17.08.2009, 19:06 Uhr

EUROPA LEAGUE: METALLURG IST EIN "MILLIONENSPIEL"

Europa League: Metallurg ist ein "Millionenspiel"

Nahezu alles, was der FK Austria Wien in den ersten Saisonwochen gemacht hat, war Werbung in eigener Sache. Die umfassenden Verbesserungen der Stadion-Infrastruktur, der sympathische Gesamtauftritt, die Imagekampagnen, die durchaus gelungen Darbietungen der neuformierten Mannschaft etc. Der Werbeeffekt könnte allerdings noch um ein Vielfaches erhöht werden, wenn man sich für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert.

 

Beim Schaulaufen auf dem internationalen Parkett wird nicht nur um die Ehre gekickt, es geht ums richtig große Geld. Der UEFA-Cup, einer der geschichtsträchtigsten europäischen Vereinswettbewerbe, präsentiert sich ab sofort in einem völlig neuen Gewand. Der UEFA-Cup, als Nachfolger des Messestädtepokals 1971/72 aus der Taufe gehoben, heißt nun UEFA Europa League und hat das Ziel, Profil und Image des zweitwichtigsten europäischen Vereinswettbewerbs weiter zu schärfen.

 

AG-Vorstand Markus Kraetschmer: „Letzte Woche wurden uns von der UEFA die vorläufigen Summen präsentiert, die man verdienen kann. Und man muss dabei ganz klar festhalten, dass wir jetzt eine Tür zu einer anderen wirtschaftlichen Dimension aufstoßen könnten.“

 

Die Gruppenphase der Europa League, von der uns noch die beiden Spiele gegen Metallurg Donezk trennen (20. in Donezk und 27. August in Wien, jeweils um 19:15 Uhr), wird bereits wie ein Miniformat der Champions League von der UEFA vermarktet. Schon vergangene Woche waren zwei UEFA-Mitarbeiter für einen ganztägigen Workshop bei uns, haben das gesamte Stadion inspiziert und die eigenen Vorstellungen, die wie ein ehernes Gesetz umgesetzt werden müssen, vorgebracht.

 

Zum Beispiel: Da die aktuelle Mixed Zone im Horr-Stadion für Interviews mit den Spielern nach der Partie zu klein ist, muss auf der Tribüne ein ganzer Sektor innerhalb von 10 Minuten nach dem Schlusspfiff geräumt werden, damit dort die Medien für die Akteure der beiden Teams für TV-, Radio- und Zeitungsinterviews genügend Platz haben. 

Was kann man mit dem Einzug in die Gruppenphase verdienen?


Als Startprämie bekommt jeder Klub 600.000 €, für jedes Spiel gibt es zusätzlich 50.000 € (macht bei sechs garantierten Matches nochmals 300.000 €). Pro Sieg werden 120.000 € ausgeschüttet, pro Remis 60.000 €. Dazu kommen Zuschauer- und teilweise Bandenvermarktungseinahmen.

 

Kraetschmer rechnet vorsichtig mit einem Mindestumsatz von 1,5 Millionen Euro brutto. „Davon muss man zwar noch die Veranstaltungs- und Reisekosten abziehen, aber es gibt wesentlich mehr als man sich bislang erwarten konnte. Ich denke, dass die Hälfte als Deckungsbeitrag bleiben sollte“, so der wirtschaftliche Vorstand.

 

Aber vor dem Verdienen hat der liebe Gott das Dienen gestellt. Kraetschmer weiß: „Zeit zum Rechnen haben wir später noch genug, jetzt ist einmal wichtig, dass wir uns alle zu hundert Prozent auf die schwere Hürde ,Metallurg Donezk’ konzentrieren und diese erfolgreich überspringen. Gerade in weltwirtschaftlich schwierigen Zeiten wie jetzt könnten wir lukrative Zusatzeinnahmen mit der Teilnahme an der Gruppenphase erzielen“, so Kraetschmer.

 

Das alles untermauert und bestätigt unsere Investitionen, die wir in den vergangenen Jahren in das Horr-Stadion getätigt haben. Ohne sie hätten wir nicht die Voraussetzungen, um unsere Heimspiele in der Gruppenphase in unserem Stadion spielen zu können.

 

Heavy Metallurg – rockt die Ukrainer, Austrianer!

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. CASHPOINT SCR Altach 10 19
3. FC Red Bull Salzburg 9 18
4. SK Rapid Wien 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. FC Admira Wacker Mödling 10 12
7. SV Guntamatic Ried 9 11
8. RZ Pellets WAC 10 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 10 5
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