05.08.2009, 15:30 Uhr

DAXBACHER WILL NOVI SAD MIT KONTROLLIERTER OFFENSIVE KNACKEN

Daxbacher will Novi Sad mit kontrollierter Offensive knacken

Die Ausgangslage vor dem Europacup-Rückspiel gegen Novi Sad ist klar. Die Wiener Austria ist mit dem 1:1 aus der ersten Partie gegen den serbischen Vizemeister in einer  leichten Favoritenrolle, mehr aber noch nicht. Dessen ist sich auch Trainer Karl Daxbacher bewusst: „Die Chancen stehen jetzt 60:40. Wir haben ein günstiges Resultat herausgeholt. Der größte Fehler wäre aber jetzt zu glauben, dass wir es schon geschafft haben.“


Bei der Austria-Führungsetage rund um AG-Vorstand Parits herrscht ebenfalls vorsichtiger Optimismus, mit einer gesunden Portion Realismus: „Man hat gestern beim Spiel von Salzburg in Zagreb gesehen, wie schnell es gehen kann. Ein Gegentor und die gute Ausgangssituation der Kroaten mit dem 1:1 aus dem ersten Spiel war dahin. Zagreb hat über weite Strecken gedrückt, Salzburg hat das Tor gemacht. Genau das darf uns morgen nicht passieren“, warnt der sportliche AG-Vorstand.


Dementsprechend legt Daxbacher auch die Taktik für diese wichtige Partie aus: „Wir dürfen nicht verhalten agieren, aber auch nicht ins offene Messer laufen. Ähnlich wie gegen Kapfenberg heißt es Geduld bewahren, aggressiv spielen, den Ball gut zirkulieren lassen und uns dadurch die nötigen Räume zu schaffen. Schon im Hinspiel hatten wir in beiden Hälften überraschend viele Tormöglichkeiten. Mit unserem Publikum im Rücken werden wir im Horr-Stadion genauso unsere Chancen bekommen.“

 

Die angesprochene Zweikampfstärke ist für Parits der Schlüssel zum Aufstieg: „Novi Sad ist vor allem eine technisch versierte Mannschaft, die nicht leichtfertig Bälle verschenkt. Wir müssen ihnen die Schneid abkaufen und sie nicht zu sehr ins Spiel kommen lassen. Dem ersten Tor kommt große Bedeutung zu. Gelingt es uns, können wir mit einer ähnlich kontrollierten Offensive wie gegen Kapfenberg in Ruhe auf das 2:0 spielen. Selbst bei einem Gegentreffer wäre noch nichts passiert.“


Auf zu viele Zahlenspielereien will sich Trainer Daxbacher vor diesem Duell um den Einzug in die vierte und letzte Qualifikationsrunde für die neu geschaffene Europa League aber gar nicht einlassen: „Ich möchte elf hochkonzentrierte Spieler auf dem Platz sehen, die genauso wie wir an den Aufstieg glauben und dafür kämpfen. Dann wird uns dieses Vorhaben auch gelingen.“


Angeschlagen ist derzeit noch der Torschütze aus dem Hinspiel, Tomas Jun, der am Mittwochnachmittag noch einige Fitnesstests absolvieren wird. Daxbacher sieht die Chancen auf seinen Einsatz bei 50 Prozent. Ausfallen dürfte hingegen der erkrankte Joachim Standfest. Die zwei möglichen Ersatzkandidaten auf der rechten Abwehrseite  sind Florian Klein und Thomas Krammer.


Einmal mehr fix in der Startelf ist Tormann Robert Almer, der vom violetten Coach wie schon im Hinspiel in Belgrad wieder das Vertrauen gegen Novi Sad bekommt. Genauso wie der zuletzt leicht angeschlagene Aleksandar Dragovic, der am Donnerstag in die Innenverteidigung zurückkehren wird. Eine weitere Option im Mittelfeld ist Julian Baumgartlinger, dessen Muskelverhärtung aus dem Hinspiel in Serbien ebenfalls ausgeheilt ist.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 12 28
2. FC Red Bull Salzburg 12 25
3. SK Rapid Wien 12 22
4. FK Austria Wien 12 18
5. FC Flyeralarm Admira 12 18
6. LASK 12 16
7. CASHPOINT SCR Altach 12 16
8. RZ Pellets WAC 12 12
9. SV Mattersburg 12 7
10. SKN St. Pölten 12 2
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