22.01.2008, 00:00 Uhr

TROTZ EINER 0:2-NIEDERLAGE BEI RED BULL SALZBURG DARF DIE AUSTRIA-FAMILIE...

Trotz einer 0:2-Niederlage bei Red Bull Salzburg darf die Austria-Familie...

Trotz einer 0:2-Niederlage bei Red Bull Salzburg darf die Austria-Familie auch ein kleines Lächeln aufsetzen. Weil Sturm Graz beim LASK mit 2:1 gewonnen hat und damit die Linzer zwei Punkte hinter uns bleiben, reicht uns ein Heimsieg am kommenden Samstag gegen Fixabsteiger FC Wacker Innsbruck, um in den UEFA-Cup einzuziehen. Aber auch Sturm ist jetzt nur noch zwei Zähler zurück. Ein Finale wie ein Gruselthriller! Wären die Zwischenstände der anderen Spiele, die allesamt zeitgleich stattgefunden haben, während der Partie durchgesagt worden, hätte Salzburg die Handbremse vielleicht im Kopf etwas angezogen. In Wien war schon nach wenigen Minuten alles klar, damit war die Titelfrage rasch vom Tisch und die Mozartknaben kämpften nur noch um die UEFA-Cup-Fixierung. Ohne dieses Wissen trampelten die Bullen aber ständig in Richtung unser Tor und bereiteten der Austria Schmerzen. Obwohl wir diesmal im Mittelfeld kämpferisch dagegen hielten, auch durch einen Kuljic-Kopfball die erste Chance hatten (5.), aber ansonsten fehlten außer einem Blanchard-Weitschuss (23.) im Austria-Spiel die dicken Dinger vor der Pause. Nur einigen Glanztaten von Saso Fornezzi war es zu verdanken, dass wir lange Zeit die Partie offen halten konnten, aber beim Elfmeter von Sasa Ilic (Zusammenstoß Schiemer-Kovac), bei dem der Keeper dennoch die richtige Ecke erraten hatte, war auch er machtlos (43.). So hart es für die Austria-Seele klingen mag, bereits davor hätten zweimal Mahop und einmal Zickler, der aber nur die Latte traf, schon eher scoren können. Die Statistik nach 45 Minuten bestätigte den Eindruck: Salzburg hatte mehr Torschüsse (11 zu 3), aber Austria dieselben Ballkontakte (51 zu 49 %), es war also noch alles drinnen. Vor allem, weil due Bullen nach dem Wechsel zurückfielen und kaum noch zu Chancen kamen. Rubin Okotie (54.) und Jacek Bak (58.) hatten auch zwei gute Chancen, aber der erlösende Ausgleich, der im Kampf um das UEFA-Cup-Ticket so wichtig gewesen wäre, wollte einfach nicht fallen. Zumindest nicht in Salzburg, dafür aber in Linz bei unserem direkten Europacup-Konkurrenten. Der LASK führte bis zur 79. Minute gegen Sturm mit 1:0, kassierte dann aber durch einen Doppelschlag zwei Stück und bleibt damit hinter uns. Fast zeitgleich damit fiel die Entscheidung bei uns durch ein Kontertor von Alex Zickler, Okotie traf auch noch, allerdings wurde der Treffer wegen Abseits aberkannt. Red Bull Salzburg: Ochs; Steinhöfer, Vargas, Skagaya, Pamic (62., Meyer); Ilic, Carboni, Kovac, Jezek (59., Vonlanthen); Zickler, Mahop (73., Leitgeb). FK Austria MAGNA: Fornezzi; Standfest, Bak, Schiemer, Gercaliu; Aigner (16., Lafata), Blanchard (66., Vachousek), Radomski, Acimovic; Okotie, Kuljic (62., Mair). Gelb: Mahop, Steinhöfer, Ilic, Kovac, Zickler; Blanchard, Radomski. Tore:  Ilic (43., Elfmeter), Zickler (81.). SR Einwaller; 17.500.