12.07.2008, 00:00 Uhr

TROTZ MEISTERSCHAFTS-PAUSE STEHEN BEIM FK AUSTRIA WIEN ALLE UNTER...

Trotz Meisterschafts-Pause stehen beim FK Austria Wien alle unter...

Trotz Meisterschafts-Pause stehen beim FK Austria Wien alle unter Starkstrom. Verantwortlich dafür ist in erster Linie die Eröffnung der neuen Osttribüne am Freitag. Das dichte Rahmenprogramm, die Partie gegen Borussia Dortmund und der Einweihungsakt mit Bürgermeister & Co. halten alle auf Trab. AG-Vorstand Thomas Parits, der heute seinen 62. Geburtstag feiert, hat sich für www.fk-austria.at dennoch Zeit genommen und ein Interview gegeben. Darin spricht er über das UEFA-Cup-Aus, die Tabellenführung, die Saisonziele und vieles mehr. Thomas Parits über… …das 0:0 gegen Kapfenberg: „Die Mannschaft hat alles gegeben, hat sich viele Chancen erspielt, aber das Tor nicht gemacht. So ist das und das muss man rasch abhaken und sich das Positive rauspicken.“ …das Aus im UEFA-Cup: „Ein klassisches Blackout. Die Gedanken daran schmerzen höllisch. Wir waren zwanzig Minuten in Unterzahl und am Ende haben nur Sekunden zum Aufstieg in die Gruppenphase gefehlt. Hätten wir dort den Aufstieg fixiert, hätten wir auch gegen Kapfenberg gesiegt. Alles in allem eine sehr schmerzhafte Woche, denn wir hätten beide Spiele gewinnen können. Es war ein Seiltanz, bei dem wir nicht auf die Butterseite gefallen sind. Zudem ist es schlecht für Österreich, wenn kein Bundesliga-Vertreter mehr dabei ist. Doppelt bitter ist, dass der Europacup für uns bislang ein Nullsummenspiel war, jetzt hätten wir erst mit dem Geldverdienen beginnen können.“ …die Tabellenführung: „Ein Spiegelbild unserer Leistung. Die Punkte hat uns niemand geschenkt, wir haben uns alles hart erarbeitet. Selbst die sechs Zähler gegen Schlusslicht Altach waren kein Selbstläufer. Wir haben im Sommer einen großen Schnitt gemacht, einen neuen Trainer geholt und alle haben sich rasch zusammen gefunden. In der Mannschaft passt es, man spürt ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Vielleicht fehlt es ab und zu an Cleverness, aber mangelnden Einsatz kann man niemandem vorwerfen. …das Potenzial der Mannschaft: „Da ist einiges vorhanden. Wir haben ein konkurrenzfähiges Team, das unter die ersten Drei der Liga kommen kann. Es sagt wohl alles, wenn viele denken, dass wir hinter unseren Erwartungen geblieben sind, denn wir sind Tabellenführer, aber der Lapsus in Posen wurmt nach wie vor alle. Wir sind so selbstkritisch und sagen, dass wir daraus mehr hätten machen können.“ …die Saisonziele: „Wir wollen einen internationalen Startplatz erreichen und haben sowohl in der Meisterschaft wir auch im Cup alle Chancen dafür.“ ...die neue Tribüne: „Ich erwarte mir sehr viel davon. Mein Wunsch ist, dass zu jedem Heimspiel künftig 4.200 Fans auf die Ost gehen, denn so hätten wir immer an die 10.000 Zuschauer. Diese Atmosphäre brauchen wir, sie beflügelt die Spieler. Wir müssen dorthin kommen, wo Lech Posen schon ist, dort hat sich das gesamte Stadion bewegt. Und abgesehen vom Komfort, den wir unseren Zuschauern künftig bieten werden, sind unsere Fans jetzt auch gefordert, selber Propaganda für unser Stadion zu machen. Wenn unsere Gegner auf eine volle Osttribüne hinlaufen, werden sie Respekt haben. Ich bin überzeugt, dass sich einiges zum Positiven ändern wird.“ …das Eröffnungsspiel gegen Dortmund: „Das ist eine super Sache. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Spiele gegen deutsche Bundesliga-Klubs wie ein Feiertag sind. Es wird ein toller Event mit einem würdigen Gegner.“ …das nächste Heimspiel gegen den LASK: „Wenn wir Tabellenführer bleiben wollen, müssen wir zumindest unsere Heimspiele gewinnen. Ich hoffe, dass unsere Teamspieler mit einem Erfolgserlebnis und guter Stimmung zurückkommen, dann werden wir auch die drei Punkte einfahren.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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