05.05.2008, 00:00 Uhr

IN DER 76. MINUTE WAR ES AM VERGANGENEN SONNTAG IN KAPFENBERG ENDLICH...

In der 76. Minute war es am vergangenen Sonntag in Kapfenberg endlich...

In der 76. Minute war es am vergangenen Sonntag in Kapfenberg endlich soweit: Für Mario Bazina kam der erst 17-jährige Aleksandar Dragovic ins Spiel. Damit feierte eines der größten violetten Talente seine Premiere in der Bundesliga. Nach dem Abpfiff war Aleksandar durchaus zufrieden mit seiner Feuertaufe: „Im ersten Moment war bei uns allen die Enttäuschung über den späten Ausgleich zum 2:2 sehr groß, aber spätestens im Bus überwog bei mir schon die Freude, dass ich erstmals in der Kampfmannschaft der Austria zum Zug gekommen bin. Ich habe eine solide Leistung abgeliefert, darauf kann ich aufbauen.“ Wirklich gerechnet hatte „Drago“, der auf seiner Lieblingsposition als klassischer 6er spielte, aber nicht mit seinem ersten Einsatz: „Es kam für mich schon sehr überraschend, als mir Co-Trainer Sepp Michorl andeutete, dass ich ins Spiel kommen werden. Nervös war ich nicht, dafür ging alles viel zu schnell. Nach ein paar Minuten war ich voll dabei.“ Die Umstellung gegenüber den Amateuren in der ADEG Ersten Liga, wo er vergangene Saison schon einige Spiele absolvierte, war für den jungen Violetten aber dennoch deutlich spürbar: „Man merkt, dass jeder Fehler sofort bestraft wird. Alles geht viel schneller, aber mit etwas Spielpraxis werde ich mich sicher an das höhere Tempo gewöhnen.“ Dass man sich diesbezüglich wenig Sorgen machen muss, war auch bei seinem Viertelstunden-Einsatz erkennbar. Dragovic machte gleich in einigen Situationen im zentralen Mittelfeld eine ausgezeichnete Figur und wirkte für seine gerade 17 Jahre schon äußerst abgebrüht. „Es ist sicher meine größte Stärke, dass ich am Ball immer ruhig bleibe und den gezielten Pass erst dann bringe, wenn es auch Sinn macht“, ist er sich auch selbst über diesen Vorzug bewusst. Reife Worte von einem Youngster, der sich vom ersten Training weg ins Herz von Coach Karl Daxbacher spielte. Von seinem Bundesligadebüt war der Coach durchaus angetan: „Der Trainer ist nach dem Spiel extra noch einmal zu mir gekommen und hat mir gesagt, dass ich meine Sache gut gemacht habe. Darauf bin ich als junger Spieler auch etwas stolz.“