20.10.2009, 13:00 Uhr

"EURO-SULI" BRENNT GEGEN BREMEN AUF DEN DRITTEN STREICH

"Euro-Suli" brennt gegen Bremen auf den dritten Streich

In den bisherigen Heimspielen der Wiener Austria im Europacup war Emin Sulimani ein Torgarant. Zwei Mal war er in dieser Saison im Horr-Stadion im Einsatz und genauso oft holte der Youngster die Kastanien für Violett bereits aus dem Feuer. Gegen Novi Sad (4:2) traf er per Kopf zum 2:2, ehe er mit einer Maßflanke noch das 3:2 durch „Momo“ Diabang mustergültig vorbereitete. Und Austrias Flankenturbo war es auch, der die Veilchen gegen Metalurg Donezk (3:2 n.V.) in die Europa League-Gruppenphase schießen sollte. 115 Minuten waren in der Verlängerung schon gespielt und die Zuschauer rechneten schon mit einem nervenaufreibenden Elfmeterschießen. Sulimani und nicht, wie erwartet Acimovic, trat zum Freistoß aus 25 Metern an und verwandelte das Horr-Stadion dank eines Flatterball-Tores in ein komplettes Tollhaus.

 

Ähnliche Szene wünschen wir uns selbstverständlich auch gegen Werder Bremen. Geht es rein nach dem Gesetz der Serie, dann stehen die Chancen für den dritten Streich von Emin nicht schlecht. Im ersten Gruppenphasen-Heimspiel gegen Nacional Funchal stand er nicht auf dem Platz und konnte somit die kleine Erfolgsserie im Europacup nicht prolongieren. Gegen die Norddeutschen darf er sich aber berechtigte Hoffnungen auf einen Einsatz machen. Vor allem auch, weil Sulimani vergangenes Wochenende beim vielumjubelten 1:0-Heimerfolg gegen Red Bull Salzburg zu überzeugen wusste. So lieferte er beispielsweise den beinahe-Assist zum 2:0, als Zlatko Junuzovic in Hälfte zwei alleine vor Salzburg-Keeper Eddie Gustafsson scheiterte und zählte auch sonst zu den Aktivposten.

 

Das bereits in der Schinkels-Meistersaison praktizierte Tannenbaumprinzip mit einer 4-3-2-1-Aufstellung siehr die violette Nummer 23  als gelungenes Experiment an: „Speziell für uns an den Flügeln war es eine extrem laufintensive Variante, weil wir defensiv die Seiten zu gemacht haben und gleichzeitig auch im zentralen Mittelfeld Löcher stopfen mussten. Der Erfolg gibt uns aber Recht. Salzburg ist nie richtig ins Spiel gekommen, weil wir dieses Konzept konsequent durchgezogen haben.“

 

Ein kleiner Lernprozess für den 23-Jährigen, der noch in Bilbao nicht so richtig ins Spiel fand und nach sieben Liga-Einwechslungen gegen die Bullentruppe erstmals in dieser Meisterschaft in der Startelf stand. Genau diesen positiven Trend will Sulimani auch in die kommenden Aufgaben mitnehmen: „Am Wochenende gegen den LASK wollen wir nach den Siegen gegen Mattersburg und Salzburg die neun Punkte im Meisterschafts-Heim-Triple perfekt machen. Alles andere als eine leichte Aufgabe, denn während wir gegen Werder das Letzte aus uns herausholen werden, wird der LASK ausgeruht in die Partie gehen. Gegen Bremen können wir nur gewinnen. Aber auch wenn wir mit den Ausfällen von Leistungsträgen wie Okotie, Jun, Dragovic, Safar oder den gesperrten Suttner die halbe Stammelf vorgeben müssen, ist noch etwas möglich. Der Kader ist gut, sicher der Beste, seit meiner Ankunft vor über zweieinhalb Jahren. Jetzt bekommt die zweite Reihe eine Chance und es liegt an jedem selbst, diese Möglichkeit zu nützen und sich international zu präsentieren.“

 

Seinen potentiellen Gegenspieler auf der linken Angriffsseite hat Sulimani mit Bremens Nummer 8,  Clemens Fritz, bereits ausgemacht: „Ein guter Mann, aber sicher nicht unüberwindbar. Naldo oder Per Mertesacker sind noch andere Kaliber. Vielleicht geht da etwas.“ An den Austria-Fans und der mittlerweile berühmt berüchtigten, engen Europacup-Atmosphäre im Horr-Stadion wird es für Sulimani nicht scheitern, die Sensation zu schaffen: „In den bisherigen Heimspielen gegen Novi Sad, Metalurg und Funchal hat der Rasen im Horr-Stadion gebrannt. Im Vergleich zum Duell mit Werder, war das aber wahrscheinlich noch gar nichts. Immer, wenn es in Österreich gegen deutsche Teams geht, dann wird erst richtig losgelegt.“

 

Wer bisher noch nicht das Glück hatte, ein Ticket für diese bereits restlos ausverkaufte Schlagerpartie zu bekommen, hat heute noch die Möglichkeit, die letzten heißbegehrten Karten auf www.fk-austria.at sowie unter www.facebook.com/fkaustria (offizielle Facebook-Seite der violetten Fangemeinde) zu gewinnen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. CASHPOINT SCR Altach 10 19
3. FC Red Bull Salzburg 9 18
4. SK Rapid Wien 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. FC Admira Wacker Mödling 10 12
7. SV Guntamatic Ried 9 11
8. RZ Pellets WAC 10 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 10 5
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