25.08.2009, 16:20 Uhr

"ZLADI" JUNUZOVIC SCHWITZT FÜR KLEINE CHANCE AUF DERBY-COMEBACK

"Zladi" Junuzovic schwitzt für kleine Chance auf Derby-Comeback

Es passierte in der ersten Halbzeit des Spiels der Wiener Austria in Donezk vor knapp einer Woche: das linke Knie von Zlatko Junuzovic schwoll innerhalb weniger Minuten gewaltig an und der Youngster musste schon zur Pause in der Kabine bleiben. Nach genaueren Untersuchungen wurde laut Austria-Masseur Christoph Ogris zum Glück nur eine Überbelastung einer alten Seitenbandverletzung aus dem Frühling festgestellt: „Aufgrund der englischen Wochen war das nötige Krafttraining für sein Knie nur bedingt möglich und darauf hat der geschwächte Muskelapparat in diesem Bereich jetzt reagiert.“

 

Mittlerweile ist die Schwellung dank Lymphdrainagen und anderer Therapien nahezu abgeklungen! An einen Matcheinsatz ist laut Junuzovic derzeit trotzdem noch nicht zu denken: „Ich muss die entsprechenden Muskelpartien stärken. Sonst habe ich in wenigen Wochen wieder ähnliche Probleme.“ Die Devise heißt also, nichts übereilen. Gerade in der „Woche der Wahrheit“ mit dem entscheidenden Europacupspiel gegen Metalurg Donezk und dem großen Wiener Derby ist das für den neuen violetten Antreiber alles andere als leicht: „Klar bin ich etwas frustriert, aber es hätte auch weitaus schlimmer kommen können. Ich schiebe im Rahmen der Möglichkeiten Einheiten am Ergometer und in der Kraftkammer, um so schnell wie möglich fit zu werden.“

 

Das Play-off-Match gegen Metalurg dürfte aber trotz aller Bemühungen zu früh kommen, fürchtet Junuzovic: „Nach derzeitigem Stand kann ich frühestens wieder am Freitag ins leichte Mannschaftstraining einsteigen. Wenn kein Wunder passiert, werde ich gegen Metalurg nur von der Tribüne aus die Daumen drücken können.“ Eine Perspektive, die ihm sichtlich wenig Freude bereitet: „Ich bin dort immer drei Mal so nervös wie auf dem Platz und werde gewaltig rotieren.“

Beruhigend ist hier nur die Gewissheit, trotzdem gute Chancen auf den Aufstieg zu haben: „Unser starker Kader kommt uns jetzt zu Gute. Überheblichkeit wäre aber dennoch völlig fehl am Platz. Alle im Team sind voll auf dieses große Ziel fokussiert.“

 

 

Beim Gegner selbst ortet er Licht und Schatten: „Offensiv sind sie stark und schwer auszurechnen, weil fast ausnahmslos alle bei Metalurg wirklich Fußball spielen können. Besonders Kingsley auf der rechten Außenbahn war kaum zu halten. Klare Defizite haben sie dafür im Abwehrbereich. Schon in Donezk kamen wir, für ein Auswärtsspiel, zu vielen Möglichkeiten. Mit unseren Fans im Rücken werden wir sie noch mehr unter Druck setzen und genügend Möglichkeiten bekommen, die Partie zu unseren Gunsten zu entscheiden.“

 

Der angesprochene  Austria-Anhang könnte für Junuzovic nicht nur am Donnerstag, sondern auch beim Wiener Derby, den entscheidenden Unterschied machen: „Gegen Novi Sad haben die Fans und die Mannschaft gespürt, was möglich ist. Mit einer ähnlichen Performance von den Rängen, sehe ich für diese beiden Schlager alle Chancen.“

 

Inwieweit ein Comeback gegen Rapid ein Thema ist, kann „Zladi“ noch nicht abschätzen: „Wir müssen die Entwicklung der nächsten Tage abwarten. Ich traue mich keine Prognose abzugeben. Leicht wird es auf alle Fälle nicht.“ Zumindest emotional  ist unser Offensivturbo schon jetzt topmotiviert für diesen Kracher gegen den Erzrivalen aus Hütteldorf: „In Österreich ist es das Spiel der Spiele. Es gibt nichts Größeres und ich werde alles geben, um zumindest auf der Ersatzbank dabei zu sein.“

 

Die Austria-Anhänger würde es jedenfalls freuen, wenn der sympathische Youngster bereits im Derby wieder aufgeigen könnte. Bester Beweis, dass unsere Nummer 16 bereits nach wenigen Wochen die Fanherzen im Sturm erobert hat: sein Trikot hat es auf Anhieb mit Milenko Acimovic und Rubin Okotie unter die Top 3 der Verkaufscharts geschafft.

 

Du würdest gerne einmal ein Match gegen „Zladi“ und die anderen Austria Stars bestreiten? Am Tag der offenen Tür, am 13. 9. 2009, kannst Du mit etwas Losglück dabei sein!

 

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 8 15
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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