07.09.2008, 00:00 Uhr

IM ZWEITEN TEIL DES GROßEN INTERVIEWS ZUR HERBSTSAISON FREUT SICH...

Im zweiten Teil des großen Interviews zur Herbstsaison freut sich...

Im zweiten Teil des großen Interviews zur Herbstsaison freut sich AG-Vorstand Thomas Parits über Glücksgriff Karl Daxbacher, die Vorzüge und Möglichkeiten der neuen Osttribüne, rechnet sich einige Chancen in der Frühjahrsmeisterschaft aus und hofft auf einen Jubiläumssieg in der Wiener Stadthalle. Im Sommer kehrte Karl Daxbacher als Cheftrainer zur Wiener Austria zurück. Wie beurteilen Sie seine Performance? Es war, wie erwähnt, keine leichte Ausgangslage, in der Karl Daxbacher diesen Posten übernommen hat. Aber unsere Bilanz kann sich sehen lassen. Abgesehen von seinen fachlichen Qualitäten ist ihm vor allem das gute Klima in der Mannschaft hoch anzurechnen. Der Schmäh rennt, die Chemie passt und alle Spieler ziehen voll mit. Das ist nicht zuletzt sein Verdienst. Auch sonst sind im Herbst bei der Wiener Austria viele Projekte umgesetzt worden… So ist es! Nicht nur das Team, sondern auch der Klub hat einen Schritt nach vorne gemacht. Mit dem Bau der neuen Ost-Tribüne wurde eine neue Infrastruktur geschaffen, die uns schon bisher viel Freude bereitet hat und die uns mit dem Vollausbau im Frühjahr noch einmal einen Schub geben wird. Mit dem Museum, dem Flagship-Fanshop, dem Pub und dem neuen Fanzentrum wird unserem neuen Prunkstück in wenigen Monaten dann so richtig Leben eingehaucht. Unser großes Ziel für diese Saison und auch schon im Hinblick auf 2009/10 muss sein, diese wunderschöne neue große Fantribüne, die schon bisher mehr als je zuvor als 12. Mann hinter unsere Mannschaft stand, jedes Match bis auf den letzten Platz zu füllen. Bereits jetzt wird sie sehr gut angenommen, aber hier geht noch mehr und wir werden uns einiges überlegen, um diese Ziel zu erreichen. Stichwort Fans – wie sehen Sie die Rolle des violetten Anhangs in den vergangenen Monaten? Zuerst muss ich 99 Prozent unserer Fans ein großes Lob aussprechen. Wie sich unsere Anhänger in den vergangenen beiden Derbys im Horr-Stadion verhalten haben, war vorbildhaft. Sie haben gezeigt, dass es nach dem Vorfall im Hanappi-Stadion auch anders geht. Das Thema Pyrotechnik und Bengalen, speziell jene Leuchtgeschosse, die den Weg auf das Spielfeld finden, bereitet uns allerdings noch immer enorme Probleme, wie der Strafenrekord von 86.000 Euro in diesem Jahr zeigt. Das Verhalten dieser einzelnen Wirrköpfe ist einfach entbehrlich und bedauerlich. Umso mehr, wenn man bedenkt, dass dieses Geld im Fanzentrum oder in Bussen für Auswärtsfahrten weitaus besser aufgehoben wäre. Wie sieht es mit weiteren Verstärkungen für das Frühjahr aus? Es kann sein, dass wir unter bestimmten Bedingungen am Transfermarkt aktiv werden, mehr kann ich dazu zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Wenn wir einen kleinen Ausblick auf die Frühjahrsmeisterschaft wagen, welche Möglichkeiten sehen Sie? Sowohl im Cup als auch in der Meisterschaft haben wir im Prinzip noch alle Chancen. Gleich in der ersten Runde im Februar kommt es zum großen Gipfeltreffen. Wir fordern daheim Sturm Graz und Rapid muss nach Salzburg. Es stehen uns noch 14 Runden bevor und gerade mit der Drei-Punkte-Regel ist alles möglich. Bestes Beispiel sind unsere vergangenen beiden Duelle mit Rapid. Beim ersten wären wir im Falle einer Niederlage bereits elf Punkte zurückgelegen, zuletzt immerhin noch fünf Zähler. Nun überwintern wir sogar punktegleich mit ihnen. Alles liegt also enger beisammen, als mancher glaubt. Viel wird auf einen guten Start ankommen, gelingt dieser, dann wird die Mannschaft Meister, die sich die kleinste Schwächephase leistet. In nicht einmal zwei Wochen steht das Wiener Stadthallenturnier nach einem Jahr Pause wieder auf dem Programm. Welche Assoziationen haben Sie zu dieser echten Wiener Institution? Ich persönlich habe mich als Spieler immer sehr auf die Halle gefreut, sehr gerne dort gespielt und in meiner Zeit haben wir gleich einige Male gewonnen. Der Hallenfußball hat sich zwar geändert, aber der Zauber ist geblieben. Wir sind nach dem Erfolg 2007 Titelverteidiger und werden alles daran setzen, auch dieses Jahr in der Stadthalle zu gewinnen. Mit dem 20. Erfolg könnten wir ein tolles Jubiläum feiern und die lange und erfolgreiche violette Tradition in der Halle eindrucksvoll fortsetzen.