11.02.2009, 12:18 Uhr

HATTENBERGER KLOPFT SCHON WIEDER AN

Hattenberger klopft schon wieder an

Herausforderungen sind für Matthias Hattenberger nichts Neues. Derzeit muss er sich gerade wieder einer stellen, er will den Weg zurück in die Stammelf schaffen. Trotz lädierter rechter Schulter und trotz harter Konkurrenz im Austria-Mittelfeld. Aber so etwas spornt den 30jährigen noch zusätzlich an, mit fester Stimme sagt er: „Mit der Reservistenrolle kann ich nichts anfangen, ich bin es gewöhnt, ein Führungsspieler zu sein.“

 

Der Tag beginnt für die Nummer 8 der Violetten jeden Morgen mit dem selben Ritual – ein 20minütiges Kräftigungsprogramm für den Schultergürtel. „Das hat mir bislang enorm geholfen, wenngleich die Schmerzen deswegen nicht weniger geworden sind.“ An die wird sich der Mittelfeld-Rackerer aber gewöhnen müssen, denn solange er seine Schulterverletzung nicht operieren läßt, wird er immer etwas spüren. Aber auch in der bereits operierten, linken Schulter, die er sich schon im Spiel am 10. Oktober gegen Dortmund zugezogen hat, ist er noch nicht schmerzfrei, wie er selber zugibt. „Es ist fast kein Unterschied.“

 

Im Training sieht man als Außenstehender davon aber gar nichts. Hattenberger läuft, rennt, grätscht, geht nur in die Zweikämpfe und in Flugkopfbälle mit etwas Respekt. Co-Trainer Josef Michorl attestiert ihm ebenfalls gute Trainingsleistungen: „Er hat trotz der zwei Schulterverletzungen nichts von seinem körperbetonten Stil verloren. Er will immer alles geben, schont sich kaum.“

 

Zurzeit scheint es so, als ob er keinen Platz im System von Coach Karl Daxbacher hat. Kapitän Jocelyn Blanchard ist der einzige Defensive im Mittelfeld und der ist gesetzt. Aber "Hatti" ist dem Franzosen bereits wieder dicht auf den Fersen. Michorl bestätigt: „Er tastet sich immer näher ran, hat aber noch etwas konditionelle Rückstände.“

 

So empfindet es auch Hattenberger, der deswegen jedes Training als Motivation sieht. „Ich spüre, dass mit jeder Einheit mehr Kraft zurückkommt. Ich habe fast vier Monate pausiert, da ist es normal, dass es zurzeit nur für etwa 60 Minuten reicht.“

Die restlichen 30 Minuten für ein volles Match will er aber auch bald draufpacken können, denn er sagt ja selber: „Ich bin ein Führungsspieler, keiner für die Ersatzbank.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 36 79
2. FK Austria Wien 36 63
3. SK Puntigamer Sturm Graz 36 60
4. CASHPOINT SCR Altach 36 54
5. FC Flyeralarm Admira 36 46
6. SK Rapid Wien 36 44
7. SV Mattersburg 36 43
8. RZ Pellets WAC 36 42
9. SKN St. Pölten 36 38
10. SV Guntamatic Ried 36 35
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