09.04.2009, 13:00 Uhr

AMATEURE: ROBERT SARA FORDERT GEGEN ST. PÖLTEN KRATZEN, RAUFEN & BEIßEN

Amateure: Robert Sara fordert gegen St. Pölten kratzen, raufen & beißen

Zuletzt lief es bei den Austria Amateuren nicht gerade nach Wunsch. Grund genug für Amateure-Co-Trainer und Austria-Legende Robert Sara aufzuzeigen, dass in den vergangenen Partien auch viel Pech im Spiel war, aber die Jungveilchen nach einer Kopfwäsche schon bald wieder auf die Erfolgsstraße zurückkehren werden.

 

In den vergangenen vier Spielen setzte es für die Austria Amateure vier Niederlagen. Worin sehen Sie die Gründe für diesen Hänger?
Es haben bei uns gleich einige Faktoren zusammengespielt. Vorauszuschicken ist einmal, dass im Herbst mit Markus Suttner, Aleksandar Dragovic, Eldar Topic und Lukas Mössner gleich vier Spieler, die jetzt bei der Kampfmannschaft sind, noch regelmäßig für die Amateure zum Einsatz kamen. Das ist jetzt nicht mehr der Fall und sicher ein Mitgrund dafür, warum wir uns derzeit etwas abmühen. Hinzu kommt, dass es in den vergangenen Partien wirklich nicht glücklich für uns gelaufen ist.


Was meinen Sie damit konkret?
In Lustenau haben wir aufgrund zweier Tormannfehler verloren und auch das Match gegen die Red Bull Juniors war bis zu einem haltbaren Gegentreffer ein klassisches Remis. Dafür hat uns Jakub Jakubov kurz zuvor mit sensationellen Paraden den Aufstieg ins Cup-Semifinale gesichert. Leistungsschwankungen sind aber bei jungen Spielern, wie Jakub einer ist, bis zu einem gewissen Grad völlig normal. Man darf nie vergessen, dass die Amateure fast eine reine Ausbildungsmannschaft sind. Solcher Hoppalas und Fehler gehören zum Lernprozess, auch wenn sie Punkte kosten. Gegen die Admira haben wir schließlich ein sehr gutes Spiel abgeliefert und mangels Cleverness in der Nachspielzeit einen mehr einen verdienten Punkt hergeschenkt. Vergangene Woche hatte Leoben in der ersten Hälfte keine einzige Torchance. Nach der Pause war bei beiden Toren innerhalb von nur einer Minute mehr Zufall denn System im Spiel. Unsere junge Truppe hat in den vergangenen Partien also ordentlich Lehrgeld bezahlt.

 

Wie reagiert man in solch einer Situation als Betreuerteam?
Trainer Hans Dihanich fand zu Wochenbeginn sehr klare Worte und ich kann nur hoffen, dass dieser Wink mit dem Zaunpfahl verstanden wurde. Seit dieser Aussprache ging ein Ruck durch die Mannschaft. Im Training haben die Burschen danach sehr intensiv und konzentriert gearbeitet. Es ist zu hoffen, dass diese starken Leistungen am Freitag gegen St. Pölten auch unter Wettkampfbedingungen bestätigt und in Punkte umgesetzt werden können.

 

Wie sehen Sie die Chancen, am Freitag gegen St. Pölten auf die Siegerstraße zurückzukehren?
St. Pölten hat als Aufsteiger einen sensationellen Herbst absolviert, aber insgesamt doch über seinen Verhältnissen gespielt. Im Frühjahr kam der erwartete, kleine Einbruch. Dennoch, speziell offensiv, sind die Niederösterreicher auch weiterhin eine ganz gefährliche Truppe. Wir müssen kratzen, rutschen und beißen, wenn wir gegen sie erfolgreich sein wollen.“

 

Wie sieht es vor diesem wichtigen Spiel personell aus?
Was die Aufstellung angeht, strecken wir uns absolut nach der Decke. Marin Leovac und Christian Haselberger sind weiterhin verletzt. David Harrer zog sich einen Sehnenriss in der Hand zu, muss operiert werden und fällt fast ein Monat aus. Mit Raphael Rathfuss und Daniel Schöpf müssen noch zwei weitere Spieler aufgrund einer Sperre pausieren. Es wird für diese Partie extrem eng, da fast die halbe Startelf fehlt. Voraussichtlich werden daher unsere U17-Teamspieler Phillipp Koblicek und Marco Bayer ins Team aufrücken. Selbst diese sehr dünne Personaldecke ist für mich aber kein Grund zur Ausrede. Die Situation ist schwierig, aber mit dem entsprechenden Willen werden wir auch mit dieser Mannschaft St. Pölten in Bedrängnis bringen.