18.10.2008, 00:00 Uhr

SCHÖN, WENN AM ENDE DIE GERECHTIGKEIT SIEGT! DER POLIZEI IST ES NACH...

Schön, wenn am Ende die Gerechtigkeit siegt! Der Polizei ist es nach...

Schön, wenn am Ende die Gerechtigkeit siegt! Der Polizei ist es nach wochenlangen Recherchen gelungen, den Böllerwerfer vom Derby im Hanappi-Stadion auszuforschen. Der 17jährige, der auf der Tribüne der Austria-Fans gestanden ist, gehört aber keinem Fanklub der Austria an und ist in der organisierten Szene auch nicht bekannt gewesen. Laut Polizei-Angaben stammt der Bursche aus Wien-Donaustadt. Weitere fünf Verdächtige sollen ebenfalls auf freiem Fuß angezeigt worden sein. Geständnis hat der Übeltäter allerdings noch keines abgelegt, er und die anderen leugnen bislang alle Vorwürfe, keiner will den Böller beim Derby am 24. August in Richtung Rapid-Goalie Georg Koch geworfen haben. Der 36jährige, der sofort vom Spielfeld abtransportiert werden musste, kann nach wie vor nicht spielen, leidet noch immer an Gehörschäden. „Ich gehe davon aus, dass die Polizei den Richtigen ausgeforscht hat und darüber bin ich sehr froh. Solche Chaoten haben in einem Stadion nichts verloren, sie schaden nur dem Sport und bringen den Fußball in Verruf. Wir werden rigoros gegen diese Dummköpfe vorgehen, die brauchen wir nicht und wir werden uns auch von keinem in die Knie zwingen lassen“, wird AG-Vorstand Markus Kraetschmer auch in Zukunft nicht vom harten Kurs abweichen. Ebenso konnten mit Hilfe der Polizei zwei weitere Übeltäter ausgeforscht werden, die mit rechtsradikalen Aktivitäten aufgefallen sind. Den beiden ist ein Haus- und Stadionverbot so gut wie sicher.   Unterdessen laufen die Vorbereitungen auf das Derby am Dienstag auf Hochtouren. Wir unternehmen alles dafür, damit wir ein tolles Spiel mit und ein Fußballfest auch abseits des Rasens organisieren zu können. Bereits morgen wird es wieder ein Treffen vom Klub mit Fanklubvertretern geben, in dem bei allen an die Vernunft appelliert wird. „Wir wollen deutliche Signale setzen, dass wir ein vereinsschädigendes Verhalten nicht tolerieren, und schon gar keine gewaltbereiten Anhänger im Stadion sehen wollen“, so Kraetschmer weiter, der allerdings nicht alle in einen Topf werfen möchte. „Es hat zuletzt schon einige Gesprächsrunden mit sehr vernünftigen Fanklubvertretern gegeben, die ebenfalls mithelfen, dass die Übeltäter ausgeforscht werden. Unser Gedanke der Austria-Familie wird nach wie vor sehr groß geschrieben, somit gibt es für Übeltäter kein Pardon. Nach diversen Vorfällen haben aber auch bei sehr vielen Fangruppen Zorn und Traurigkeit Einzug gehalten. Wir orten eine Art Selbstreinigungsprozess.“ Aktuell hat die Wiener Austria 14 österreichweite Stadionverbote und 23 Hausverbote ausgesprochen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 36 81
2. FK Austria Wien 36 63
3. SK Puntigamer Sturm Graz 36 60
4. CASHPOINT SCR Altach 36 53
5. SK Rapid Wien 36 46
6. FC Flyeralarm Admira 36 46
7. SV Mattersburg 36 43
8. RZ Pellets WAC 36 42
9. SKN St. Pölten 36 37
10. SV Guntamatic Ried 36 35
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