01.03.2009, 20:53 Uhr

BAZINA LÄSST NICHT LOCKER, STURM-SPIEL WIEDER EIN THEMA

Bazina lässt nicht locker, Sturm-Spiel wieder ein Thema

Als die Mannschaft des FK Austria Wien am Sonntag den Bus Richtung Graz bestieg, war klar, dass Coach Karl Daxbacher wieder sein derzeit stärkstes Personal zur Verfügung haben wird. Denn auch Mario Bazina schlüpfte in den dunkelblauen Ausgeh-Trainingsanzug, den jeder Spieler für die Anreise zu Auswärtsspielen überstreift. Trotz schmerzhafter Knöchelverletzung, aber der Kroate will unbedingt am Dienstag im Cup-Viertelfinale gegen Sturm Graz spielen, er beißt die Zähne zusammen.

 

Noch ist sein rechtes Sprunggelenk nach dem Sonko-Pa-Foul in Altach geschwollen, aber gemeinsam mit Masseur Christoph Ogris wird alles dafür unternommen, dass er auf den Punkt genau fit ist. Mit Hilfe von Lymphdrainagen, Akupunkt-Massagen, Ultraschall, diversen Salben und Verbänden. „Ich bin optimistisch und merke, dass es jeden Tag besser wird. Es wird schon gehen“, sagt der 33jährige.

 

Es muss gehen, denn Bazina ist auf der rechten Seite seit vielen Monaten eine Fixgröße, hat in der Bundesliga bereits sieben Tore gemacht. Auf so einen Mann können die Violetten nicht so einfach verzichten, zumal die Partie am Dienstag auch wegweisend sein kann. Mit einem Erfolg könnten alle Lasten, die man sich nach dem 1:2 in Altach selber auf die Schulter gepackt hat, weggeputzt werden.

 

Wie hoch dieses Spiel bewertet wird, zeigt auch die Tatsache, dass die Austria bereits einen Tag früher als üblich anreist. Normalerweise geht es am Vortag eines Spiels nach dem Abschlußtraining mit dem Bus ins Hotel und nach dem gemeinsamen Frühstück, Mittagessen und der Taktik-Besprechung ins Stadion. Diesmal sind es zwei Nächte, die unser Team zusammen gezogen wird.

 

Grund dafür sind die guten Trainingsbedingungen in Graz. Die Austria konnte auf einem Platz des GAK-Trainingsgelände auf Rasen trainieren, in Wien stand bis vor kurzem nur der Kunstrasen zur Verfügung, alle anderen Plätze waren gefroren. Im GAK-Zentrum wird auch am Montag trainiert, dafür wird sogar eine vierzigminütige Busfahrt vom Hotel in St. Rupprecht auf die Anlage in Kauf genommen.

 

„Die Bedingungen hier sind hervorragend“, merkt Daxbacher an, der derselben Mannschaft, die in Altach am Freitag verloren hat, die Chance zur Wiedergutmachung geben möchte. Sturm Graz hat er bei deren Patzer gegen Kapfenberg beobachten lassen. Sein Kurzkommentar dazu: „Sie haben sich so wie wir die Tore selber geschossen.“

 

Den Spielern wird er am Montag ein Video von den Grazern zeigen, die ihre Stärken und Schwächen aufdecken. Danach sollen alle eine Wir-sind-bereit-Mentalität und einen satten Schuss Selbstvertrauen intus haben. Vielleicht kommt das Hammerlos Sturm Graz gerade zur rechten Zeit.