01.04.2009, 10:00 Uhr

FLORIAN METZ HOFFT AUF FORTUNA UND DAS CUP-FINALE

Florian Metz hofft auf Fortuna und das Cup-Finale

Die bisherige Saison 2008/09 wird für Florian Metz mit Sicherheit nicht als seine reibungsloseste in die Geschichte eingehen. Gleich zu Saisonstart im Sommer zog sich der hoffnungsvolle violette Eigenbauspieler einen Bänderriss im Knöchel zu und seitdem war für den Langzeit-Austrianer sprichwörtlich der Wurm drin.

 

Immer wieder, wenn er sich an die Mannschaft herangetastet hatte, warfen ihn kleine Verletzungen oder zuletzt eine Grippeerkrankung aus der Bahn. Wenn körperlich alles passte, fehlte teilweise die Form. War Metz gut in Schuss, gaben die direkten Konkurrenten des Defensivallrounders Austria-Trainer Karl Daxbacher kaum einen Grund seine Startformation zu ändern. „Fast immer, wenn ich eine gute Chance auf einen Einsatz hatte, kam etwas dazwischen“, hadert der gebürtige Zwettler somit in der laufenden Spielzeit doch etwas mit Fortuna.

 

Es ist wohl die schwierigste Situation für Florian Metz in seinen vergangenen elf Jahren bei der Wiener Austria, besonders nachdem er in der abgelaufenen Saison de facto bereits zum Stammspieler aufgestiegen war: „Ich habe damals die meisten Meisterschaftspartien bestritten. Eigentlich dachte ich, dass mir der Durchbruch damit gelungen war, aber man muss als Profi auch Rückschläge verarbeiten können.“

 

Im REWE Group Match gegen den 1. FC Köln stand der 23-Jährige, der zuletzt im vergangenen Oktober beim 5:0-Kantersieg gegen den LASK von Beginn an ran durfte, erstmals seit langem wieder in der violetten Stammelf. „Ich habe mich wirklich gefreut, weil jede Spielminute für mich wichtig ist“, schätzte Metz auch diesen Probegalopp als willkommene Gelegenheit, zu zeigen, was in ihm steckt. Vor der Pause noch in der Innenverteidigung im Einsatz, durfte er in Hälfte zwei auf seine angestammte 6er-Position aufrücken, die ihm weiterhin deutlich mehr liegt: „Ich komme im Mittelfeld besser zur Geltung, aber persönliche Präferenzen sind gerade in meiner derzeitigen Situation zweitrangig. Ich bin prinzipiell für jede Spielminute dankbar, denn nur so kann ich mich zurück kämpfen.“

 

 

Ob unsere Nummer 18 auch in der kommenden Saison für die Veilchen auflaufen wird, soll in wenigen Wochen geklärt sein: „Vom Verein gibt es positive Signale. Ich werde alles genau abwägen und möchte bis Ostern eine Entscheidung treffen. Es ist keine leichte Situation, weil ich jetzt in eine entscheidende Phase für meine weitere Karriere komme.“ Geht es nach dem Herzen, wäre die Entscheidung für den Ex-Akademiker, dessen Vertrag mit Saisonende ausläuft, bereits gefallen: „Jeder weiß, dass ich durch und durch Austrianer bin und daraus habe ich auch nie ein Hehl gemacht. Ich muss aber auch an meine Zukunft denken. Die Perspektiven müssen passen.“

 

Dass gerade dafür vielleicht auch ein kleiner Schritt zurück zu den Austria Amateuren helfen könnte, zeigen seine starken Vorstellungen im Dress der Jungveilchen im ÖFB-Cup. „Mit meinem ersten Spiel für die Amateure war klar, dass ich im Pokal vorerst nicht mehr für die Kampfmannschaft einsatzberechtigt bin. Mittlerweile hat diese Situation einen gewissen Charme und ich werde alles daran setzen, dass wir gegen die Admira den Einzug in Cup-Endspiel schaffen“, spekuliert der dreifacher Cup-Sieger mit der Wiener Austria schon auf den nächsten Coup mit den jungen Violetten.

 

Emotional wäre das für den begabten Techniker nach einer bisher verkorksten Saison doch ein gewisser Trost: „Die Cup-Siege mit den Amateuren bei Red Bull Salzburg und zuletzt bei den Rapid Amateuren waren in dieser Saison meine Highlights. Man muss es nehmen, wie es kommt. Auf welchem Weg ich mich wieder für einen Stammplatz in der ersten Mannschaft interessant mache, ist unwichtig. Hauptsache ich bekomme im verbleibenden Frühjahr noch Möglichkeiten, mich zu beweisen. Dass ich über die fußballerischen Fähigkeiten verfüge, habe ich in den vergangenen fünf Jahren bei der Kampfmannschaft mehr als einmal bewiesen.“

 

Die nächste Gelegenheit für ein Comeback auf Raten hat Metz vielleicht schon am kommenden Samstag am Salzburger Kunstrasen von Wals-Siezenheim, der ihm persönlich sogar liegt: „Ich komme mit diesem Untergrund gut zu Recht. Man muss technisch sehr sauber spielen und präzise Pässe geben, sonst ist der Ball drei Mal so schnell beim Gegner, als am echten Rasen. Unser Mindestziel ist ein Punkt. Vor allem die zweite Halbzeit beim 1:1 im Horr-Stadion in der vergangenen Runde hat uns gezeigt, dass Salzburg kein unschlagbarer Gegner ist.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 36 79
2. FK Austria Wien 36 63
3. SK Puntigamer Sturm Graz 36 60
4. CASHPOINT SCR Altach 36 54
5. FC Flyeralarm Admira 36 46
6. SK Rapid Wien 36 44
7. SV Mattersburg 36 43
8. RZ Pellets WAC 36 42
9. SKN St. Pölten 36 38
10. SV Guntamatic Ried 36 35
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