20.05.2009, 13:44 Uhr

EUROPA LEAGUE: AUSTRIA HAT ES SELBER IN DER HAND

Europa League: Austria hat es selber in der Hand

Und wieder einmal ist alles angerichtet. Der FK Austria Wien hat mit dem Sieg gegen Altach die Türe für den dritten Platz in der Endabrechnung der Bundesliga ganz weit aufgestoßen. Die Butter ist bereits auf dem Brot, dort soll sie auch bleiben. „Wir haben uns in eine gute Ausgangslage gebracht, das müssen wir zu unseren Gunsten ausnützen“, sagt Trainer Karl Daxbacher, der mit der Mannschaft bereits am Mittwoch Abend mit dem Bus nach Linz anreisen wird.

 

Mit zwei Siegen hätten die Violetten ihr Ziel in jedem Fall erreicht, aber alles wollen ist eben nicht gleichbedeutend mit alles bekommen. „Wir müssen gegen den LASK so auftreten wie wenn wir daheim spielen würden, also vom Start weg das Heft in die Hand nehmen und versuchen unser Spiel aufzuziehen“, gibt Daxbacher die Taktik vor.

 

Die Linzer haben ihrerseits gar nichts zu verlieren. Außer das Gesicht. Und da im besonderen Ivica Vastic und Michi Baur, die ihre Karrieren vor eignem Publikum bestimmt mit einem Erfolg ausklingen lassen möchten. Und dass deren Coach Hans Krankl alles andere als ein Fan von Violett ist, weiß auch jeder. „Er wird jeden einzelnen Spieler zusätzlich motivieren“, schmunzelt Daxbacher, der überzeugt ist, dass bei der Mannschaft das sonntägige Cupfinale noch kein Thema ist. „Wir haben viele Spieler, die schon einiges erreicht haben und deswegen mit solchen Situationen umgehen können. Sie wissen, dass es im Fußball keine Rückversicherung gibt, zudem kämpft jeder ebenso für seinen persönlichen Erfolg.“

 

Auch Markus Kraetschmer betont immer, dass es „extrem wichtig“ sein, in der kommenden Saison in der Europa League zu spielen. „Vom Image her, aber auch von den Finanzen“, sagt der der wirtschaftliche AG-Vorstand, „wir wollen am Europacup teilnehmen und ich bin überzeugt, dass wir auch am Europacup teilnehmen werden.“ Über welche Schiene das internationale Geschäft erreicht wird, ist im Normalfall zwar nebensächlich, aber als Cupsieger würde man sich eine Qualifikationsrunde und damit eine Tortur à la Kasachstan wie im Vorjahr ersparen.

 

Zudem sagt Kraetschmer, dass „seit langem viele Gespräche mit neuen Werbepartnern laufen und wir immer wieder als Feedback bekommen, dass der Europacup auch für sie eine wichtige Plattform darstellt“. Auch kein Geheimnis ist, dass die durch eine erfolgreiche Qualifiaktion zusätzlich erwirschafteten Mittel eins zu eins für die Stärke des Kaders genützt würden. Auch das ist eine schöne Motivationsspritze.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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