19.08.2009, 18:29 Uhr

EINE STARKE MITTE ALS SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG

Eine starke Mitte als Schlüssel zum Erfolg

War der Hinflug nach Donezk für Zlatko Junuzovic bereits ein erstes Omen? Der quirlige Mittelfeldspieler durfte den Start in der Boeing 737-800 in Wien-Schwechat vom Cockpit aus erleben, da ihn der Kapitän an seine Seite eingeladen hatte. „Zladdi“ als Spitze an vorderster Front der Mannschaft? Gut möglich, dass er dort auch beim Europa-League-Play-off am Donnerstag gegen Metallurg in der Ukraine zu finden ist, denn Coach Karl Daxbacher wird für das Hinspiel wieder eine besondere Taktik zimmern.

 

Rubin Okotie ist zwar mit dem Team heute Mittag, um 11:30 Uhr, von Wien nach Donezk mitgeflogen, die Chancen auf einen Einsatz stehen allerdings nach wie vor schlecht. Trotz einiger Spezialbehandlungen ist die Sehnenentzündung im Kniegelenk noch bei weitem nicht ausgeheilt und bereit große Schmerzen. Darum sind auch 19 Mann mitgenommen worden, die einen ruhigen, knapp zweieinhalbstündigen Hinflug problemlos hinter sich gebracht haben.

 

In Donezk erwartete die Austria-Delegation dasselbe Wetter wie in Wien: Etwas mehr als 30 Grad Celsius und Sonnenschein. Meteorologisch muss sich also nicht umgestellt werden, dafür könnte Daxbacher ein neues und doch wieder alt bekanntes System für diese Partie aus dem Hut zaubern.

 

Noch lässt er sich nicht wirklich in die Karten blicken, aber es deutet einiges darauf hin, dass er mit Julian Baumgartlinger einen zweiten „Sechser“ von Beginn an aufstellt und damit das zentrale Mittelfeld verstärken möchte. „Diese Variante ist möglich“, sagt er. In der Meisterschaft hat er so zwar noch nie begonnen, dafür zweimal im Europacup, und zwar in der letzten Runde gegen Novi Sad. Der Erfolg gibt ihm als recht.

 

Daraus wiederum könnte man ableiten, dass Junuzovic entweder auf die rechte Mittelfeld-Position rutscht oder aber – wenn Okotie nicht kann – als zweite Sturmspitze neben Tomas Jun. Oder kommt doch der wieder erstarkte Momo Diabang in die Startelf?

 

Wie man sieht, gibt es einige Varianten, die auch Metallurg Donezk vor Kopfzerbrechen stellen werden. Über die Chancenverteilung ist man sich bei den Violetten dagegen zu hundert Prozent klar: „Fünfzig, fünfzig“, sagt Daxbacher, der sich die Mannschaft auf verschiedenen DVDs angesehen hat bzw. von einem Spion im Derby gegen Schachtjor (1:4) beobachten ließ. „Wir werden versuchen, wie gegen Novi Sad eine gute Basis für unser Rückspiel in Wien zu legen.“ Mit dem 1:1, das wir vor drei Wochen aus Belgrad mitgenommen haben, wären wir auch diesmal zufrieden.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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