26.07.2008, 00:00 Uhr

WENN MAN SICH ZIELE STECKT, SOLLTEN SIE ERREICHBAR SEIN. JENE DES FK...

Wenn man sich Ziele steckt, sollten sie erreichbar sein. Jene des FK...

Wenn man sich Ziele steckt, sollten sie erreichbar sein. Jene des FK Austria Wien sind allesamt so ausgelegt, dass sie realistsich sind und nicht wie die leckere Karotte am langen Stab vor der Nase des Esels herumbaumeln. Nach dem ersten Viertel der Meisterschaft darf man im Lager der Violetten deswegen auch ein wenig stolz sein, denn der Spagat zwischen Bundesliga, Cup und UEFA-Cup wurde bislang sehr gut bewältigt. Trainer Karl Daxbacher will freilich noch mehr. Herr Daxbacher, wie fällt Ihre persönliche Bilanz bislang aus? Ich bin zufrieden. Von den erreichten Punkten liegen wir in unserer Marschtabelle im Soll, natürlich gibt es das eine oder andere, das verbesserungswürdig ist. Zum Beispiel? Wir mussten in einigen Heimspielen einem Rückstand nachlaufen, haben es aber immer wieder gedreht. Das kostet einerseits Kraft und wird andererseits nicht immer gut gehen. Aber aus neun Meisterschaftsspielen nur eine Niederlage zu kassieren, ist sehr ordentlich. In Wahrheit sind wir sehr gut unterwegs, auch weil wir bereits ein Auswärtsspiel mehr als andere absolviert haben. Wenn wir jetzt noch den Einzug in die Gruppenphase schaffen, ist der Start in die Saison voll geglückt. Wir haben jetzt sechs Heimspiele in Serie gewonnen, woher kommt diese Stärke? Im Laufe der Spiele hat die Mannschaft begriffen, dass sie präsenter und aggressiver auftreten muss, das hat uns zuvor gefehlt. Und mit den Erfolgen kommt auch das Selbstbewußtsein. Sie haben heuer erst 20 Spieler eingesetzt, greifen aber zumeist auf dieselben 15 oder 16 Akteure zurück. Ist diese „Konstanz“ auch ein kleines Erfolgsgeheimnis? Das ist eine Folge der Erfolge. Wenn es läuft, ändert man nicht viel. Gibt es vom Potenzial her noch Luft nach oben? Wenn es uns gelingt, auch in den restlichen drei Vierteln jeweils 18 Punkte zu machen, dann wären wir Meister. Wir sind gut unterwegs, im Klub herrscht viel Harmonie, die Stimmung im Training und bei der gesamten Austria spiegeln unsere Erfolge wider. In allen Bereichen, von der medizinischen Abteilung bis zu unseren Zeugwarten, wird konzentriert gearbeitet, auch das sind wichtige Bausteine. Abschließend kommen wir noch auf das nächste Heimspiel am Mittwoch gegen Altach zurück. Obwohl wir auswärts gewonnen haben, müssen wir uns die Punkte daheim erst hart erarbeiten, oder? Altach wird sich nicht kampflos ergeben, das steht fest. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht wieder das erste Tor bekommen, das kann aus einer Standardsituation immer wieder passieren. Aber generell sollten wir so stark sein, dass wir sie in die Defensive drängen und uns unsere Möglichkeiten erarbeiten.