19.07.2009, 20:45 Uhr

1:2 – IN DER NACHSPIELZEIT KAM DER HAMMER

1:2 – In der Nachspielzeit kam der Hammer

Geführt und doch verloren, hat der FK Austria Wien bei seinem Auftaktspiel in Salzburg. Fußball kann so hart sein, denn erst in der 91. Minute fiel der entscheidende Gegentreffer, nachdem uns Zlatko Junuzovic bereits von einem gelungen Start in das Spieljahr 2009/10 träumen ließ.

 

Mit fünf Neuzugängen und einem für diesen Gegner neuen Motto probierte es Karl Daxbacher – Angriff ist die beste Verteidigung! Petr Vorisek als einziger defensiver Mittelfeldspieler, also mit fünf Offensivkräften, die den Salzburgern das Leben schwer machen sollten.

 

Aber der Meister mit dem Dublin-Trauma hielt dagegen, spielte selber munter drauf los und belagerte die Hälfte der Violetten. Richtig gefährlich wurde es aber nur, wenn Marc Janko am Ball war, und nachdem der baumlange Center mit einem Volley nur die Stange traf (25.), schlugen die Veilchen eiskalt zu.

 

Quasi mit der ersten Möglichkeit, die aber eine sensationelle Kombination im Vorlauf hatte: Junuzovic rechts raus auf Klein, der per Kopf zu Jun, der Tscheche ließ abprallen und Junuzovic schlenzte den Ball gefühlvoll ins lange Eck (28.). Das nennt man Effizienz, denn bis zu diesem Treffer hatte Bullen-Keeper Gustafsson außer bei Standardsituationen kaum etwas zu tun.

 

Obwohl Salzburg, die mit zwei Neuzugängen in die Partie gegangen waren, prompt antwortete - Janko nagelte aus fünf Metern aber übers Tor – blieb es sehr zur Freude der mehr als 1.000 mitgereisten Austria-Anhänger bis zur Pause bei der Führung. 

 

Was bei diesem Rückstand aus Salzburger Sicht folgte, war klar: Ein Sturmlauf auf den Kasten von Robert Almer, der sich zwar vielen Angriffen gegenüber sah, aber in Wahrheit auch kaum etwas zu halten hatte, da nur wenig Bälle direkt aufs Tor gingen.

 

Die Austria verlagerte sich mit dem Vorsprung logischerweise aufs Kontern und verstärkte mit Hattenberger statt Jun die Defensive. Dennoch hatte man immer auch ein wenig das Gefühl, dass es auf Dauer schwer werden würde, die rollenden Angriffe schadlos zu überstehen. Erstmals passiert ist es dann nach einem Freistoß von Svento, den Bak ausputzen wollte, dabei Zickler anschoss, von dessen Schienbein die Kugel im Eck landete (70.). 

 

Der Druck der Bullen wurde jetzt noch größer und alles wurde überstanden (Janko traf per Kopf nur die Stange, 87., Zickler verfehlte einen Lochpass um Zentimeter, 88.) aber ausgerechnet, als sich die Veilchen bereits über den Punkt und damit über einen gelungen Saisonauftakt freuen wollten, schlug der Hammer in Person von Somen Tchoyi zu: Der bullige Kameruner traf nach einer Ecke mit einem wuchtigen Schuss unter die Latte zum 2:1 (91.).

 

Red Bull: Gustafsson; Schwegler, Sekagya, Dudic, Ulmer; Mahop (40., Tchoyi), Leitgeb, Augustinussn, Ilic (61., Zickler), Jezek (55., Svento); Janko.

 

FK Austria Wien: Almer; Standfest, Bak, Dragovic, Ortlechner; Klein, Vorisek, Junuzovic (82., Suttner), Acimovic; Jun (66., Hattenberger), Okotie.

 

Gelb: Svento; Standfest, Ortlechner.

 

Tore: Zickler (70.), Tchoyi (91.); Junuzovic (28.)

13.500; Wals-Siezenheim, SR Drabek.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
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