20.08.2009, 23:10 Uhr

2:2, ABER SIEG IN DER NACHSPIELZEIT VERSCHENKT

2:2, aber Sieg in der Nachspielzeit verschenkt

Der FK Austria Wien hat den Grundstein für einen internationalen Herbst vorerst einmal gelegt. Mit jeweils einem Treffer zu Beginn jeder Halbzeit, wobei einer schöner als der andere war. Das Tor zur Gruppenphase der Europa League steht damit offen, auch wenn  bestimmt noch heiße 90 Minuten am kommenden Donnerstag beim Rückspiel im Horr-Stadion (19:15 Uhr) warten. Aber der Sieg war zum Greifen nah, wurde durch eine unnötige gelb-rote Karte von Momo Diabang verschenkt.

 

Bereits nach sieben Minuten hat es „Summ“ gemacht. Nachdem Baumgartlinger rund 22 Meter vor dem Tor von Metallurg gefoult wurde, zeigte wieder einmal Milenko Acimovic sein feines „Pratzerl“. Der Kapitän versenkte den Freistoß seelenruhig im kurzen Eck zum 1:0.

 

Besser kann man in ein Auswärtsmatch nicht starten. Die 2.900 Ukrainer im alten, halbverfallenen Stadion verstummten, die 100 Violetten, die die Reisestrapazen auf sich genommen hatten, jubelten mit der Mannschaft, die ohne Rubin Okotie in diese Partie gegangen war. Seine Sehnenreizung im Kniegelenk wurde über Nacht nicht besser, er war nur auf der Bank.

 

Sein Ersatz unterstrich abermals seine momentane Topform. Nach seinen Treffern gegen Novi Sad und Würmla (Cup) gelang Diabang unmittelbar nach der Pause ein Zaubertor“: Flanke vom eingewechselten Klein, Momo stoppte sich den Ball akrobatisch und versenkte ihn nach einer Drehung flach im langen Eck (48.). Diese beiden Treffer könnten für die Austria Goldes wert sein, denn der Einzug in die Gruppenphase würde auch finanziell neue Dimensionen garantieren.

 

Metallurg ließ aber nie locker, glich durch Kingsley nach 17 Minuten sogar aus und hatte auch danach einige sehr gute Möglichkeiten, die aber allesamt vorerst von Szabolcs Safar zunichte gemacht wurden.

 

Julian Baumgartlinger, der wie erwartet als zweiter „Sechser“ im Mittelfeld für die defensive Absicherung sorgte, hätte beinahe auch offensiv seine Visitenkarten hinterlassen, aber nach einem Junuzovic-Stangler aufs lange Eck traf er aus wenigen Metern nicht ins leere Tor, sondern nur daneben.

 

Diabang brachte sich Mitte der zweiten Hälfte allerdings selber etwas um den wohlverdienten Lorbeer. Nach zwei gelben Karten wegen Unsportlichkeit, die beide unnötig wie Fieber waren, musste er vom Platz, fehlt damit im Rückspiel und brachte seine Kameraden so auch unnötig in Bedrängnis. Denn es folgte eine Schlussoffensive der Ukrainer, die in der Nachspielzeit mit dem 2:2 endete, als Dimitrov aus kurzer Distanz noch das 2:2 erzielen konnte. Ärgerlich!

 

Nach 90 Minuten waren wir mit (fast) zwei Beinen in der Gruppenphase, nach 92 sind wir es aber immer noch mit eineinhalb. Der Showdown folgt in einer Woche in Wien, da muss das Horr-Stadion wieder wie eine Wand hinter unserer Mannschaft stehen!

 

Metallurg: Disljenkovic; Sergio, Checher; Korotezkij, Wolowijk (68., China); Godin (57., Tanasa), Makridis (73., Fabio), Lazic, Dimitrow, Mchitarjan, Kingsley.

 

FK Austria Wien: Safar; Standfest, Bak, Dragovic, Ortlechner; Junuzovic (46., Klein), Vorisek, Baumgartlinger, Acimovic (84., Suttner); Jun, Diabang.

 

Gelb: Kingsley, Lazic; Standfest, Klein, Diabang, Jun, Baumgartlinger.

 

Gelb-Rot: Diabang (71.).

 

Tore: Kingsley (17.), Dimitrov (92.); Acimovic (7./F.), Diabang (48.).

 

Donezk; 3.000; SR Koukoulakis.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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