07.10.2009, 12:30 Uhr

INTERVIEW MIT GEBURTSTAGSKIND THOMAS PARITS, TEIL I: “WIR LIEGEN MIT DER AUSTRIA VOLL IM PLAN!“

Interview mit Geburtstagskind Thomas Parits, Teil I: “Wir liegen mit der Austria voll im Plan!“

Gut ein Viertel der Saison 2009/10 ist bereits absolviert. Im ersten Teil des Interviews mit www.fk-austria.at spricht Austrias AG-Vorstand Thomas Parits, der heute seinen 63. Geburtstag feiert, über die rasche Entwicklung der Mannschaft, mangelnde Chancenauswertung, das Abenteuer Europa League und den Faktor Milenko Acimovic.

 

Mehr als ein Viertel der aktuellen Saison ist wieder gespielt, wie fällt ihr bisheriges Resümee aus?
Ich bin mit der Entwicklung unserer Mannschaft sehr zufrieden. Es herrscht seit dem ersten Tag des Trainingslagers eine ungemein positive Stimmung. Die Charaktäre passen zusammen und damit auch die Stimmung. Das Team ist ehrgeizig und erfolgshungrig. Die Dichte im Kader ist gestiegen und die Spieler pushen sich gegenseitig. Im Vergleich zur Vorsaison hat sich unsere Startelf zur Hälfte verändert. Trotzdem mischen wir ganz vorne in der Meisterschaft mit, haben das ÖFB-Cup-Achtelfinale erreicht und stehen in der Europa League-Gruppenphase. 

 

Sportlich sehen sie die Austria also im Plansoll?
Absolut. Meine Rechnung waren zwei Punkte pro Runde und mit 20 Zählern nach zehn Meisterschaftsspielen haben wir diesen Schnitt genau erreicht. Noch dazu waren wir bei keiner der beiden Saisonniederlagen deutlich unterlegen. In Salzburg haben wir mit viel Pech in der Nachspielzeit das 1:2 kassiert und in Kärnten sind wir an einer Fehlentscheidung und der mangelnden Chancenauswertung gescheitert. Genauso wie beim 1:1 gegen Ried und in Wahrheit auch gegen Nacional Funchal, wo wir etliche Möglichkeiten auf den Siegestreffer hatten.

 

Die Chancenverwertung ist also ein kleines Manko, das es noch zu beheben gilt?
Es gibt immer etwas zu verbessern und bei uns ist es derzeit die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Hier müssen wir zulegen. Bestes Beispiel war die vergangene Runde gegen Mattersburg. Wenn man die Topchancen hernimmt, müssen wir diese Partie zumindest mit drei, vier Treffern Differenz gewinnen. Dieser kleine Schönheitsfehler zieht sich wie ein roter Faden durch die bisherige Saison.  Aber selbst im Abschluss ist bei uns ein Positivtrend zu erkennen, denn abgesehen von der Niederlage in Bilbao, haben wir in jedem der anderen 17 Pflichtspiele in dieser Saison zumindest einmal getroffen. Im Vergleich zur Vorsaison wurde hier schon ein erster Schritt nach vorne gemacht.

 

Stichwort Europacup, wie bewerten sie die derzeitig Situation in der Europa League?
Unser großes Ziel, die Gruppenphase, haben wir erreicht. Ein Punkt aus zwei Spielen ist sicher nicht ideal, aber auch kein Weltuntergang. In Bilbao war der Aderlass an verletzten, beziehungsweise gesperrten Schlüsselspielern zu groß und der frühe Elfmeter hat das übrige zum 0:3 beigetragen. Das Heimspiel gegen Nacional Funchal, das wir mit drei Punkten beenden wollten, war ein Paradebeispiel dafür, wie knapp Erfolg und Misserfolg beieinander liegen. Verwertet Acimovic den Elfmeter, gewinnen wir dieses Match höchstwahrscheinlich. In der zweiten Hälfte haben wir Funchal, immerhin Vierter in Portugal, klar beherrscht und waren nach dem Ausgleich dem Sieg sehr nahe. Der Kampfgeist der Mannschaft hat mir sehr imponiert. Wir geben uns nie auf und das ist entscheidend.

 

Spielmacher Milenko Acimovic zählt auch in dieser Saison zu den absoluten Stützen im Spiel der Austria, wie sehen sie seine Rolle in dieser Saison?
Acimovic ist einmal mehr unser spielbestimmender Mann. Zum Reifeprozess des Teams  gehört aber auch, dass in Zukunft nicht mehr alles von ihm abhängen darf. Auch Milenko muss einmal eine schlechte Partie erlaubt sein, in der andere für ihn in die Bresche springen sollten. In einer intakten Mannschaft muss das möglich sein. Seine Klasse ist unbestritten, aber sein Spiel nur auf einen Mann auszulegen ist ein Spiel mit dem Feuer. In Ansätzen hat Junuzovic schon angedeutet, dass er Milenko doch deutlich entlasten kann. Gleiches müssen aber auch andere Akteure in Zukunft vermehrt unter Beweis stellen. Daran, dass ein Spieler seiner außergewöhnlichen Klasse nie ganz zu ersetzen ist, ändern diese Überlegungen aber nichts.

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 19 39
2. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 19 22
7. FC Admira Wacker Mödling 19 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SV Mattersburg 19 14
10. SKN St. Pölten 18 14
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