15.09.2009, 16:00 Uhr

DAXBACHER VON BILBAOS STARKEM KOLLEKTIV BEEINDRUCKT

Daxbacher von Bilbaos starkem Kollektiv beeindruckt

Am Montag-Nachmittag kehrten Austria-Coach Karl Daxbacher und sein Co-Trainer „Sepp“ Michorl mit einigen wertvollen Erkenntnissen von ihrer Spionagereise aus dem spanischen Xerez wieder nach Wien zurück. Unser Europa League-Gegner Athletic Bilbao hatte beim Aufsteiger der Primera Division durch ein Eigentor knapp mit 1:0 gewonnen. „Es war aufgrund des Spielverlaufs ein verdienter Sieg“, resümierte Daxbacher.

 

Die Notizblöcke der violetten Beobachter sind voll geschrieben und schon vorab gibt es einige interessante Fakten über unseren Gegner. Das Augenscheinlichste vorweg: „Für eine spanische Mannschaft zieht Bilbao ein sehr körperbetontes, aggressives  und ungewohnt robustes Spiel auf“, verrät Michorl.  Die Fäden laufen, so der violette Co-Trainer, bei Francisco Yeste zusammen. Der 29-jährige Spielmacher mit der Nummer zehn gibt bei den Basken den klassischen 6er und ist von hinten heraus der zentrale Ballverteiler. Diese Tatsache ändert  allerdings nichts daran, dass Bilbao sein Spiel zumeist über die Flügel aufzieht und nicht selten mit hohen Bällen in den Strafraum versucht, für Gefahr zu sorgen.

 

Abnehmer und Torjäger Nummer eins ist der 1,95 Meter große Sturmtank Fernando Llorente, der laut Daxbacher eindeutig der gefährlichste Mann für die Hintermannschaft der Veilchen werden dürfte. „Er ist technisch stark, deckt den Ball mit seinem Körper unheimlich geschickt ab und hat einen guten Schuss. Wir sollten ihn besser nicht in Strafraumnähe an den Ball kommen lassen, sonst wird es gefährlich.“ Der Sturmpartner des spanischen Internationalen, Gaizka Toquero, kam im ersten Auswärtsspiel in der der Primera Division in einem 4-2-3-1-System als hängende Spitze zum Einsatz. Wobei davon ausgegangen werden kann, dass er, wie in den vergangenen Heimpartien in Bilbao, als zweite echte Spitze aufgeboten wird.

 

Fix zum Einsatz kommen dürfte, angesichts der Sperre von Javi Martinez, auch das erst 16-Jährige Wunderkind Iker Muniain. Der Youngster wird in Spanien bereits als zweiter Lionel Messi gehandelt, wobei ihn Daxbacher derzeit noch eher als den Marko Marin (Werder Bremen) von Spanien sieht: „Ein kleiner, ungemein quirliger und dribbelstarker Spieler, der mitunter auch selbst den Abschluss sucht.“ So wie bereits in der diesjährigen Europa League, als er gegen die Young Boys Bern das entscheidende Tor für den Einzug in die Gruppenphase erzielte.

 

Dafür ist nicht zuletzt auch die Abwehr der Basken verantwortlich, wo besonders die beiden großgewachsenen Innenverteidiger Aitor Ocio und Fernando Amorebieta hervorstechen. „In der Meisterschaft sind sie vor allem dank dieser sicheren Achse noch ohne Gegentreffer“, weiß Daxbacher, der, ebenso wie Michorl, vor allem auch vom starken Kollektiv der Basken beeindruckt war. „Es gibt keinen herausragenden Superstar in der Mannschaft. Es ist eine junge Truppe mit Routiniers in den Schlüsselpositionen. Jeder springt für den anderen ein und stellt sich in den Dienst des Teams. Diese demonstrative mannschaftliche Geschlossenheit ist eine ihrer größten Stärken.“

 

Wenn man eine Schwäche ausmachen müsste, wäre das für Coach Karl Daxbacher am ehesten die bereits angesprochene Spielweise: „Fußballerisch stehen sie nicht so viel über uns, wie man es von einer spanischen Truppe erwarten würde. Sie setzen auf körperliche Tugenden. Diesen Kampf müssen wir annehmen, wenn wir in Bilbao bestehen wollen!“

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 17 36
2. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
3. FC Red Bull Salzburg 17 31
4. FK Austria Wien 17 31
5. RZ Pellets WAC 17 22
6. FC Admira Wacker Mödling 17 22
7. SK Rapid Wien 17 21
8. SV Guntamatic Ried 17 17
9. SKN St. Pölten 17 14
10. SV Mattersburg 17 11
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