02.01.2008, 00:00 Uhr

IM ERSTEN INTERVIEW MIT WWW.FK-AUSTRIA.AT WÄHREND DER...

Im ersten Interview mit www.fk-austria.at während der...

Im ersten Interview mit www.fk-austria.at während der Pfingst-Feiertage spricht Neu- verpflichtung Matthias Hattenberger über seine Beweggründe für den Wechsel nach Wien, seine Stärken, das Vorbild Blanchard und die Weiterentwicklung von Michael Madl sowie über die anstehende Europameisterschaft. Matthias, diese Woche hast Du bei der Wiener Austria einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben. Ein großer Schritt für Dich? Auf alle Fälle, mich reizt diese Aufgabe aus vielen Gründen brutal! Was hat für Dich schlussendlich den Ausschlag für die Wiener Austria gegeben? Zuerst einmal, dass die Austria international spielt. Vor ein paar Jahre, habe ich mir nicht mehr gedacht, dass ich einmal Europacup spielen könnte und für mich wird das eine große Sache. Mehr zählt für mich aber noch, dass ich zu einem Klub wechsle, der einer der wenigen Traditionsvereine in Österreich ist. Ich denke, dass die Tradition und Vereinshistorie ganz wichtig für die Identifikation von Spielern und Fans ist. Bei Salzburg beispielsweise ist das mit Red Bull leider total verloren gegangen. Mit den Umstellungen bei der Austria und dem Abschied von MAGNA als Großsponsor werden in diese Richtung noch  mehr Kräfte frei. Die Austria mit ihrem wirklich professionellen Umfeld wird noch österreichischer und wienerischer. Der Charakter eines Klubs und die Verwurzelung mit der Basis ist einfach das allerwichtigste! Was macht für Dich den besonderen Reiz bei der Austria aus? Auf was ich mich besonders freue, ist das dynamische und technisch versierte Spiel. In Innsbruck konnten wir oft nur über den Kampf ins Spiel kommen, hier gibt es spielerisch viel mehr Qualität. Es wird schneller und öfter mit zwei Spitzen agiert, als in Tirol. Mit dieser Anlage kann ich meine Tugenden noch besser zur Geltung bringen und mich vor allem noch mehr als bisher in die Offensive einzuschalten. Was die Prestigeduelle angeht, bin ich schon heiß auf mein erstes Wiener Derby. Viele Fans kennen Dich zwar von den Bundesligaspielen gegen Wacker Innsbruck, aber könntest Du dich trotzdem kurz vorstellen. Was darf man von Matthias Hattenberger erwarten? Zu allererst total Einsatz! Ich bin sicher nicht der große Techniker, der fünf Spieler austanzt, aber das ist auf meiner Position im defensiven Mittelfeld nicht notwendig. Ich bin jemand, der sehr hart arbeitet und sich für seine Mannschaft wirklich zerreißt. Ich bin sehr zweikampf-, kopfball- und schussstark, taktisch sehr diszipliniert und auch mein Stellungsspiel ist gut. Das hilft mir auch dabei, dass ich nicht immer der Schnellste war, wobei ich mich, was meine Grundschnelligkeit angeht, in letzter Zeit enorm gesteigert habe. Gespielt habe ich, abgesehen von meiner Stammposition im zentralen, defensiven Mittelfeld, schon fast überall, vom Innenverteidiger bis zum Stürmer, also wenn Not am Mann ist, bin ich bereit. Von meiner Natur her bin ich sicher ein sehr emotionaler Spieler, der aber mit den Jahren auch gelernt hat, wann es besser ist, einen kühlen Kopf zu bewahren. Worin siehst Du kommende Saison deine Hauptaufgaben bei den Veilchen? Meine primäre Aufgabe wird es sein, die Offensivspieler des Gegners zu entschärfen. Dafür wurde ich geholt und diesen Zweck werde ich auch erfüllen. Gibt es einen Spieler auf den Du Dich besonders freust? Ja, ohne Frage auf Jocelyn Blanchard. Ich verfolge die, die auf meiner Position spielen, immer ganz besonders. Ich denke, von einem solchen Spieler mit dieser internationalen Erfahrung kann ich viel lernen. Ich gebe mich nie zufrieden und will mich immer verbessern. Ein solches Aushängeschild wird mir auch bei meiner persönlichen Entwicklung sicher weiterhelfen. So wie Jocelyn Blanchard warst auch Du in Innsbruck Kapitän. Was kann man von dieser Erfahrung nach Wien mitnehmen? Für mich ist nicht wichtig, dass ich die Schleife getragen habe, sondern, dass ich, wie andere Spieler auch, Verantwortung übernehme. Ein Team spielt nur dann gut, wenn jeder einzelne am Platz das Heft in die Hand nimmt. Für mich war die Kapitänsrolle daher vorrangig nur eine Auszeichnung, dass ich als Führungsspieler dieses Vertrauen bekomme.