03.03.2009, 23:18 Uhr

DANKE, SUN XIANG! DANKE, SZABOLCS SAFAR! DANKE, AUSTRIA-SPIELER! WIR SIND IM HALBFINALE!

Danke, Sun Xiang! Danke, Szabolcs Safar! Danke, Austria-Spieler! Wir sind im Halbfinale!

Der FK Austria Wien bleibt im Rennen um einen Europacup-Startplatz. Und das gleich mit zwei Mannschaften. Nach einem sensationellen Cup-Viertelfinale beim SK Sturm Graz, dem schlussendlich Sun Xiang seinen Stempel aufdrückte. Erst rettete er mit einem Hammer-Freistoß die Veilchen in das Elfmeterschießen, dort behielt er ebenfalls die Nerven und versenkte den entscheidenden fünften Strafstoß zum 5:3-Endstand.

 

Während der Penalty-Serie hielt es die Austria-Betreuer auch nicht mehr auf der Ersatzbank, standen die Ersatzspieler sowie das Trainerteam geschlossen in einer Kette mit verschränkten Händen an der Seitenlinie und drückten den Schützen die Daumen. Es hat geholfen.

 

Als alles vorbei war, tanzte Coach Karl Daxbacher sogar noch im Kreis der Mannschaft, die sich von den mitgereisten Fans verabschiedete. Der Cup ist einfach unser Bewerb.

 

Dieses Spiel war der Hammer! Und Violett behielt die Nerven, war fast schon weg vom Fenster, weil in der Verlängerung zunächst ein Haas-Treffer wegen Abseits nicht gegeben (103.) wurde, kurze Zeit später Hassler aber per Kopf traf (108.). Und dann kam die „Sun“! Xiang Sun knallte uns mit einem Freistoß-Hammer aus mehr als 20 Metern in das Elferschießen.

 

Aber schon begonnen hat alles mit den besten 45 Minuten seit langem. Das war kein Vergleich mit der Altacher Partie, in der es während der gesamten Spielzeit kaum Chancen gab, diesmal produzierten sie Möglichkeiten am Fließband.

 

Erst über Eldar Topic (11.), der statt dem verletzten Mario Bazina auf der rechten Seite zum Einsatz kam und dort seine Sache sehr gut machte. Oder über Emin Sulimani , der gleich mehrere Male gefährlich vor den Grazer Kasten kam, aber die Führung nicht fixieren konnte (20., 22. Und 31.).

 

Und auch Rubin Okotie, der ebenfalls um mindestens eine Klasse stärker als zuletzt war, klopfte zweimal lautstark an, fand aber in Keeper Gratzei jedesmal seinen Meister (12., 25.).  Ebenso der „Meister“ höchstpersönlich, Milenko Acimovic, hatte seine dicke Chance, wollte den Ball aus spitzem Winkel aufs kurze Eck zirkeln, Sturms Schlussmann passte auf (29.).

 

Die Grazer waren bis zur Pause kaum vorhanden, hatten mit den spielfreudigen Austrianern große Mühe, konnten das gewohnt starke und schnelle Kombinationsspiel überhaupt nicht aufziehen. In der 40. Minute prüfte Hölzl erstmals Safar, der aber souverän parierte.

Der Titelverteidiger war völlig verwandelt, war von der Nummer 1 bis zur 11 aggressiv in diesen Pokalfight gegangen. 

 

Hochspannend ging es auch in der zweiten Hälfte, die ohne den verletzten Abwehrchef Jacek Bak (Oberschenkelverhärtung) ablief, zur Sache. Austria drückte weiterhin aufs Gas, aber auch Sturm wurde stärker, hatte durch Mario Haas eine dicke Chance, die Szabolcs Safar aber entschärfte (58.). Ebenso einen abgefälschten Schuss von Hölzl aus kurzer Distanz (63.).

 

Und auch die Austria hatte noch ihre „Matchbälle“ in der regulären Spielzeit, Thomas Krammer kam bei einem idealen Lochpass aber um Millimeter zu spät, konnte Gratzei nur noch anschießen (85.), Okotie köpfelte nach einer Ecke knapp drüber (90.).

Ein Extralob gebührt auch Tormann Safar, der großartig hielt und wieder ein sicherer Rückhalt war.


Kommenden Dienstag gibt es im Horr-Stadion die Wiederauflage dieser Partie, die wegen der Schneefälle in der ersten Bundesliga-Frühjahrs-Runde abgesagt werden musste.

 

SK Sturm Graz: Gratzei; Shashiashvili, Feldhofer, Sonnleitner; Kandelaki; Hölzl (106., Scherrer), Kienzl (76., Hassler), Hlinka, Muratovic, Beichler; Haas.

 

FK Austria Wien: Safar; Standfest, Bak (41., Dragovic), Schiemer, Majstorovic; Krammer (112., Diabang), Blanchard, Sulimani; Topic (106., Sun), Acimovic; Okotie.

 

Elferschießen: Acimovic 1:0 / Haas vergibt / Okotie 2:0 / Beichler 2:1 / Diabang 3:1 / Hassler 3:2 / Standfest 4:2 / Scherrer 4:3 / Sun 5:3

 

Gelb: Shashiashvili; Topic, Majstorovic.

 

Tore: Hassler (108.); Sun (113.).

SR Plautz, 5.500.