27.02.2009, 21:15 Uhr

ALTACH BLAMIERT UNS ZUM START IN DIE RÜCKRUNDE

Altach blamiert uns zum Start in die Rückrunde

Wir wollten mit einer wunderbaren Leistung in das Frühjahr starten. Stattdessen erlebten wir im Ländle unser blaues Wunder. Niederlage gegen einen Abstiegskandidaten, kaum Torchancen und damit schon nach dem ersten Bundesliga-Auftritt im Jahr 2009 unter Druck.   


Eine rund erneuerte Altacher Mannschaft schickte Georg Zellhofer gegen seinen Ex-Klub aufs Feld. Gleich sechs Neuzugänge (Vorisek, Pa, Schicklgruber, Jun, Djordjevic und Radonjic) packte er in seine Grundelf, mit der er die Vorarlberger vor dem Gang in die ADEG-Liga retten möchte und die Austria beim Frühjahrs-Auftakt zu Fall bringen wollte.

 

Und die Violetten taten sich von Beginn an sehr schwer, obwohl sie bereits nach fünf Minuten die Riesenchance auf die Führung hatten: Flanke von Bazina auf Acimovic, der mit einem Volley aus wenigen Metern Schicklgruber direkt in die Hände schoss. Schade, damit hätte man dem Gegner gleich die Schneid‘ abgekauft.

 

Danach wurde Altach besser und kam durch eine Unachtsamkeit in der Austria-Abwehr auch zur billigen Führung: Vorisek flankte zur Mitte, Bak scherzte mit dem Kopf ab, der Ball sprang Standfest auf die Schulter und von dort an Safar vor bei ins Tor (17.). Altachs Publikum spekulierte gleich mit der Sensation, allerdings setzten die in neuen Vereinsfarben angetretene Zellhofer-Truppe zu unserem Glück kaum nach.

 

Stattdessen setzte sich bis zur Halbzeit immer mehr die Qualität der Austria durch, die ohne Überraschung in der Aufstellung in die Saison startete. Mit dem 4-3-2-1-System, mit Solospitze Okotie, der gegen die defensiv orientierten Gastgeber aber kaum zur Geltung kam. Ebenso Acimovic und Bazina, die hinter ihm agierten.

 

Fast mit dem Pausenpfiff gelang der Ausgleich: Freistoß Acimovic zur Mitte, Djordjevic köpfelte vor dem aus dem Tor stürmenden Schicklgruber weg, Sulimani setzte den Abpraller aus 13 Metern hoch ins kurze Eck (45.). Alles war wieder offen, aber Violett spielte dennoch behäbig, hatte kaum Überraschungsmomente, musste aufpassen.

 

Diese Befürchtung wurde nach genau einer Stunde wahr. Weil der FAK kaum Druck aufbauen konnte und der SCR eine Standardsituation nützte: Freistoß-Bombe von Vorisek aus 30 Metern, Safar reagierte zu spät – 2:1 (60.).

 

Altach blamierte die Austria damit, die zwar im Schlussspurt versuchte mehr nach vorne zu spielen, aber kaum Möglichkeiten für den Ausgleich vorfand. Weil Thomas Krammer die fünfte Gelbe bekam, ist er gegen den LASK am Samstag gesperrt.  

 

Bis Dienstag muss man diesen Tiefschlag verdaut haben, denn im Cup-Viertelfinale bei Sturm Graz (20:30 Uhr, live in ORF 1) zählt nur ein Erfolg, sonst wird es extrem eng mit einem Startplatz im Europacup.   

     

Altach: Schicklgruber; Mimm, Djordjevic, Guem, Sonko Pa (80., Stückler); Jun, Vorisek, Koch, Ze Elias (71., Karatay), Schoppitsch; Radonjic (84., Konrad).

 

FK Austria Wien: Safar; Standfest, Bak, Schiemer, Majstorovic; Krammer (84., Sun), Blanchard, Sulimani; Acimovic, Bazina (67., Topic); Okotie (71., Diabang).

 

Gelb: Djordjevic, Pa, Schoppitsch, Jun; Blanchard, Krammer (gesperrt), Diabang.

 

Tore: Standfest (17./E), Vorisek (60./F.); Sulimani (45.).

SR Einwaller; 5.214.

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 11 25
2. FC Red Bull Salzburg 11 24
3. SK Rapid Wien 11 19
4. FK Austria Wien 11 18
5. FC Flyeralarm Admira 11 17
6. LASK 11 13
7. CASHPOINT SCR Altach 11 13
8. RZ Pellets WAC 11 12
9. SV Mattersburg 11 7
10. SKN St. Pölten 11 2
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