18.02.2009, 11:00 Uhr

AUSTRIAS DEFENSIVE FLÜGELFLITZER DER ZUKUNFT - MARIN LEOVAC UND DAVID HARRER ZEIGEN AUF

Austrias defensive Flügelflitzer der Zukunft - Marin Leovac und David Harrer zeigen auf

Während Marin Leovac (20) bereits vergangene Saison erstmals in den Genuss eines Wintertrainingslagers mit der Austria Amateuren kam, feiert David Harrer (18) dieser Tage in Antalya seine Premiere bei den jungen Violetten. Was beide Außenverteidiger vereint, ist ihr großes Talent, zählen sie doch gleich aufgrund einiger Aspekte zu den hoffnungsvollsten Youngsters in den Reihen der jungen Violetten.

 

Marin Leovac erarbeitete sich im letzten Jahr auf der linken Abwehrseite der Jungveilchen mit seiner unorthodoxen und kompromisslosen Spielweise und seinen vermehrten Offensivakzenten einen Stammplatz. Trainer Hans Dihanich bescheinigt dem Kroaten guten Anlagen und für sein Alter eine bereits sehr ausgereifte Technik und Spielintelligenz. „Leo ist ein sehr unangenehmer Spieler, weil er fast jeden Zweikampf annimmt und auch im Spiel nach vorne dorthin geht, wo es den Gegner schmerzt. Wenn er seine Lässigkeit abstellt, dann kann er auf seiner Position weit kommen.“

 

Vorrangigstes Ziel des großen Außenverteidigers ist es, körperlich zuzulegen. Gearbeitet habe er, so Leovac, in den vergangenen Monaten besonders an seiner Konstanz. Die größten Fortschritte sieht der selbstbewusste Youngster aber im taktischen Bereiche: „Im Stellungsspiel und was beispielsweise das Verschieben angeht, bin ich dank der vielen Einsätze in der Ersten Liga im Vergleich zum Vorjahr deutlich cleverer geworden.“

 

 

Genau diese nötige Erfahrung sieht David Harrer, der so wie Marin Leovac ein Eigengewächs aus der violetten Akademie ist, noch als Manko in seinem Spiel: „Ich bin immer sehr kritisch mit mir selbst, denn nur so kann man sich verbessern. Mein Stellungsspiel ist noch ausbaufähig und auch mit dem Kopf muss ich noch zulegen.“ Was in diesen Bereichen derzeit vielleicht noch fehlt, machte Harrer bei seinen überzeugenden Auftritten im Herbst mit seinem unbändigen Einsatz und kompromisslosen Zweikampfverhalten wett.

 

Exakt diese Attribute sind es auch, die dem defensiven Flügelspieler bei den Amateuren einen prominenten Förderer eingebracht haben. Co-Trainer und Austria-Urgestein Robert Sara hält schon nach wenigen Monaten große Stücke auf den kleingewachsenen, flinken Flügelflitzer: „Mir gefällt seine absolute Aufopferung für den Fußball, er gibt immer alles und genau solche Spielertypen braucht die Austria. Wenn er im Frühjahr weiter an seine Leistungen im Training und der Meisterschaft anknüpft ist es nur eine Frage der Zeit, bis David erstmals bei der Kampfmannschaft auf der Bank sitzen wird.“

 

Lob also von einem, der dafür bekannt ist, sehr sparsam damit umzugehen. Harrer fühlt angesichts dieser Einschätzung zwar geehrt, aber weiß selbst, dass er noch viel Arbeit vor sich hat: „Ich habe noch fast gar nix erreicht. Natürlich sind solche Worte ein Ansporn, aber gleichzeitig auch eine Verpflichtung noch härter zu trainieren, um diesen Vorschusslorbeeren schlussendlich auch gerecht werden zu können.“

 

Was seinen linken Hammer angeht, kann dem talentierten Steirer dagegen bei den Amateuren bereits jetzt kaum jemand das Wasser reichen, wie Neo-Coach Hans Dihanich nach der bisherigen Vorbereitung bestätigt: „Er ist einer unserer absoluten Scharfschützen!“ So wie übrigens auch in seiner Freizeit als passioniertes Tennis-Ass, das sich für die Frühjahrsmeisterschaft vor allem vorgenommen hat, endgültig einen Stammplatz zur sichern. Angesichts der starken Vorstellungen beider in der bisherigen Wintervorbereitung und speziell auch im Trainingslager dürfte die Chance auf einen Platz in der Startelf der „Amas“ sowohl bei Harrer als auch bei Leovac nicht schlecht stehen.

 

 

Umso mehr, als Trainer Hans Dihanich in Österreich das System der offensiv orientierten Außenverteidiger ohnedies vermisst: „International sind solche Flügelzangen in der Abwehr Gang und gebe, hierzulande leider mehr die Ausnahme denn die Regel. Wir haben das Glück einige dafür passende Kandidaten wie eben Leovac oder Harrer in unseren Reihen zu haben und werden in der Meisterschaft auch dementsprechend agieren.“

 

In Blickrichtung Frühjahrsmeisterschaft erhofft sich Marin Leovac, der bei den Amateuren zum „Mr. Mannschaftskasse“  aufgestiegen ist, vor allem, was die Gesamtperformance des Teams betrifft, einiges: „Wir sind im Winter abgesehen vom Stürmertausch Sulimani gegen Sand unverändert geblieben und zu einer echten Einheit gewachsen. Wenn alles mit normalen Dingen zugeht, sollten wir angesichts unserer Qualität mit Platz vier bis Platz sechs zumindest wieder einen guten Mittelfeldplatz erobern.“

 

Was ihre persönliche Zukunft bei der Wiener Austria angeht, beweisen die Youngsters Weitblick, wie Leovac stellvertretend für beide zusammenfasst: „Wir haben bei der Austria alle Möglichkeiten. Sich in Richtung Kampfmannschaft Stress zum machen, wäre nur kontraproduktiv. Wir arbeiten beide viel an uns und verbessern uns permanent. Wir stehend unter Beobachtung, die Zeit spielt für uns und wenn die Trainer der Meinung sind, wir sind reif für höhere Aufgaben, werden wir es sicher erfahren.“

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 35 78
2. FK Austria Wien 35 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 35 60
4. CASHPOINT SCR Altach 35 53
5. FC Flyeralarm Admira 35 46
6. SK Rapid Wien 35 43
7. SV Mattersburg 35 40
8. RZ Pellets WAC 35 39
9. SKN St. Pölten 35 37
10. SV Guntamatic Ried 35 35
» zur Gesamttabelle