14.12.2009, 12:30 Uhr

INNERLICHER JUBEL, ABER ÄUßERE UNZUFRIEDENHEIT

Innerlicher Jubel, aber äußere Unzufriedenheit

Es hätte das Husarenstück zum Jahresabschluss werden können, aber genauso auch das K.o. – im letzten Bundesliga-Spiel der Herbstsaison war für den FK Austria Wien alles möglich, letztendlich können wir mit dem 2:2 beim SK Sturm Graz aber gut leben. Gut, nicht sehr gut, denn Co-Trainer Sepp Michorl sagt: „Wir haben eine verunsicherte Sturm-Mannschaft mit Eigenfehlern wieder zum Leben erweckt.“

 

Michorl, der heute Karl Daxbacher beim Training vertreten hatte (der „Chef“ ist bei einem Seminar für die UEFA-Pro-Lizenz), ist selten mit der Leistung der Violetten restlos zufrieden, so war’s auch in Graz: „Obwohl wir am Ende auch verlieren hätten können, bin ich aufgrund des Spielverlaufs und der vergebenen Chancen nicht mit dem Remis zufrieden. Wir haben gut begonnen, lange das Geschehen kontrolliert und uns dann mit Fehlern fast noch um die Früchte der Arbeit gebracht.“

 

Und dennoch haben wir eine schöne Woche hinter uns gebracht. Sieg in Ried, Remis in Graz – vier Punkte bei zwei bekannt heimstarken Teams sind ein Ansporn für das Frühjahr, in dem man nach wie vor alle Chancen hat. Vor allem auch dann, wenn man bedenkt, dass der eine oder andere Langzeitverletzte wieder im Laufe der Meisterschaft in den Kader zurückkehren könnte. Wie etwa die beiden Stürmer Tomas Jun oder Rubin Okotie. Michorl: „Aufgrund unseres Verletzungspechs müssen wir mit den ersten 19 Runden zufrieden sein. Sehr positiv kann man die Entwicklung einiger Jungen sehen. Etwa Dragovic, Junuzovic, Klein oder Baumgartlinger haben sich enorm weiterentwickelt.“

 

Auch mit der Art, wie phasenweise Fußball gespielt wurde, sind wir nach Ansicht des Co-Trainers auf einem guten Weg: „Kein Vergleich mit dem Vorjahr. Erfrischender, wir sind hungriger. Zugleich haben wir aber auch Luft nach oben.“ Vor allem an der Torgefährlichkeit muss in der Vorbereitung gezielt gearbeitet werden. „Da liegt noch viel Potenzial drinnen“, so Michorl.

 

Während wir in der Bundesliga die richtige Richtung eingeschlagen haben, sind wir in der Europa League punktemäßig etwas hinter den Erwartungen geblieben, auch wenn die eine oder andere gute Leistung unbelohnt blieb. Deswegen sagt Daxbachers Assistent: „Wir sind den Fans und dem Klub gegenüber verpflichtet, dass wir uns am Mittwoch in Funchal korrekt und würdig aus diesem Bewerb verabschieden. Wir werden uns genauso professionell darauf vorbereiten und an die Aufgabe herangehen, wie bei allen andere Spielen auch.“  

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 19 39
2. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 19 22
7. FC Admira Wacker Mödling 19 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SV Mattersburg 19 14
10. SKN St. Pölten 18 14
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