18.08.2009, 13:00 Uhr

AMATEURE: SIEG IM CUP MACHT GUSTO AUF KLEINES WIENER DERBY

Amateure: Sieg im Cup macht Gusto auf kleines Wiener Derby

„Die Erleichterung nach dem Sieg gegen Horn war riesig“, schnauft Amateure-Routinier Dragan Dimic  auch noch ein paar Tage nach dem Weiterkommen im Cup via Elfmeterschießen ordentlich durch. Wie wichtig  dieser erste Pflichtspielerfolg der Saison für die Moral in der Truppe war, zeigte sich für Dimic vor allem bei den zahlreichen jüngeren Semestern im Team:  „Nach fünf Runden ohne Sieg beginnt jeder zu zweifeln. Besonders die vielen jungen Spieler müssen mit solchen Negativserien erst umgehen lernen. Gerade ihnen fiel sichtlich eine große Last von den Schultern. Mit diesem Erfolgserlebnis in Gepäck macht die Vorbereitung auf das kommende Meisterschaftsspiel gegen die Vienna gleich viel mehr Freude.“

 

Eine leichte Genugtuung ist auch bei Trainer Hans Dihanich nach dieser nervenaufreibenden Cup-Partie (2:2 nach Verlängerung, 7:6 im Elfmeterschießen) zu bemerken: „Ab der dreißigsten Minute was das eine ansprechene Leistung von uns. Wir haben den Gegner von da an klar beherrscht. Die beiden Gegentore waren einmal mehr vermeidbar, aber wir haben die richtige Antwort geliefert. Mit etwas mehr Abschlussglück hätten wir uns sogar den Penaltykrimi erspart. Auch beispielsweise Rapid ist immerhin gegen Parndorf, einen ähnlich starken Gegner, nur um Haaresbreite weitergekommen.“

 

Eiserne Nerven bewies beim Cupfight nicht zuletzt Stürmer-Youngster Bernhard Ungerböck, der zwei Minuten vor Spielende eine Vorlage mustergültig im Strafraum annahm und ebenso cool verwertete, wie den letzten violetten Elfmeter. „Ich freue mich sehr für ihn, weil sich Bernhard seit seiner Ankunft vor wenigen Wochen trotz der Umstellung gut entwickelt“, so Dihanich über den 20-Jährigen, der erst im Juli vom Meidlinger Oberligaverein Wiener Viktoria zu den Jungveilchen stieß.

 

Gegen einen noch weit traditionsreicheren Verein, geht es für die Amateure bereits diesen Freitag, kommt doch der First Vienna Football Club zu Besuch. Zuletzt gastierten die Blau-Gelben im Oktober 1991 gegen die Kampfmannschaft der Wiener Austria in einem Pflichtspiel im Franz Horr-Stadion.  Pikant: Zweifacher Torschütze beim 3:0-Sieg für die Veilchen war der heutige Vienna-Coach Peter Stöger. Das letzte Pflichtspielduell der Amateure gegen die Döblinger fand in der Ostliga-Meistersaison der Amateure i 2004/05 (0:0) statt.

 

Einen wichtigen Part könnte in diesem kleinen Wiener Derby am kommenden Freitag auch Manuel Wallner spielen. Der gelernte Innenverteidiger, machte für den Chefcoach der „Amas“  nach seiner Verletzungspause auch auf ungewohnter Position im defensiven Mittelfeld eine gute Figur. Ebenso wie Michael Madl, der im Abwehrzentrum zuletzt souverän seinen Mann stand und am Weg zurück zu alter Stärke ist.

 

Etwas mehr Anlaufzeit dürfte dagegen noch Angreifer Rad Djokic brauchen mutmaßt Dihanich: „Er war sehr bemüht, aber bei ihm war nach der langwierigen Seitenbandverletzung die fehlende Matchpraxis augenscheinlich. In einigen Wochen sieht das bei ihm schon ganz anders aus. Mit dem einen oder anderen Erfolgserlebnis könnte sich dieser Prozess natürlich beschleunigen. Gegen Horn traf der gebürtige Bosnier mit einem satten Schuss bereits die Stange, gegen die Vienna ist sein Visier vielleicht schon wieder um die entscheidenden Zentimeter besser eingestellt… .

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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