21.08.2009, 14:20 Uhr

DIE AUSGANGSLAGE STIMMT, ABER DER STURM FUNKT SOS

Die Ausgangslage stimmt, aber der Sturm funkt SOS

Nur wenige Stunden Schlaf bekamen Austrias Spieler heute Nacht. Um zwei Uhr morgens landete die Maschine aus Donezk wieder sicher in Wien, bereits um 11 Uhr war Auslaufen auf dem Trainingsgelände beim Horr-Stadion angesagt. Ohne Zlatko Junuzovic, der sich wegen seiner Knieprobleme einer Magnetresonanz-Untersuchung unterzogen hatte.

 

Der Mittelfeld-Turbo musste bereits in der Pause der Metallurg-Partie passen, da eine alte Knieverletzung wieder akut geworden ist. Das Ergebnis der MR war zufriedenstellend: Keine Bänder- oder Kapselverletzung, aber ein Bluterguss.

 

„Zladdi“ hatte bereits im Frühjahr wegen einer Seitenband-Verletzung einige Wochen bei Austria Kärnten pausieren müssen, dieselbe zwingt ihn auch nun im wahrsten Sinn des Wortes in die Knie. Gegen Sturm Graz am Sonntag (17 Uhr) wird er sicher fehlen, ebenso Rubin Okotie, den man am Donnerstag beim Rückspiel gegen Donezk (27.08., 19:15 Uhr) nach der gelb-roten Sperre von Momo Diabang aber dringend brauchen würde, denn mit Eldar Topic ist auch einer der „Reservestürmer“ mit Rückenproblemen out. Derzeit ist nur Tomas Jun fit.

 

Das heutige Vormittagstraining leitete Co-Trainer Sepp Michorl, da Coach Karl Daxbacher wegen einer familiären Angelegenheit fehlte. Seine Analyse nach dem 2:2 über Metallurg, das uns alle Chancen auf einen Aufstieg in die Gruppenphase der Europa League läßt: „Ein Remis haben wir uns vor dem Spiel gewunschen, letztendlich ist es aber etwas enttäuschend, weil der Ausgleich erst in der Nachspielzeit gefallen ist.“ Übrigens nicht zum ersten Mal in dieser Saison: Bereits gegen Salzburg haben wir einen Last-minute-Treffer kassiert und auch gegen Novi Sad im Europacup klingelte es in der Überspielzeit der ersten Hälfte.

 

Für Michorl sind diese späten Tore mehr Zufall als ein körperliches Problem: „Nach dem Ausschluss von Momo haben wir kaum noch einen Entlastungsangriff zusammen gebracht, die Ukrainer haben dagegen alles nach vorne geworfen. So späte Tore sollten eigentlich nicht passieren, aber das Positive überwiegt nach diesem Spiel dennoch bei Weitem.“

 

Die Chancen für ein Weiterkommen beziffert der „Co“ nun statt mit 50:50 mit 60:40. „Wir sind sicher noch nicht durch, aber mit diesem Resultat besteht wenigstens auch nicht die Gefahr, dass wir sie unterschätzen. Ich hoffe auf ein ausverkauftes Haus beim Rückspiel und dass unsere Fans uns wie gegen Novi Sad zum Sieg nach vorne peitschen und unterstützen. Mit den vielen Spielen wäre es auch für sie ein sensationeller Herbst mit vielen renommierten Gegnern, die noch in der Lostrommel sind.“

 

Über die beiden Blackouts von Diabang, der wegen Unsportlichkeit zwei gelbe innerhalb einer Minute kassierte, sagt er: „Momo weiß selber, dass er eine riesige Dummheit begangen und der Mannschaft geschadet hat. Aber man muss ihn auch in Schutz nehmen und ganz klar sagen, dass er wieder mit einem tollen Tor aufgezeigt hat.“ 

 

Ticketinfos für das Europa-League-Spiel: Bislang sind 3.500 Karten verkauft, aber nach dem 2:2 werden bereits an diesem Wochenende die Karten sehr guten Absatz im Megastore, dem Citystore und Online finden.

Vorverkauf: Von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr im GET VIOLETT Megastore in der Osttribüne (oder bis 19 Uhr im Fanzentrum) sowie im GET VIOLETT Citystore in der Praterstraße 59. Am Samstag ebenso an beiden Verkaufsstellen von 9 bis 12 Uhr.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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