Vielleicht gelingt uns auch die Überraschung. An der Motivation der Spieler wird es sicher nicht scheitern. Sie werden sich von der ersten Sekunde weg zerreißen. Gerade für unsere Talente gibt es keine bessere Plattform, um sich zu präsentieren. Jeder im Klub und alle Fans brennen auf dieses Match. Das Horr-Stadion wird kochen!

 

Allein im Herbst wird die Austria über dreißig Pflichtspiele (Anm. 19x Meisterschaft, 2x ÖFB-Cup, 10x Europacup - 11 Testspiele nicht eingerechnet) absolvieren. Ist die Mannschaft dieser enormen Belastung gewachsen?
Die Belastung ist gerade in dieser Saison mit vier Vertretern in der Europa League für die Topteams gleich. Es wird kleine Leerläufe geben, aber wir sind gut für dieses dichte Programm gewappnet. In der Länderspielpause wollen wir unsere Batterien noch einmal aufladen, damit wir für die kommenden Schlager gegen Salzburg und Bremen bereit sind. Ein großes Lob gilt an dieser Stelle auch unserer medizinischen Abteilung und dem Trainerteam. Die Dosierung hat bis jetzt nahezu perfekt gepasst. Der beste Beweis dafür, ist die kurze Ausfallsliste. Wir hatten keine einzige Muskelverletzung. Der Jochbeinbruch von Matthias Hattenberger und der lädierte Knorpel von Rubin Okotie, sind Verletzungen, die leider einfach passieren. Konditionell haben wir keine Mängel, die Mannschaft marschiert. „Momo“ Diabang, der dieses Jahr freiwillig auf das Fastenmonat Ramadan verzichtet hat, um nicht abzufallen, geht hier mit einem positivem Beispiel voran. Alle ziehen für den Erfolg an einem Strang.

 

Wie sehr sind sie bisher mit den violetten Neuverpflichtungen zufrieden?
Es wurden sehr gute Leute geholt, die großteils auch voll eingeschlagen haben. Bei Zlatko Junuzovic war es fast zu erwarten und auch die Leistungsexplosion von  Julian Baumgartlinger ist keine Überraschung für mich. Er ist bei der Austria zum Teamspieler gereift und wird uns noch viel Freude bereiten. Genauso wie Tomas Jun, der sich immer in den Dienst der Mannschaft stellt und mit neun Pflichtspieltreffern trotzdem schon unser bester Goalgetter ist. Manuel Ortlechner erfüllt die ihm zugedachte Rolle voll. Auch Florian Klein und Petr Vorisek wachsen immer besser in die Mannschaft, wobei ich mir persönlich von diesem Duo noch mehr erwarte. Ihre Qualitäten sind unbestritten. Schumacher hat gegen Funchal mit seinem ersten Tor angeschrieben und wird uns auch in Zukunft noch enorm weiterhelfen.

 


Nicht nur bei den Neuverpflichtungen, sondern auch sonst setzte die Wiener Austria immer mehr auf ihre Youngsters. Wie sehen sie deren Werdegang?
Dass mit Julian Baumgartlinger und Aleksandar Dragovic zwei unserer größten Talente im Teamkader stehen und Markus Suttner nach zuletzt sehr starken Vorstellungen erstmals auf Abruf für die Nationalmannschaft ist, sagt schon viel aus. Rubin Okotie wäre ohne seine Verletzung ebenfalls im Nationalteam, genauso wie Zlatko Junuzovic, der nach seinen Knieproblemen noch geschont wird. Fünf potentielle Teamspieler mit knapp über zwanzig Jahren, drei davon aus dem eigenen Nachwuchs, sprechen eindeutig dafür, dass wir diesbezüglich auf einem sehr guten Weg sind.

 

Wie beurteilen sie die Zuschauerzahlen, prangte doch schon einige Male in dieser noch jungen Saison das Ausverkauft-Schild an den Kassen?
Ich kann mich auch selbst, aus meiner aktiven Spieler- und Trainer-Zeit, nicht an solch einen konstanten Fanandrang erinnern. Alleine bis zum Ende der Herbstsaison wird das Horr-Stadion fünf bis sechs Mal ausverkauft sein. Dieser Trend zeigt, dass wir beim Verein doch einiges richtig machen. Wobei der sportliche Erfolg natürlich ein ganz entscheidender Baustein für diese so erfreuliche Entwicklung ist.


In dieser Länderspielpause heißt es endlich auch für Thomas Parits ein paar Tage durchschnaufen. Gibt es irgendwelche Pläne?
Mehr als ein paar Tage Urlaub waren bislang aufgrund der Transferperioden leider nicht möglich und während des Meisterschaftsbetriebes bin ich sowieso immer im Einsatz. Insofern kommt mir diese kleine Pause gelegen. Das Wetter und die Temperaturen passen für einige freie Tage. Ich werde einfach etwas ausspannen, Haus und Garten winterfest machen, vielleicht spazieren gehen und versuchen, kurz abzuschalten, um auch selbst für die kommenden Highlights gerüstet zu sein.

 

Hier geht’s zu Teil I des Interviews mit Thomas Parits

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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