11.08.2008, 00:00 Uhr

MIT EINEM WOHLWOLLENDEN LÄCHELN HAT JOCELYN BLANCHARD IM OKOTOBER...

Mit einem wohlwollenden Lächeln hat Jocelyn Blanchard im Okotober...

Mit einem wohlwollenden Lächeln hat Jocelyn Blanchard im Okotober registriert, dass das Wintertrainingslager 2009 wieder in Marbella stattfinden wird. Der Franzose ist mit der Wiener Austria bereits zum sechsten Mal in Folge in der Szene-City an der Costa del Sol und schwitzt für ein hoffentlich erfolgreiches Frühjahr. Eigentlich könnte er sich eine schöne Zeit dort machen und den Autopiloten einschalten. Der älteste Spieler der Violetten hat in seiner Karriere bereits einiges gewonnen, wurde alleine mit der Austria 1x Meister, 3x Cupsieger und 1 x Supercupsieger. Außerdem könnte er die letzten Monate - sein Vertrag endet im Sommer - locker ausklingen lassen. Macht er aber nicht. Denn der Kapitän ist auch mit 36 Jahren immer noch so ehrgeizig, als hätte er gerade seinen ersten Vertrag unterschrieben. Das sieht man an seiner Einstellung beim täglichen Training in Spanien, wo er auch jede noch so harte Übung mit vollem Tempo angeht. An die 50 Trainingslager hat er in 20 Jahren Profifußball bereits auf dem Buckel, dass jenes in Spanien das allerletzte seiner aktiven Karriere sein könnte, hat er chon registriert. „Ich habe auch schon daran gedacht, mache mir aber keinen allzu großen Kopf deswegen“, sagt der frühere Juventus-Kicker, der in der Mannschaft und beim Trainerteam den Sonderbonus des Kapitäns genießt. Was er sagt, ist Gesetz, hat ein Spieler ein Problem, versucht er zu helfen. Obwohl er aufgrund seines für einen Profifußballer relativ hohen Alters – im Mai wird er 37 – noch immer bei allen kraftraubenden Einheiten ganz vorne dabei ist, verspürt er im Trainingslager noch keine Schmerzen. „Ganz im Gegenteil, ich bin dankbar, dass ich hier sein darf. In Wien ist es kalt und der Zustand der Plätze ist mit dem grünen Teppich in Marbella nicht vergleichbar. Zudem haben wir hier hochkarätige Testspielgegner, daheim meist nur viert- und drittklassige Klubs. Das hebt auch unsere Qualität.“ Apropos Qualität. Einen Nachfolger auf seiner Position sieht er selber noch nicht. „Es geht nicht nur um Präsenz auf dem Platz, auch abseits muss man Dinge entscheiden, die für die Mannschaft notwendig sind. Ich nehme mich aber immer mehr zurück und will, dass auch andere Verantwortung übernehmen und Stimmung machen.“  Seine persönlichen Ziele für die nächsten Monate sind klar. „Ich möchte auch im Frühjahr auf einem hohen Level spielen und der Mannschaft immer ein Vorbild sein. Sportlich können wir wie schon im Herbst überraschen. Ich hätte nicht gedacht, dass wir ganz vorne mitspielen können. Von der Qualität sind Salzburg und Rapid zwar über uns zu stellen, aber wenn wir bis Mai an ihnen dran bleiben, ist auch eine Überraschung möglich. Und im Cup ist ohnehin alles offen.“ Die Frage, wie es mit ihm im Sommer weitergeht, hat Blanchard auch für sich selber noch nicht beantwortet. „Es ist noch Zeit, darüber nachzudenken. Jetzt zählen erst einmal nur die nächsten viereinhalb Monate.“ Ob er im Sommer nochmals eine Saison anhängt oder er die Schuhe an den Nagel hängt, wird sich zeigen, die Karriere nach der Karriere sieht er im Trainer- oder Managerbereich. Wenn möglich, sogar bei Violett. „Ich bin hier schon tief verwurzelt. Die Austria ist mein erster Ansprechpartner.“ Vielleicht kommt er in einem der nächsten Jahre ja einmal als Betreuer mit der Austria nach Marbella, ob er es dann lockerer angeht? Eher nicht.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 11 25
2. FC Red Bull Salzburg 11 24
3. SK Rapid Wien 11 19
4. FK Austria Wien 11 18
5. FC Flyeralarm Admira 11 17
6. LASK 11 13
7. CASHPOINT SCR Altach 11 13
8. RZ Pellets WAC 11 12
9. SV Mattersburg 11 7
10. SKN St. Pölten 11 2
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