24.07.2009, 16:20 Uhr

FLORIAN KLEIN – EIN LINZER VEILCHEN FREUT SICH AUF DEN LASK

Florian Klein – ein Linzer Veilchen freut sich auf den LASK

Wenn die Wiener Austria am Freitag auf der Linzer Gugl aufläuft, dann wird das besonders für Neo-Veilchen Florian Klein kein normales Spiel wie jedes andere. In Linz geboren und aufgewachsen, beim FC Linz die ersten Fußballschuhe geschnürt, ehe er bei der Fusion der beiden Traditionsvereine aus der Stahlstadt zum Linzer Athletiker wurde – Florian Klein kann sich getrost als waschechter Linzer bezeichnen.

 

Als solcher freut sich der 22-Jährige, der in Linz auf beachtliche fünf Profisaisonen (162 Spiele, 12 Tore) zurückblicken kann, speziell auf die Rückkehr in seine Heimatstadt: „Es wird sicher ein ganz eigenes Gefühl, das mich aber noch um eine Spur mehr als sonst motiviert. Meine Wurzeln liegen hier aber heute komme ich auf die Gugl um mit der Austria als Sieger vom Platz zu gehen.“

 

Unterschätzen darf man den LASK nicht nur aufgrund des guten Saisonstarts gegen Mattersburg (4:0) trotzdem keine Sekunde, wie Klein warnt: „Die vergangene Saison war einfach verkorkst, aber mittlerweile scheint man sich erfangen zu haben. Der erste Auftritt von ihnen war vielversprechend  und keiner weiß besser als ich, dass genügend Potential in dieser Truppe steckt.“

 

Aufzupassen gilt es für unseren rechten Flügelflitzer vor allem auf das Sturmduo Christian Mayrleb und Roman Wallner: „Moarli ist vor allem im Strafraum mit seinem Haken und seiner Kaltschnäuzigkeit auch weiterhin einer der besten Torjäger in Österreich. Wallner hat alle fußballerischen Fähigkeiten und scheint endlich wieder am aufsteigenden Ast zu sein.“

 

Dennoch sind die Violetten derzeit als Gesamtpaket über seinen Ex-Verein zu stellen, zieht Klein als Kenner beider Team einen kurzen Vergleich: „Bei der Austria sind im Gegensatz zum LASK alle Positionen doppelt besetzt, allein daraus ergibt sich ein höheres Level im Training und langfristig auch im Spielniveau.“

 

Auf seine Vorstellung beim 1:2 gegen Salzburg kann man, so Klein, auf alle Fälle aufbauen: „Ich habe mich voll ins Zeug geworfen, allerdings ist bei mir, so wie bei vielen anderen von uns auch, im Spiel nach vorne zu wenig aufgegangen. Hier heißt es ansetzen, dann werden wir gegen den LASK schon eine deutliche Leistungssteigerung zeigen.“

 

Privat hat sich Florian Klein in Wien bereits gut eingelebt. Mitgeholfen hat dabei sicher seine langjährige Wiener Freundin. In Fischamend  nahe Schwechat haben sich die beiden ein neues zu Hause geschaffen, wo derzeit die volle Konzentration und die ganze Freizeit dem sechsmonatigen Sohn Julian gewidmet wird. „Er hält uns ordentlich auf Trap, aber es ist eine Erfahrung, die wir nicht missen wollen“, schmunzelt der frischgebackene Vater.

 

Erste Familienausflüge nach Wien gab es ebenfalls schon. Erst am Mittwoch stand das Haus des Meeres in Wien Mariahilf am Programm. Beste Voraussetzungen also, um nach Riesenaquarien & reichlich Wasser kühlen Kopf zu bewahren und in Linz alles andere als baden zu gehen, wie Klein vor der Rückkehr in sein „altes Wohnzimmer“ auf der Linzer Gugl hofft: „Mein Bauchgefühl passt und die ganze Mannschaft ist hochmotiviert in Linz ihr wahres Gesicht zu zeigen.“

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 19
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. FK Austria Wien 9 15
4. SK Rapid Wien 9 13
5. LASK 9 13
6. FC Flyeralarm Admira 9 13
7. CASHPOINT SCR Altach 9 12
8. RZ Pellets WAC 9 11
9. SV Mattersburg 9 6
10. SKN St. Pölten 9 2
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