16.03.2009, 23:06 Uhr

DER LIZENZANTRAG IST EINGEREICHT

Der Lizenzantrag ist eingereicht

Punkt 15:05 Uhr wurde der Lizenzantrag des FK Austria Wien heute bei der Österreichischen Fußball-Bundesliga eingereicht. Fristgerecht und zwei Stunden vor „ultimo“. AG-Vorstand Markus Kraetschmer hat gemeinsam mit dem Präsidium und Vertretern aus allen Klubgremien ganze Arbeit geleistet, um die wirtschaftliche Basis für eine sportlich erfolgreiche Saison 2009/10 legen zu können. Wir haben das aktuelle Interview dazu.

 

Herr Kraetschmer, die Unterlagen für die neue Spiellizenz sind eingereicht. Sind Sie erleichtert?
„Natürlich, denn dieser Termin bringt für jeden in der Geschäftsstelle auch zusätzliche Arbeit und viel  Stress mit sich. Da wir seriöse und vollständige Unterlagen einreichen wollten, mussten wir einige Wege erledigen, die sehr viel Zeit in Anspruch genommen haben. Ich bin aber überzeugt, dass wir nun einen entscheidenden Schritt in die richtige Richtung gesetzt haben.“

 

In welcher Größenordnung darf man sich das Budget für die kommende Saison vorstellen?
„Das Budgetvolumen liegt zwischen 14 und 15 Millionen Euro bei ausgeglichenem Jahresergebnis. Im gesamten Konzernbudget sind die AG (Profibereiche der Kampfmannschaft und Amateure, der Stadion- und Spielbetrieb), der Verein (mit dem gesamten Nachwuchs plus der neuen Akademie), die Merchandising- und Gastro-GmbH inkludiert.“

 

Wurde beim Lizenzantrag auch das berühmte Hakerl für die Teilnahme der Austria Amateure an der ADEG-Liga gemacht?
„Selbstverständlich. Die ADEG-Liga ist die beste Ausbildungsplattform für unsere jungen Spieler, das hat sich in der Vergangenheit oft genug gezeigt. Ich erinnere nur an Markus Suttner, Rubin Okotie, Aleks Dragovic oder Fränky Schiemer, die über unsere Amateure den Sprung in die Kampfmannschaft geschafft haben und dort zu Stammspielern  und Leistungsträgern gereift sind. Diesen Beispielen werden in der kommenden Saison hoffentlich noch andere folgen.“

 

Auch wenn die Amateure aufgrund der Reform nach dem kommenden Spieljahr zwangsabsteigen müssen?
„Auch dann ist die ADEG-Liga zurzeit die beste Ausbildungsplattform für unseren starken Nachwuchs.“

 

Apropos Nachwuchs: Steht die Akademie bereits in ihren Startlöchern?
„Ja und damit haben wir schon unser nächstes großes, aber für die langfristige Zukunft der Austria enorm wichtiges Projekt in Angriff genommen. Die Umbauarbeiten auf dem ehemaligen ESV Südost-Gelände in Gehweite des Horr-Stadions werden im Sommer beginnen und gegen Jahresende bereits wieder abgeschlossen sein. Ich freue mich schon sehr darauf.“

 

 

Für die Lizenzunterlagen war die Verlängerung des Vertrags mit Hauptsponsor VERBUND um ein weiteres Jahr eine wichtige Säule. Liegen wir richtig, wenn wir feststellen, dass sie nach dieser Vertragsunterzeichnung gelöster wirken?
„Darüber gibt es keine Zweifel. Dieser Vertrag war ein zentraler Punkt, denn er ist ein wesentlicher Bestandteil des Budgets. Unser Präsident Wolfgang Katzian hat diese Gespräche mit dem VERBUND-Vorstand persönlich geführt und letzte Woche endgültig fixiert. Durch die intensive Zusammenarbeit zwischen der Klubspitze, dem Verwaltungsrat, Kuratorium und dem AG-Vorstand konnten bereits viele Gespräche mit bestehenden aber auch neuen Partnern erfolgreich finalisiert werden. Gerade jetzt gilt es aber am Ball zu bleiben, denn wir wollen mit den essentiellen Sponsoren auch mittelfristige Verträge abschließen, die uns einen gewissen Freiraum bei den Vertragsverhandlungen mit Spielern geben.“

 

Was meinen Sie damit?
Mit mittelfristigen Sponsorvereinbarungen könnten wir vorausbauend arbeiten, denn bislang wurden wir in der Kaderplanung oft nur einjährige Verträge abgeschlossen, da wir nicht wussten, wie groß unsere Etat für die kampfmannschaft letztendlich ist. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit der globalen Krise keine leichte Aufgabe, aber ich erinnere daran, dass uns vor einem Jahr ein sportliches und wirtschaftliches Desaster prognostiziert wurde! Dennoch hat die Klubführung aber schon bewiesen, dass sie erfolgreich bilanzieren kann. Ich bin überzeugt, dass wir am Saisonende auch sportlich einen Volltreffer landen werden.“

 

Was sind Ihre nächsten wirtschaftlichen Ziele?
Wir haben erst eine Etappe absolviert, nun wollen wir bis Saisonbeginn weitere neue, lukrative Partner für unsere Austria gewinnen. Im Vorjahr haben wir die Unternehmensgruppe von Scheich Al Jaber auch erst im Juni als Sponsor binden können, an ähnlichen Projekten arbeiten wir auch weiterhin, damit wir uns den einen oder anderen Spieler mehr leisten können, um die Qualität der Mannschaft heben zu können. Vorerst gilt es aber mit unseren aktuellen Spielern die begonnenen Verhandlungen weiter zu führen. Klar ist aber auch, dass wir immer wirtschaftlich vernünftig agieren müssen, um die Zukunft der Austria nachhaltig abzusichern.“

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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