22.09.2008, 00:00 Uhr

JETZT IST KAPFENBERG KEIN GALLISCHES DORF MEHR FÜR VIOLETT. NACH 41...

Jetzt ist Kapfenberg kein gallisches Dorf mehr für Violett. Nach 41...

Jetzt ist Kapfenberg kein gallisches Dorf mehr für Violett. Nach 41 Jahren (29.04.1967) siegte die Wiener Austria erstmals wieder gegen Kapfenberg, bleibt dem Spitzentrio damit ganz dicht auf den Fersen. Und auch das Derby kann kommen, wir sind gerüstet! Kapfenberg leistete vor dem Anpfiff ganze Arbeit, die Austria während der Partie. Weil es fast die ganze Nacht von Freitag auf Samstag geschneit hatte, mussten die Platzarbeiter der Obersteirer den Rasen von der 15-cm-Schneedecke befreien, was bis zum Anstoß auch geschafft wurde, das Feld sich danach sogar in einem sehr guten Zustand präsentierte, lediglich auf der Laufbahn türmten sich die Schneeberge. Kapfenberg probierte es wieder mit einem defensiven 5-4-1-System, gegen das es zwar nicht leicht war durchzukommen, aber gegen eine Standardsituation ist man auch damit machtlos. Und so eine brachte die Führung: Eckball Milenko Acimovic von links, Jacek Bak köpfte ungehindert ins lange Eck ein (41.). Augenblicke zuvor scheiterte der Austria-Regisseur bereits zweimal knapp mit Freistößen, ein Okotie-Tor wurde wegen Abseits aberkannt. Und Kapfenberg vor dem Wechsel? Hatte bis auf einen Lattenschuss von Erkinger (43.) keine nennenswerte Offensivaktion. Nach dem Pausentee ging es Schlag auf Schlag. Erst schoss Okotie Keeper Eisl aus fünf Metern an, Standfest im Nachschuss nur drüber (50.). Nachdem der eingewechselte Bernsteiner nach einem Outeinwurf aus kurzer Distanz zum Ausgleich traf (54.), hatte Emin Sulimani den nächsten Matchball für die Austria am Fuß, aber auch er konnte Eisl vom Fünfer nicht bezwingen (65.). Ab der 75.Minute kam ein weitere Gegner zu jenem am Spielfeld dazu – der dichte Nebel. Von den Reporterkabinen auf Strafraumhöhe war es kaum möglich, das andere Tor einwandfrei auszumachen. Die Spieler und das Schiri-Team dürften aber den Durchblick behalten haben, denn es zu wurde bis zum Ende durchgespielt. Aber auch nicht ganz ohne Slapstick, denn erst wurden die weißen Bälle gegen rote ausgewechselt und Minuten später doch wieder gegen die weißen zurückgetauscht. Mit etwas Glück reichte es am Ende doch noch zum Sieg: Suttner passte von links scharf zur Mitte, Standfest netzte am langen Eck unbedrängt ein (85.). Der Austria gelang damit der erste Auswärtssieg seit dem 1:0 am 27. September in Kärnten. Auch ganz wichtig: Acimovic, Okotie und Bak wären bei einer gelben Karte fürs Derby gesperrt gewesen, aber alle drei gingen „leer“ aus, damit steht dem Kracher am Sonntag im Horr-Stadion auch personell nichts im Weg. Das Schöne: Mit einem Sieg über die Hütteldorfer könnten wir sie sogar überholen. SV Kapfenberg: Eisl; Siegl, Taboga (57.; Schellander), Fukal, Stepanek (65., Schönberger), Osoinik; Lienhart, Erkinger (46., Bernsteiner), Liendl, Felfernig; Zimmerman.  FK Austria Wien: Safar; Standfest, Bak, Dragovic, Suttner; Krammer (46., Madl), Blanchard, Sulimani; Bazina, Acimovic; Okotie. Gelb: Bernsteiner. Tore: Bernsteiner (54.); Bak (41.), Standfest (87.).. SR Gangl; 3.400.