08.05.2009, 11:05 Uhr

ES IST ANGERICHTET: SHOWDOWN FÜR EUROPA IN GRAZ

Es ist angerichtet: Showdown für Europa in Graz

Dieser Samstag kann zum „Super Saturday“ für den FK Austria Wien werden. Direktes Duell mit Sturm um Platz 3, bei einem Sieg wären alle Trümpfe für einen Europacup-Startplatz bei Violett. Und auch die Wetterprognose ist prima: Sonnenschein pur, der Sommer hält wieder Einzug – ein Tag wie geschaffen für ein außerordentliches Fußballspiel. Und auch Trainer Karl Daxbacher verzichtet angesichts der Wichtigkeit dieser Partie auf „light“-Aussagen, sondern erklärt ganz im Stile eines Schwergewichts: „In diesem Spiel geht es um extrem viel für uns.“

 

Vor einer Woche sagte man bei der Austria, dass inklusive Cupfinale noch sechs Endspiele warten, das erste davon endete gegen Mattersburg nur mit 0:0. Also muss in Graz nachgelegt werden. Daxbacher wird zur Einstimmung auf diesen Schlager vielleicht nochmals die DVD vom Cup-Viertelfinal-Erfolg am 3. März auspacken und den Spielern einige positiven Szenen von diesem Thriller, der erst im Elfmeterschießen entschieden wurde, vorführen. Der Coach will das Team so mit einem Virus infizieren, der ihnen zusätzliche Stärke für das nervenaufreibende Restprogramm geben soll.

 

Auf Rechenspiele will sich der Coach im Normalfall nicht einlassen, doch diesmal ändert er seine Denke. „Wenn ich vergleiche, wen wir oder Sturm bis zur 36. Runde haben, dann haben wir von der Papierform her kleine Vorteile. Grundsätzliche glaube ich zwar nicht, dass dieses Spiel in Graz vorentscheidend ist, aber bei einem Sieg würde es wieder etwas mehr in unserer Hand liegen.“ Jedes andere Resultat wäre ein leichter Vorteil für Sturm. Auch ein Remis, da sie das bessere Torverhältnisse als Plus haben.

 

So hart und herzlich wie gegen Mattersburg wird es aller Voraussicht nach in der UPC-Arena nicht zugehen. Die „Blackies“ pflegen im Vergleich zu den Burgenländern eine feinere Klinge, sind auch nicht nur auf die defensive Einigel-Taktik aus, sondern versuchen von hinten herauszuspielen. „Wir werden wahrscheinlich zu mehr Möglichkeiten kommen, andererseits wird auch Sturm öfters in unserem Strafraum für Unruhe sorgen“, denkt Daxbacher.

 

Xiang Sun, der beim Cup-Erfolg mit einem Freistoß-Treffer und einem verwandelten Elfer einer der Väter des Sieges war, wird wegen eines Muskelfaserrisses nach wie vor fehlen, ebenso Joachim Standfest sowie Michi Madl (Knieprobleme).
  

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
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