23.12.2009, 13:58 Uhr

DIE AUSTRIA SCHNÜRT MAßNAHMENPAKET GEGEN DIE KRAWALLMACHER

Die Austria schnürt Maßnahmenpaket gegen die Krawallmacher

Genug der Eskalationen, jetzt werden noch mehr deutliche Maßnahmen gesetzt! Nach den Vorkommnissen beim Europa-League-Spiel gegen Athletic Bilbao macht der FK Austria Wien sehr klar, dass man im Klub das Schrillen der Alarmglocken nicht überhört hat und umgehend effektive Schritte setzt, die gegen das inakzeptable Verhalten einiger Fans bzw. ganzer Gruppierungen gerichtet sind.

 

„Es wurden Grenzen überschritten, die inakzeptabel sind“, sagt AG-Vorstand Markus Kraetschmer, der damit das schädigende Verhalten einiger krawallbereiter Anhänger scharf attackiert.   

 

Und es sind keine leeren Worte oder Drohungen, die es zu den parallel laufenden Ermittlungen gibt, die weiterhin akribisch fortgesetzt werden. Nach vielen Versuchen und oft stundenlangen Diskussionen, die wir in den vergangenen Jahren mit diversen Fanklub-Vertretern immer wieder geführt haben, ist die Wiener Austria nunmehr gezwungen, sich an den zum Teil verheerenden Fakten zu orientieren und zieht einen Schlussstrich unter das ungebührende Verhalten. „Mit Worten konnten wir einige der internen Probleme nicht lösen, also müssen wir anders handeln! Versprechungen haben wir oft bekommen, leider waren oft genau diese Personen bei vielen Vorfällen immer wieder dabei!“, fährt Kraetschmer fort. 

 

Mittlerweile mussten wir im Kalenderjahr 2009 mindestens 135.000 Euro an Strafen für das Fehlverhalten unserer Fans an die Liga und die UEFA verbuchen. „Obwohl wir ohne Strafen über 200.000 Euro pro Saison in die Fanarbeit, den Betrieb des Fanzentrums, in die Unterstützung von Fanfahrten oder Choreographien investiert haben“, so der wirtschaftliche AG-Vorstand.

 

Nach vielen Gesprächen mit Vertretern der Polizei, der Ordnerdienste und mit anerkannten Sicherheitsexperten, folgt die Klubführung deren Empfehlungen und setzt auch unter wirtschaftlicher Betrachtung der Sachlage folgende Maßnahmen:

 

- Vor die Osttribüne wird ein Netz gespannt.
- Es gibt ab sofort keine finanziellen Förderungen mehr für Fanfahrten oder Choreographien.
- Wer auf der Osttribüne ein Jahres-Abonnement hat und sich dort nicht mehr wohl fühlt, kann sein Abo zurückgeben oder auf eine andere Tribüne wechseln (ab 18. Jänner 2010 möglich, Detailinfos folgen).
- Ab der Frühjahrssaison 2010 gibt es eine massive Verschärfung der Zutrittskontrollen auf der Osttribüne.
- Ab dem Sommer 2010 gibt es nur noch personalisierten Abo- und Kartenverkauf auf der Osttribüne, das Detailkonzept wird gerade erarbeitet.
- Das Fanzentrum wird geschlossen, das Fanprojekt in der bisherigen Form wird beendet.
- Die Fanarbeit wird komplett neu strukturiert.

 

„All diese Maßnahmen sind wohl überlegt, das Ergebnis sehr genauer und fundierter Analysen. Es ist uns klar, dass dieses Programm für viele vernünftige Fans Erschwernisse mit sich bringt, aber sie sind unumgänglich, um die Basis zu schaffen, gewisse Risiken auszuschließen. Auch sind wir wirtschaftlich gezwungen, durchaus positive Entwicklungen der letzten Jahre zu beenden, eine bittere und persönlich große Enttäuschung, aber leider unausweichlich.“

 

Die letzten Wochen haben aber auch gezeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Austria-Familie uns in diesen Bemühungen voll unterstützt, es geht nicht nur um die Zukunft der Fantribüne, sondern um die des gesamten Klubs.

 

Kraetschmer abschließend: „Wir können versprechen, dass wir jedes Detail ganz genau beobachten, weiterhin konsequent auswerten und mit den Möglichkeiten, die wir als Austria Wien haben, umsetzen werden. Wir werden unsere internen Probleme lösen und keine Ruhe geben, bis alle schwarzen Schafe aus der Austria-Familie aussortiert sind. Denn es ist auch klar, dass dann wieder jene Austrianer zu uns zurückkehren, die sich zuletzt enttäuscht abgewendet hatten."

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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