22.05.2009, 12:08 Uhr

ALMER: "WIR HABEN GUTE NERVEN"

Almer: "Wir haben gute Nerven"

Robert Almer ist nicht unbedingt die Sorte Tormann, wie man es kennt. Er äußert sich eher bedacht, tritt nicht als Wortführer auf – laute Töne wird man von ihm selten hören. Am Sonntag im Cupfinale gegen Trenkwalder Admira (16:30 Uhr) wird die Nummer 2 der Austria wieder in das erste Glied rücken, da Szabolcs Safar mit einem Muskelfaserriss für den Rest der Saison ausfällt. Für den 25jährigen ist diese Drucksituation aber null Problem, obwohl er in dieser Saison erst vier Bundesliga-Einsätze hatte.

 

Robert, du wirst in der Sommerpause heiraten, feierst du diesen Freudentag als Cupsieger?
„Das wäre natürlich eine tolle Sache, aber in erster Linie zählt nicht, ob ich als Cupsieger heirate, sondern dass die Mannschaft einen Titel holen kann. Wir werden uns im Vergleich zum LASK-Spiel aber steigern müssen, sonst stehen wir mit leeren Händen da. Das wäre ganz bitter.“

 

Ihr habt vor dem Training am Freitag eine Besprechung gehabt, worum ist es da gegangen?
„Das bleibt in der Kabine, es würde uns jetzt auch nichts nützen, irgendetwas hinauszuposaunen. Fakt ist, dass wir an den Titel glauben und das müssen wir auch auf dem Platz so zeigen. Wir können auf einem ganz anderen Niveau als in Linz spielen und dessen müssen wir uns wieder besinnen. Gegen die Admira werden wir ganz anders auftreten. Jedem wird bewusst sein, dass wir nicht nur einen Titel gewinnen, sondern auch den Europacup-Startplatz holen können.“

 

Wie gehst du mit deiner Position um, du könntest am Sonntag eine zentrale Rolle als Schlussmann spielen?
„Es ist jedenfalls kein Problem für mich, auf den Tag X punktgenau vorbereitet zu sein, dafür trainiere ich täglich. Als Tormann muss man genau so wie ein Feldspieler immer wieder Spannung aufbauen, aber ich bin bereit, mein Bestes zu geben.“

 

Was denkst du über das Cupfinale am Sonntag?
„Wir müssen den Frust über diese Niederlage in Linz so schnell wie möglich vergessen machen. Das Schlimmste daran ist, dass wir uns dadurch gegenüber Sturm Graz wieder aus unserer guten Position gebracht haben, denn mit zwei Siegen wären wir als Dritter schon für die UEFA Europa League qulifiziert gewesen, so müssen wir zittern. Wir haben es dennoch selber in der Hand, dass es letztendlich doch eine erfolgreiche Saison werden kann, auf die wir alle stolz zurückblicken können. Zudem stehen wir in einem Finale, in dem andere auch sehr gerne stehen würden. Das alleine ist ein Höhepunkt, denn sehr oft steht man in seiner Karriere nicht in einem Cup-Endspiel.“

 

Deine Zuversicht ist also riesengroß?
„Wir haben eine erfahrene Mannschaft, die schon des öfteren in solchen Situationen war. Wir dürfen uns zwar keine Fehler erlauben, aber ich glaube, dass wir die gute Nerven haben. Bei solchen Spielen war die Austria in der Vergangeheit immer sehr stark. Das zu wissen, ist auch ein mentaler Pluspunkt.“