29.07.2009, 14:48 Uhr

EUROPA LEAGUE: DER MASTERPLAN IST AUSGETÜFTELT

Europa League: Der Masterplan ist ausgetüftelt

Karl Daxbacher ist ein Anführer, das hat er auch heute beim Abflug von Wien nach Belgrad bewiesen. Der Coach des FK Austria Wien saß vom Start bis zur Landung direkt neben dem Piloten und Co-Piloten im Cockpit unseres Airbus, und war damit sozusagen die Speerspitze der Violetten beim Einstieg in das internationale Geschäft.

 

Pünktlich um 10 Uhr hob der tonnenschwere Vogel in Schwechat ab und landete nach 50 Minuten Flugzeit in der serbischen Hauptstadt. Mit viel Rückenwind – wenn das kein gutes Omen ist, den könnten wir am Donnerstag beim Europa-League-Hinspiel gegen Vojvodina Novi Sad (19:15 Uhr, live in ORF 1 und damit auch im VIOLA Pub zu sehen) ebenfalls gut gebrauchen.

 

Der serbische Vizemeister hat uns zweimal beobachtet und Trainerfuchs Dragoslav Stepanovic hat sich bereits seine Meinung über uns gebildet. Aleks Dragovic, der serbische Wurzeln hat, berichtet nach dem Studium der Auslandspresse, dass „Stepi“ uns als Kämpfertruppe sehr schätzt und der Schlüssel zum Erfolg das Kaltstellen von Milenko Acimovic wäre.

 

Der Slowene, der viereinhalb Jahre bei Roter Stern Belgrad aktiv war, lächelt, lässt sich aber zu keiner unbedachten Aussage hinreißen: „Ich sage nicht mehr als dass die Chancen  ausgeglichen sind.“

 

So sieht es auch Dragovic, dessen Großeltern ebenfalls mit der Mannschaft nach Belgrad mit geflogen sind. „Wir haben hier einige Verwandte und ein Haus zwanzig Kilometer außerhalb der Stadt“, erklärt der 18jährige Innenverteidiger, der ein Riesenfan von Roter Stern ist.

 

Das Stadion, von den Einheimischen liebevoll „Marakana“ genannt, ist das größte in Serbien und fasst 55.000 Besucher. Bei unserem Spiel wird es allerdings bestimmt kein Hexenkessel sein. „Sie erwarten etwa 5.000, haben extrem billige Kartenpreise gemacht, um mehr Zuschauer anzulocken“, so Dragovic, der bereits mit Österreichs Nationalteam Anfang Juni dort WM-Qualifikation gespielt hat.

 

Dass Novi Sad in der Meisterschaft vor Serienmeister Roter Stern gelandet ist, untermauert die Stärke der Mannschaft. Daxbacher: „Ich würde sie ähnlich gut wie Lech Posen im Vorjahr einschätzen. Ich erwarte mir ein enges Match, in dem wir uns aber keinesfalls so offen in der Defensive präsentieren dürfen wie gegen den LASK. Aber das wird uns auch nicht mehr so schnell passieren.“

 

Dennoch hat der Trainer auch einen Masterplan in der Tasche. Möglich, dass es zu Umstellungen kommt und er das Mittelfeld im Gegensatz zur Bundesliga mit einem weiteren „Sechser“ verstärkt. Diesen Part übernahm in den Vorbereitungsspielen entweder Julian Baumgartlinger oder Matthias Hattenberger. „Ich will damit mehr Sicherheit reinbringen.“

 

Das Rückspiel ist am 6. August im Horr-Stadion (19:15 Uhr), danach würde uns nur noch ein Gegner vom erneuten Einzug in die Gruppenphase trennen. Aber machen wir den zweiten Schritt nicht vor dem ersten jetzt heißt die Gegenwart einmal Vojvodina Novi Sad!