01.02.2009, 12:36 Uhr

BEI REGENSCHLACHT WAREN TORHÜTER UNTER BESCHUSS

Bei Regenschlacht waren Torhüter unter Beschuss

Seit heute wissen wir, dass Marbella auch ganz anders kann. Statt Sonnenschein und „Tscha Tscha Tscha“ gibt es seit der Nacht monsunartige Regenfälle. Man brauchte beim Frühstück fast Anti-Depressiva und darüber hinaus jede Menge guter Ideen, denn an ein normales Training war kaum zu denken.

 

Das Quecksilber des Thermometers ist auf 9 Grad gesunken, in den Straßen unserer „Urbanizazion“ kann das Wasser teilweise gar nicht mehr in den überfluteten Kanalschächten abfließen. Wäre unsereins in der Verlegenheit, einen Sportflitzer à la Lamborghini zu besitzen, könnte man den getrost in der Garage parken lassen, denn diese Flitzer haben so einen tiefen Radstand, dass einem die Regensuppe bis zu den Knöcheln stehen würde.

 

Auf den Rasenplätzen unserer Anlage „Marbella Paradise of Football“ sah es logischerweise ähnlich aus. Obwohl dort unzählige Greenkeeper für perfekte Bedingungen rund um die Uhr im Einsatz sind, schafft es der Platz nicht, die großen Regenmengen zu schlucken.

 

Somit musste die Mannschaft am Vormittag vom Hauptfeld auf zwei kleinere Spielfelder ausweichen und Trainer Karl Daxbacher war zum Improvisieren gezwungen. Statt vieler kleinerer Kondi-Einheiten gab es auf den beiden Plätzen ein Spiel 5 gegen 5, bei dem besonders die Torhüter unter Beschuss gestanden sind. Im D-Zug-Tempo ging es hin und her, Robert Almer und Heinz Lindner segelten von einer Lacke in die nächste.

 

Auch für die Spieler war es schwer bei diesen „Land-unter-Bedingungen“. Zwar blieb der Ball oft in den Pfützen liegen, aber selber rutschten sie wie auf einer Seifenlauge.

 

 

Das nasse Wetter wirbelt auch die Nachmittagsschicht durcheinander. Statt einer Portion Taktik, die schon für das morgige Testspiel gegen Metalurg Saporoschje (Montag, 16 Uhr) gegolten hätte, wird nun eine Einheit in der Kraftkammer für die „Muckis“ eingeschoben.    

 

Zeit, um den Spielern in Marbella seine spielerische und taktische Auffassung näher zu bringen, hat Daxbacher noch bis Donnerstag, dann geht es zurück nach Wien. „Wir müssen das Beste aus dieser Situation machen“, sagt er, „bislang hatten wir eine optimale Zeit, wir dürfen uns über einen Regentag nicht ärgern.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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