05.05.2009, 10:00 Uhr

FRANZ GRUBER TEIL II: „HEINZI MUSS JETZT ZUM HEINZ REIFEN!“

Franz Gruber Teil II: „Heinzi muss jetzt zum Heinz reifen!“

Bereits vor wenigen Tagen sprach Austrias Tormanntrainer über einen Szabolcs Safar, der sich in der Form seines Lebens befindet. Im zweiten Teil  seiner Analyse der violetten Schlussmänner widmet sich Franz Gruber dessen potentielle Erben Heinz Lindner und Robert Almer.

 

Das wahrscheinlich größte Talent im violetten Tormann-Nachwuchs ist derzeit der 18-jährige Heinz Lindner. Franz Gruber sieht im  aktuellen U19-Nationalteamspieler, der es in dieser Saison immerhin bereits auf elf Einsätze für die Austria Amateure in Cup und Meisterschaft brachte, einen Youngster mit sehr viel Perspektive. „Er befindet sich in einer Übergangssaison vom Akademie- zum Profispieler. Das gilt sowohl für Umstellungen im Training, als auch eine geistige Anpassung. Heinz hat das Zeug und die Intelligenz dazu, diesen Weg erfolgreich zu gehen.“

 

Ganz entscheidend ist für Gruber bei seinem hoffnungsvollen Rookie, der meist mit der Kampfmannschaft trainiert, die Weiterentwicklung seiner Persönlichkeit: „Er muss jetzt vom Heinzi zum Heinz reifen. Torhüter sind in jeder guten Mannschaft, was ihr Standing betrifft, sehr weit oben gereiht. Diesen Respekt kann er sich auf verschiedene Weise erarbeiten. Durch eine energische Art eines Joey Didiulica ist das genauso möglich wie durch eine Aura wie jene von Szabolcs Safar, der unglaubliche Sicherheit und Ruhe auf die ganze Mannschaft ausstrahlt. Es bleibt ganz ihm überlassen, welche Variante er wählt, nur das Resultat muss stimmen, genauso wie die Leistung am Platz.“

 

Auch wenn man es dem stets freundlichen und höflichen Lindner abseits des Platzes nicht anmerken würde, macht er mit dem ersten Schritt auf den Rasen stets eine Wandlung à la Dr. Jekyll & Mr. Hyde durch, wie Grüber zu berichten weiß: „Am Platz lässt er echt den Tiger heraus, ist lautstark und energisch und gibt nie einen Ball verloren.“ So wie auch vergangenen Freitag, als Lindner in Gratkorn beim Stand von 1:0 für die Amateure den entscheidenden Ball hielt, ehe die Jungveilchen im Gegenzug das vorentscheidende zweite Tor machten.

 

 

Genau diesen letzten Willen und Esprit vermisst der violette Spartentrainer manchmal  bei Robert Almer: „Robert besitzt alle Attribute eines Spitzentorhüters. Er ist groß, hat die nötige körperliche Konstitution, alle fußballerischen Fähigkeiten und ein gutes tormanntechnisches Rüstzeug. Wann immer er für Safar eingesprungen ist, hat er ihn würdig vertreten und gezeigt, dass er das Zeug zum Stammkeeper in der Bundesliga hat. Was ich mir bei ihm wünsche, ist noch mehr positiven Trainingsspirit.“

 

Konkret spricht Gruber dabei von konstanteren Trainingsleistungen: „Er hat noch viel mehr an sich zu arbeiten und sich vor allem akustisch besser und lautstärker einzubringen. Almer muss erkennen lassen, dass er ein wichtiger und positiver Faktor für das Team ist. Jeder Mitspieler soll auch abseits der Matches spüren, dass er ein starker Rückhalt für die Mannschaft sein kann.“

 

Einen besseren Einsertormann als Szabolcs Safar kann sich dessen Backup, so Gruber, kaum wünschen: „Ich habe schon ganz andere Einser-Torhüter erlebt, die ihrem Ersatz das Leben echt schwer gemacht haben. Safar unterstützt ihn wo immer es geht, gibt Tipps und liefert mit diesem vorbildlichen Verhalten die Basis für eine gute Kameradschaft. Von diesem sportlichen Klima profitiert auch die tägliche Arbeit im Training.“

 

Gerade angesichts dieser idealen Rahmenbedingungen erwartet Gruber von Almer den nächsten Schritt: „Bei ihm ist noch viel mehr Output möglich. Ich erwarte mir, dass er die Schlafmütze ablegt, in die Pedale tritt und das Wort Profifußballer mit allen Ambitionen und positiven Aggressionen lebt.“

 

Setzen beide diese hohen Erwartungen um, dann prophezeit ihnen der Tormanntrainer der Veilchen eine rosige Zukunft: „Die Wiener Austria hatte immer exzellente Torhüter. Deshalb ist der Anspruch vielleicht ein besonders hoher, aber damit müssen sie lernen zu leben. Wenn Robert und Heinz meinen Rat zu Herzen nehmen und sich dementsprechend weiterentwickeln, haben sie alle Voraussetzungen für eine vielversprechende Karriere.“

 

Tormanntrainer Franz Gruber: „Bei Safar ist weniger mehr!“

 

 

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 12 28
2. FC Red Bull Salzburg 12 25
3. SK Rapid Wien 12 22
4. FK Austria Wien 12 18
5. FC Flyeralarm Admira 12 18
6. LASK 12 16
7. CASHPOINT SCR Altach 12 16
8. RZ Pellets WAC 12 12
9. SV Mattersburg 12 7
10. SKN St. Pölten 12 2
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