21.10.2008, 00:00 Uhr

NACH ZWEI SIEGLOSEN SPIELEN IN FOLGE WIRD MAN ALS AUSTRIANER...

Nach zwei sieglosen Spielen in Folge wird man als Austrianer...

Nach zwei sieglosen Spielen in Folge wird man als Austrianer natürlich nachdenklich. Was ist los, warum läuft es nicht? Jocelyn Blanchard hat eine Antwort parat: „Wir sind nicht so gut wie es das 5:0 über den LASK oder das 5:1 über Lustenau vermuten läßt. Aber auch nicht so schlecht wie man nach den Niederlagen gegen Ried und Sturm Graz denken könnte. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.“ Klare Worte des Kapitäns, der seine Mitspieler trotz der beachtenswerten Vorstellung der Steirer („Sie waren sehr gut“) aber auch voll in die Pflicht nimmt. „Wir haben wie auch schon in Ried den Fehler gemacht, dass wir immer wieder mit spielerischen Mitteln probiert haben, zum Erfolg zu kommen. Wenn man aber einen schlechten Tag erwischt, muss man das Risiko minimieren, nach hinten absichern und alles daran setzen, wenigstens ein Unentschieden zu holen.“ Der Anblick der Tabelle, in der die Austria jetzt auf Platz 4 abgerutscht ist, ärgert Blanchard dagegen weniger: „Als wir Tabellenführer waren, haben wir gegen Kärnten, Altach, Kapfenberg und einen schwachen LASK gespielt, jetzt wird es härter. Wenn man realistisch ist, muss man sagen, dass wir uns auf Platz drei oder vier einpendeln werden, denn Rapid und Salzburg sind derzeit stärker als wir.“ Gegen beide Mannschaften spielen wir jetzt hintereinander, am Freitag in Salzburg, am kommenden Dienstag daheim gegen Rapid. Für den Routinier zwei sehr wichtige Partien, in denen unsere Chancen voll intakt sind. „Dass wir gegen Sturm verloren haben, war keine Überraschung, das ist eine sehr gute Truppe. Aber jetzt werden die Karten neu gemischt. Vielleicht ist es gar kein Nachteil, dass wir auswärts gegen Salzburg antreten, denn da tun wir uns etwas leichter. Wichtig ist aber, dass wir unsere normalerweise starke Defensive ausnützen und offensiv zu mehr Möglichkeiten als zuletzt kommen. Und vor Rapid muss ich nichts sagen, wer da nicht motiviert ist, ist es in seiner ganzen Karriere nicht.“ Nicht als Vergleich heranziehen möchte der 36jährige die Cup-Sensation unserer Amateure, die Red  Bull am Dienstag mit 2:1 aus dem Bewerb bugsierten. „Ich ziehe den Hut vor unseren Amateuren, aber Salzburg wird gegen uns mit einer ganz anderen Mannschaft anrennen. Sie haben eine hochkarätige Ersatzbank, ähnlich wie früher die Austria. Es würde gut klingen, wenn ich nun rausposaunen würde, dass wir in Salzburg auch auf Sieg spielen. Aber das wäre keine gute Idee. Wir müssen uns Ziele stecken, die erreichbar sind, also denke ich an ein Unentschieden, dass wir von dort mitnehmen können. Das wäre auch gut fürs Selbstvertrauen für das Derby.“ Und auch für die Tabelle wäre es ein großes Plus, wenn man gegen die direkten Nachbarn in den kommenden Runde eine kleine Serie starten könnte.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 20 45
2. FC Red Bull Salzburg 20 43
3. SK Rapid Wien 20 34
4. FC Flyeralarm Admira 20 31
5. LASK 20 27
6. CASHPOINT SCR Altach 20 25
7. FK Austria Wien 20 24
8. SV Mattersburg 20 21
9. RZ Pellets WAC 20 16
10. SKN St. Pölten 20 7
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