14.02.2008, 00:00 Uhr

NICHT GANZ FREIWILLIG, ABER OHNE SCHLECHTES GEWISSEN WIRD AMATEURE-TRAINER...

Nicht ganz freiwillig, aber ohne schlechtes Gewissen wird Amateure-Trainer...

Nicht ganz freiwillig, aber ohne schlechtes Gewissen wird Amateure-Trainer Thomas Janeschitz seine Startelf für das Spiel der 23. Red-Zac-Liga-Runde bei DSV Leoben am Freitag (19:00 Uhr) ordentlich durchmischen. Mit Christian Ramsebner, Phillipp Netzer und Harald Unverdorben müssen gleich drei Mannschaftsstützen eine Gelbsperre absitzen und auch Kapitän Harald Suchard (Grippe) fällt krankheitsbedingt aus. Für Coach Janeschitz ist das eine gute Gelegenheit, einige seiner Youngsters ins kalte Wasser zu werfen: „Wir werden in Leoben mit einem extrem jungen Team auflaufen. Es kann durchaus sein, dass auch einige U19- oder U17-Spieler aus dem BNZ zum Einsatz kommen!“ Wirklich Angst macht ihm diese Frischzellenkur nicht: „Sicher darf man sich von ihnen dann nicht gleich zuviel erwarten, aber wer weiß, vielleicht nützt der eine oder andere diese Möglichkeit und empfiehlt sich mit einer starken Vorstellung für weiter Einsätze. Jetzt bekommen die Burschen die große Chance zu zeigen, wie weit sie schon sind.“ Inwieweit dieser extreme Aderlass in der Steiermark auch Probleme mit sich bringen könnte, ist für den Trainer der Jungveilchen noch schwer abzuschätzen: „Wenn ich noch die Verletzten Grünwald, Gorgon und Dimic, sowie die Bundesliga-Aufsteiger Madl und Okotie hinzurechne, werden mit Kuru, Wimmer und Ulmer nur mehr drei Spieler aus unserer Herbst-Startelf auflaufen. Wir werden sehen, wie die Mannschaft diesen Umbau verkraftet.“ Dass ein Punktegewinn auch in der Stahlstadt möglich ist, davon geht der „Amas-Coach“ aber aus: „Wir haben nichts zu verlieren und werden hoffentlich frech aufspielen.“ Dem Gegner zollt Janeschitz allerdings schon jetzt ordentlichen Respekt: „Nach Papierform und Kader müsste Leoben in der Tabelle viel weiter oben stehen. Dass sie nun mitten im Abstiegskampf stecken, macht die Sache sicher nicht leichter.“ Erschwerend kommt laut Kapitän Harald Suchard hinzu, dass gerade Leoben vor eigenem Publikum ein sehr unangenehmer Gegner ist: „In den bisherigen Partien, hatten wir dort immer unsere Probleme, auch weil sie daheim enormen Druck erzeugen können, oft ohne Rücksicht auf Verluste auf das gegnerische Tor drängen.“ Dass die Form beim Traditionsklub trotz der sportlich schwierigen Lage passt, zeigen die bisherigen Ergebnisse der Frühjahrsmeisterschaft. Mit dem 2:1-Auswärtserfolg bei den Salzburg Juniors und einem respektablen 1:1 im Derby daheim gegen Tabelleführer Kapfenberg ist das Team von Trainer und Ex-Austria-Abwehrrecke Walter Kogler in der Frühjahrsmeisterschaft noch ungeschlagen. Sicher kein Nachteil für dieses zweite Auswärtsspiel der Amateure in Serie: Leoben muss mit dem gesperrten Rene Schicker (8 Saisontore) auf seinen torgefährlichsten Angreifer verzichten. Der abwesende Kapitän Harald Suchard macht seinen jungen Kollegen auf alle Fälle Mut: „Leoben steht ordentlich unter Druck. Wenn wir es schaffen, sie am falschen Fuß zu erwischen und die vielen jungen Talente wie Haselberger, Tadic oder Felix das umsetzen, was sie im Training täglich zeigen, könnte schon eine Überraschung gelingen. Drauf haben sie es auf alle Fälle!“ Eine echte Bewährungsprobe also für die violetten Jungkicker, die sich, wenn es nach Janeschitz geht, auch in Steiermark nicht verstecken wollen. „Unsere Spielanlage ist offensiv und die werden wir auch in Leoben nicht ändern.“  

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 19
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. FK Austria Wien 9 15
4. SK Rapid Wien 9 13
5. LASK 9 13
6. FC Flyeralarm Admira 9 13
7. CASHPOINT SCR Altach 9 12
8. RZ Pellets WAC 9 11
9. SV Mattersburg 9 6
10. SKN St. Pölten 9 2
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