27.10.2009, 13:30 Uhr

EX-FALKE MICHAEL LIENDL: „WOLLEN IN KAPFENBERG DREI PUNKTE NACHLEGEN!“

Ex-Falke Michael Liendl: „Wollen in Kapfenberg drei Punkte nachlegen!“

Es gibt Tage, an denen passt wirklich alles perfekt zusammen  - so geschehen für Austrias „Michi“ Liendl am vergangenen Sonntag. In der Schlussphase gegen den LASK ins Spiel gekommen, traf er nur vier Minuten nach seiner Einwechslung mit einem Traumfreistoß zum 3:0-Endstand. „Die Emotionen sind bei mir danach wirklich durchgegangen. Das ich noch dazu vor unserer Ost getroffen hab, war der helle Wahnsinn“, so Liendl, der sich an seinem 24. Geburtstag das wohl schönste Geschenk selbst machte. Passend dazu waren die Eltern extra aus Vorarlberg angereist, und ließen ihren Michael samt Bruder und Freundin nach dem Match gleich doppelt hoch leben.

 

Die Draufgabe kam dazu noch vom violetten Publikum, das den Jubilar mit einem Geburtstagsständchen feierte: „Wenn an die 10.000 Leute happy birthday für dich singen, dann bekommt man doch eine ordentliche Gänsehaut“, ist er noch am Dienstag ganz begeistert von dieser spontanen Geste der Austria-Familie. Gratulationen gab es auch von seinen ehemaligen Kollegen aus Kapfenberg. Geschenke soll es für den Gastgeber der Veilchen in der 13. Meisterschaftschaftsrunde dennoch keine geben: „Ich habe noch viele Freunde dort, vielleicht treffe ich nach unserer Ankunft in der Steiermark noch kurz alte Bekannte, aber am Mittwoch, auf dem Platz, da wollen wir mit der Austria unbedingt drei Punkten nachlegen.“

 

Eine Kampfansage die nicht nur aufgrund der guten Form der Daxbacher-Truppe mehr als ein Lippenbekenntnis ist. Die bisherige Heimbilanz der Obersteirer lässt die Violetten nicht gerade vor Ehrfurcht erstarren. Einen Heimsieg konnte die Mannschaft von Coach Werner Gregoritsch bisher feiern, wobei im Franz-Fekete-Stadion zuletzt gegen unseren Stadtrivalen oder Sturm Graz teils sehr gute Leistungen nicht mit Punkten belohnt wurden. Sorgenkind der Falken war bisher klar die Offensive. Mit nur 7 Saisontreffern hat man sogar deutlich weniger oft getroffen als Schlusslicht Kärnten (12 Tore), bisher wurden überhaupt erst in drei Spielen Tore erzielt.

 

Optimistisch stimmt Liendl auch der Ausfall der beiden routinierten Innenverteidiger Milan Fukal  (gesperrt) und Andreas Rauscher (Seitenbandeinriss): „Abwehrchef Fukal hat bisher alle Partien bestritten und war mit Rauscher mittlerweile gut eingespielt. Ihr Ausfall wird für Kapfenberg nur schwer verkraftbar sein.“ Dazu ist Ex-Veilchen Mario Majstorovic ebenfalls angeschlagen und für das Auswärtsspiel der Violetten fraglich.

 

Baustelle hinten wie vorne also, im Schatten der Burg Oberkapfenberg und trotzdem wäre es für Liendl fatal, seine ehemaligen Mitspieler abzuschreiben: „Den KSV zu unterschätzen, wäre ein großer Fehler. Sie haben ein unglaubliches Kämpferherz und damit Rapid beispielsweise vor wenigen Wochen an den Rand einer Niederlage gedrängt.“ Die Favoritenrolle ist aber angesichts all der Vorzeichen klar bei der Austria zu sehen: „Es ist fast schon unheimlich, aber bei unser herrscht in der Kabine derzeit ein ganz besonderer Geist. Das Verletzungspech von Tomas Jun und Rubin Okotie hat uns noch enger zusammengeschweißt. Wir wissen, was wir können und wollen unseren Positivrun auch in Kapfenberg fortsetzen. Derzeit lauft es einfach bei uns und deshalb fahren wir auch mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in die Steiermark!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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