16.07.2008, 00:00 Uhr

IN EINEM HOCHDRAMATISCHEN MATCH GEGEN LECH POSEN SCHEIDET DIE WIENER...

In einem hochdramatischen Match gegen Lech Posen scheidet die Wiener...

In einem hochdramatischen Match gegen Lech Posen scheidet die Wiener Austria nach einem 2:4 in letzter Sekunde noch im UEFA-Cup aus. Nach der frühen Führung für Posen durch Rengifo erzielte Milenko Acimovic in der zweiten Hälfte per Elfmeter den Ausgleich. Das packende Spiel ging aber in die Verlängerung, weil Peszko kurz vor Abpfiff der regulären Spielzeit noch auf 2:1 erhöhte. In der Verlängerung trafen Lewandoski für Lech und Matthias Hattenberger für Violett. Als die Austria praktisch schon durch war, knallte Murawski in der 121. Minute das Leder aus einem Gestocher zum 2:4 ins Tor und schoss die Veilchen damit in letzter Sekunde doch noch aus dem UEFA-Cup. In den ersten Minuten unterband die Wiener Austria mit Pressing zunächst sehr erfolgreich, ein Festsetzen der Polen in der Hälfte der Violetten. Die Veilchen hatten sogar die erste gute Szene der Partie, als sie mit einem schnellen Konter über Joachim Standfest und Matthias Hattenberger gefährlich bis in den Strafraum der Gastgeber kamen, aber ein polnischer Verteidiger den Ball gerade noch ins Torout schlagen konnte (8.) Dann geschah aber leider trotzdem genau das, was die gut eingestellte Elf von Trainer Karl Daxbacher unter allen Umständen vermeiden wollte – ein frühes Gegentor. Nach einem katastrophalen Rückpass spritzte Rengifo dazwischen und umkurvte Szabolcs Safar zur bitteren 1:0-Führung der Gäste (10.). Nach diesem Schock wirkte die Austria nervös und hätte in dieser Drangphase der Polen nach 15 Minuten beinahe das 2:0 kassiert. Ein 25-Meter-Kracher von Murawski klatschte von der Querlatte zurück und der anschließende Kopfballtreffer von Rengifo zählte nicht, da der Schiedsrichter auf Foul entschied. Kurz darauf hatte die Austria die riesige Chance zum Ausgleich, als Rubin Okotie nach einem guten Freistoß von Acimovic zuerst per Kopf und dann mit dem Fuß aus kurzer Distanz gleich zwei Mal an Posen-Tormann Krzysztof Kotorowski scheiterte (22.). In einem offenen Schlagabtausch folgten Weitschüsse von Robert Lewandoski und Jocelyn Blanchard, der wenig später einen Halbvolley nur knapp am Tor von Lech vorbei setzte. Bevor Schiedsrichter Costas Kapitanis zur Pause pfiff, war es der sehr aktive Bosnier Semir Stilic, der den Ball nach 39 Minuten nur knapp über das Kreuzeck zog. In der zweiten Hälfte hatten zunächst wieder die Veilchen die besseren Szenen:  Zuerst prüfte Okotie den wieder nicht sehr sicheren Lech-Keeper Kotorowski mit einem Schuss von halblinks und nur Sekunden später verdribbelte sich Mario Bazina im Strafraum in aussichtsreicher Position (47.). Nicht einmal fünf Minuten später kam Emin Sulimani am Elfmeterpunkt nach einem großartigen Freistoß-Trick von Milenko Acimovic völlig frei zum Ball, aber zog den Ball leider klar über das Tor. Die Veilchen drückten und Posen kam in dieser Phase, abgesehen von einem starken Stilic-Freistoß, nur selten vor das Tor der Violetten. In der 61. Minute folgte dann die spielentscheidende Szene: Murawski ging im Strafraum mit der Hand zum Ball – Elfmeter! Milenko Acimovic trat an und versenkte den Ball souverän zum verdienten 1:1. Die Polen wirkten nach diesem Ausgleich verunsichert und erfingen sich erst eine Viertelstunde später, als Robert Lewandoski sein Team mit einem guten Kopfball aus der Lethargie riss. Als bei der Austria angesichts der guten Abwehrleistung viele schon damit rechneten, das Ergebnis über die Zeit zu bringen, erzielte Posen doch noch die Führung zum 2:1. Peszko erwischte im Strafraum einen hohen Ball und schob ihn am chancenlosen Szabolcs Safar vorbei ins Tor. In der Schlussphase drückten die Polen mächtig aufs Tempo und fanden durch Peszko, Rengifo und Lewandowski gleich drei hochkarätige Chancen zur Entscheidung vor. Die Violetten retteten sich aber trotz dieses Sturmlaufs über die regulären 90 Minuten. Da das erste Spiel in Wien ebenfalls 2:1 geendet hatte, ging die Partie in die Verlängerung. Beide Teams spielten in dieser weiter flott nach vorne: Die Austria ließ im Konter in der 98. Minute eine große Möglichkeit aus und wurde gleich mit der nächsten Aktion bestraft. Robert Lewandoski zog aus mehr als 20 Metern ab und Szabolcs Safar hatte keine Chance, den Ball zu halten, auch weil dieser von Jacek Bak und und Fränky Schiemer gleich doppelt abgefälscht worden war (98.). Die Austria gab aber nicht auf und wurde dafür nur zwei Minuten später belohnt. Joachim Standfest flankte zur Mitte und Matthias Hattenberger traf per Flugkopfball zum 2:3 für Violett - was für ein dramatischen Spiel!  Mit diesem Treffer war zu diesem Zeitpunkt die Austria aufgrund der Auswärtstorregel weiter. Bis zur 120. Minute geschah zwar nichts mehr, dann allerdings brach für die Austria eine Welt zusammen: Murawski begrub, sprichwörtlich in letzter Sekunde, mit seinem Tor zum 4:2 alle Hoffnungen der Austria auf die UEFA-Cup-Gruppenphase . Aufstellung FK Austria Wien Safar – Standfest, Bak, Schiemer, Majstorovic – Sulimani (69., Krammer), Hattenberger, Blanchard, Acimovic – Bazina (106., Madl), Okotie (102., Diabang). Tore Acimovic (61,), Hattenberger (100.) bzw. Rengifo (10.) Peszko (85.), Lewandoski (98.), Murawski (120.) Gelb-Rote Karte:  Schiemer Gelbe Karten Hattenberger, Acimovic, Majstorovic, Blanchard bzw. Tanevski, Arboleda, Stilic , Kotorowski

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 35 78
2. FK Austria Wien 35 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 35 60
4. CASHPOINT SCR Altach 35 53
5. FC Flyeralarm Admira 35 46
6. SK Rapid Wien 35 43
7. SV Mattersburg 35 40
8. RZ Pellets WAC 35 39
9. SKN St. Pölten 35 37
10. SV Guntamatic Ried 35 35
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