31.01.2009, 19:33 Uhr

DIE SPIELER STEHEN VOLL AM GASPEDAL

Die Spieler stehen voll am Gaspedal

Es ist eine simple Rechnung. 25 Spieler sind im Trainingslager in Marbella mit, nur elf können spielen. Das ergibt einen Konkurrenzkampf, der sich gewaschen hat. Dementsprechend wird in der Vorbereitung auf die Frühjahrssaison auch alles gegeben, Trainer Karl Daxbacher beobachtet dabei sehr genau, wie sich jeder Einzelne präsentiert.

 

Die Intensität ist nach wie vor enorm hoch, am Samstag bekamen das die Spieler bei zwei Schweiß treibenden Konditionseinheiten mächtig zu spüren. Am Vormittag bauten Konditrainer Martin Mayer und Daxbacher wieder einen ihrer gefürchtet Zirkel auf, der mit den sieben Stationen ein echter „Kilokiller“ war. Schnellkraft und Schnelligkeitsausdauer waren gefragt. Nach diesem einstündigen Parcours hatten eigentlich schon alle genug, aber das Trainerteam kannte noch kein Erbarmen.

 

Auf dem Spielfeld standen unerlässliche Ausdauerläufe auf dem Programm, die im sogenannten Weisweiler-Viereck (benannt nach dem deutschen Trainer Hennes Weisweiler) absolviert werden mussten. Dabei wird jeweils die Längsseite im Fast-Sprint mit 80 Prozent des eigenen Leistungsvermögens gelaufen, die Breitseite im lockeren Erholungslauf und wieder ein Sprint der Seitenlinie entlang. Und das 10 Mal.

 

Immerhin hatte Petrus ein Einsehen. Er schloss mit einer dicken Wolkendecke vorübergehend den Himmel, somit brachte die Sonne wenigstens die Spieler nicht noch mehr ins Schwitzen. Eine knüppeldicke Einheit, die am Nachmittag noch eines drauf gesetzt bekam.

 

 

Jeder musste von Beginn an seine Pulsuhr und den Brustgurt tragen, die mit Funk alle Daten auf einen Laptop am Spielfeldrand lieferten (siehe Bild). Bei den angesetzten Übungen, die allesamt in Spielformen abgehalten wurden, konnte so von jedem genau abgelesen werden, wie hoch die Belastung ist. Bei allen stieg der Puls auf über 180 (!). Daxbacher wollte bei den Übungen sehen, dass schnell abgespielt wird und man sich selber gleich wieder als Anspielstation in Position bringt. Und das alles unter Volldampf am Gaspedal.

 

„Wir arbeiten nach wie vor sehr viel im konditionellen Bereich, das werden wir auch noch eine Zeit lang so durchziehen. Wir haben noch drei Wochen bis zum Meisterschaftsbeginn, werden natürlich bis dahin immer mehr die Taktik forcieren“, erklärt Daxbacher, der bis auf Fernando Troyansky (seit drei Tagen krank) und Szabolcs Safar (ist am Freitag ebenfalls erkrankt) alle zur Verfügung hat. „Bisher sind wir von Verletzungen verschont geblieben, das freut mich, spricht zugleich aber auch für die gute Arbeit unserer Masseure, die jeden Tag bis Mitternacht unsere Spieler behandeln.“ 

 

Auch wenn Florian Metz am Abend hundemüde in sein Bett fallen wird, flachste er noch nach dem Training: „Ich bin fit wie ein Turnschuh, spüre die Kraft schon durch meine Muskeln strömen.“ Vielleicht auch deswegen, weil am Nebenplatz das schwedische und norwegische DAMEN-Nationalteam ein Freundschaftsspiel machten. Eine willkommene Abwechslung für das Auge...  

 

Der Sonntag wird ebenfalls zur konditionellen Arbeit genützt, diesmal aber nicht ganz so intensiv. Grund dafür ist das zweite Testspiel in Marbella am Montag, da geht es gegen Saporoschje (16 Uhr).

 

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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