07.07.2009, 22:59 Uhr

3:0 - DICKE REGEN- UND WERMUTSTROPFEN IN ZWETTL

3:0 - Dicke Regen- und Wermutstropfen in Zwettl

Manchmal dauerte ein Spiel länger als 90 Minuten. Das heutige in Zwettl hat 112 gedauert, weil es wegen einer gewaltigen Gewitterzelle für 22 Minuten unterbrochen werden musste.

 

Erst stand das Testspiel des FK Austria Wien in Zwettl am Rande einer Absage, dann konnte es aber doch unter halbwegs regulären Bedingungen über die Bühne gebracht werden. Nach exakt 16:05 Minuten musste der Schiedsrichter nämlich vorläufig abbrechen, Grund dafür war ein gewaltiges Sommergewitter mit heftigen Regenschauern und zuckenden Blitzen.

 

Sehr lange und tapfer hat sich die Gegend rund um Zwettl gegen die Unwetter, die schon den ganzen Tag über durch Österreich gezogen sind, gewehrt. Aber fast genau mit dem Anpfiff um 19 Uhr ging es auch im Waldviertel richtig los, kamen die Wassermassen vom Himmel.

 

AG-Vorstand Thomas Parits zum kurzzeitigen Spielabbruch: „Wir hatten vollstes Verständnis dafür, die Gesundheit der Spieler geht immer bevor. Ich habe selber früher jedes Training abgebrochen, wenn es geblitzt hat.“

 

Da das Gewitter aber rasch vorüberzog, konnte nach 22 Minuten Unterbrechung die Partie vor knapp 1.000 Besucher fortgesetzt werden. Obwohl der Platz sensationell viel Regenwasser in sich aufsog, bildeten sich stellenweise Lacken, in denen der Ball manchmal stecken blieb, dennoch konnte das Spiel zu Ende gebracht werden.

 

Trainer Karl Daxbacher hätte also fast ein Spiel gefehlt, in dem er wieder ein Mosaiksteinchen mehr für seine derzeitige Einsergarnitur hätte finden können. Begonnen hat er wieder mit einem 4-4-2-System, an dem es derzeit offenbar nichts zu rütteln gibt. Aber die Grundformation hatte er abermals gegenüber dem letzten Test gegen St. Petersburg durchgemixt.

 

Statt Ortlechner mit Suttner in der linken Viererkette, im Mittelfeld kurbelten Sulimani und Liendl statt Junuzovic und Klein, im Angriff durfte Topic statt dem angeschlagenen Jun ran. Aussagekräftige Rückschlüsse sind aufgrund des schwer bespielbaren Bodens kaum zu machen.

 

Zur Pause brachte Daxbacher ein halbes Dutzend neuer Spieler, darunter auch den letzten Neuzugang Manuel Wallner, der von Grödig gekommen ist. Er bildete gemeinsam mit Ortlechner das Innenverteidiger-Pärchen, an den Seiten bekamen Krammer und Leovac wertvolle Einsatzminuten, im Mittelfeld  durften Junuzovic und Klein ran gegen eine gut spielende Zwettler Mannschaft.

 

Zu den Regentropfen kamen auch noch zwei dicke Wermutstropfen: Milenko Acimovic (machte auf dem glitschigen Boden einen schlechten Schritt) und Rubin Okotie (verdrehte sich das Sprunggelenk bei einem Zweikampf) mussten verletzt vom Platz, die medizinischen Untersuchungen am Mittwoch werden weitere Aufschlüsse über den jeweiligen Verletzungsgrad liefern.

 

Die Tore:
1:0 Sulimani – Weitschuss.
2:0 Topic – per Kopf.
3:0 Junuzovic – Einzelaktion.

 

FK Austria Wien, 1. Hälfte: Lindner; Standfest, Bak, Dragovic, Suttner; E. Sulimani, Vorisek, Liendl, Acimovic; Topic, Okotie (35., B. Sulimani).

 

2. Hälfte: Lindner; Krammer, Wallner, Ortlechner, Leovac; Klein, Junuzovic, Liendl, E. Sulimani; Topic, B. Sulimani.

 

Tore: Sulimani (16.), Topic (50.), Junuzovic (60.).

Es fehlten: Hattenberger (Adduktoren-Verhärtung), Jun (Muskelverhärtung in der Schienbeinmuskulatur), Baumgartlinger (grippaler Infekt), Safar, Madl (beide noch im Aufbau).

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
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