31.01.2008, 00:00 Uhr

FÜR NEO-AUSTRIA-COACH DIDI CONSTANTINI IST BEI DEN VEILCHEN NACH DREI...

Für Neo-Austria-Coach Didi Constantini ist bei den Veilchen nach drei...

Für Neo-Austria-Coach Didi Constantini ist bei den Veilchen nach drei Wochen bereits Halbzeit für seine „Mission UEFA-Cup.“ Im Interview mit www.fk-austria.at zieht der beliebte Tiroler ein vorläufiges Resümee, zeigt sich über den bisherigen Einsatz seiner Truppe angetan und spricht über das heiße Meisterschaftsfinish und ein mögliches Endspiel gegen Wacker Innsbruck. Didi, du bist mittlerweile fast drei Wochen Trainer bei der Wiener Austria. Wie fällt Dein Zwischenresümee nach drei Spielen aus? Wir haben sieben Punkte aus drei Spielen geholt, die vier Punkte Rückstand auf den LASK bereits wett gemacht, da darf man nicht unzufrieden sein. Gegen Mattersburg haben wir einen schlechten Tag erwischt, aber so etwas passiert. Die Marschrichtung stimmt. Dass wir durch die Niederlage des LASK gegen Rapid sogar auf Platz drei vorgestoßen sind, ist erfreulich, aber nur eine Momentaufnahme, mehr nicht. Worauf führst Du Deinen guten Einstand zurück? Vor allem darauf, dass ich hier bei der Austria gleich ein sehr gutes Trainerteam vorgefunden habe, das mir auch viel Arbeit abnimmt. Das Trio Sepp Michorl, Franz Gruber und Gerhard Zallinger unterstützt mich so wie alle anderen wo es nur geht. In so einem positiven Umfeld ist mein Job leichter und macht richtig Spaß. Hast Du Dir mittlerweile schon einen guten Eindruck von der Mannschaft machen können?Ich habe das Team schon bevor ich nach Wien kam sehr gut gekannt, weil ich die Bundesliga via Fernsehen und im Stadion sehr genau und gewissenhaft verfolgt habe. Überraschungen gab es daher für mich wenige. Einige sehr gute Junge haben noch eine große Karriere vor sich, andere Arrivierte vielleicht schon ihre ganz große Zeit hinter sich, aber trotzdem sind Spieler wie Jocelyn Blanchard, Jacek Bak oder Milenko Acimovic ungemein wertvoll für das Team. Wenn man sieht, wie sie sich Tag für Tag im Training ins Zeug werfen und präsentieren, kann man nur den Hut ziehen. Die Mischung zwischen Routiniers und Youngsters passt und die vorhandene Qualität ist zumindest so hoch, wie ich sie erwartet habe, wenn nicht sogar noch etwas darüber. Die Einstellung der Spieler seit Deiner Ankunft hast Du schon mehrmals als vorbildlich bezeichnet. Ist es dabei geblieben? Ja, durch die Bank. Alle ziehen mit, spüren, dass unser großes Ziel UEFA-Cup greifbar nah‘ ist und arbeiten hart dafür, den Sack so bald wie möglich zu machen zu können. Auf dem Weg dorthin hast Du mitunter bei der Aufstellung immer wieder Überraschungen parat gehabt. David Lafata am Flügel, Florian Metz oder zuletzt auch Yüksel Sariyar in der Innenverteidigung. Was waren deine genauen Überlegungen dabei? Das ist im Prinzip eine einfache Sache. Man nimmt den Gegner und dessen Spieler her und versucht die bestmögliche Antwort darauf zu finden. Im Fall von David Lafata war er für mich auch auf dieser ungewohnten Position die beste Lösung und er hat sich dann gleich mit zwei Treffern bedankt. In Graz wollte ich neben Jacek Bak keinen zweiten großgewachsenen Mann in der Abwehr, sondern einen spielerisch starken und quirligen Verteidiger, der es mit dem noch immer sehr antrittsschnellen Mario Haas aufnimmt. Auch Florian Metz hat diese Aufgabe sehr gut erfüllt. Ähnliches galt zuletzt für Yüksel Sariyar, der schon während meiner Zeit in Pasching einige Male in der Innenverteidigung eine hervorragende Figur gemacht hat. Er ist überhaupt ein Spieler der ungemein viel kann, es nur nicht immer umsetzt. Das einfache Spiel ist das bessere und manchmal will er eine Situation zu kompliziert lösen. Ist es Dir diesbezüglich trotz der kurzen Zeit schon geglückt, der Mannschaft Deine Spielphilosophie näher zu bringen? Der Zeitraum ist dafür fast zu kurz, aber wir sind auf einem guten Weg. Dass ich ein Verfechter vom flachen Ball am Boden und dem schnellen hinausspielen, vor allem auch über Konter in die freien Räume bin, ist kein Geheimnis. Nicht umsonst praktizieren gerade auch die Brasilianer und Argentinier als technisch beste Spieler der Welt ein ganz einfaches, flaches aber dennoch ungemein erfolgreiches Spiel. Dahinter steckt System und kein Zufall.