08.02.2008, 00:00 Uhr

FÜR AUSTRIA-GOALGETTER SANEL KULJIC WAR DER PLATZ AUF DER ERSATZBANK...

Für Austria-Goalgetter Sanel Kuljic war der Platz auf der Ersatzbank...

Für Austria-Goalgetter Sanel Kuljic war der Platz auf der Ersatzbank gegen Sturm Graz vergangenes Wochenende mehr als ungewohntes Terrain. „Außer bei einem Cupspiel für Sion war ich seit meiner Zeit in Pasching vor sechs Jahren, wenn ich fit war, immer in der Startelf." Wirklich tragisch nahm Sanel Kuljic die Situation in der Grazer UPC-Arena aber noch nicht: „Sicher war es für mich bis zu einem gewissen Grad unerfreulich, aber wäre das nicht so, hätte ich meinen Job als Profifußballer verfehlt. Ich habe trotzdem versucht, meine Frohnatur beizubehalten und voll konzentriert zu bleiben. Am wichtigsten war für die ganze Mannschaft nur, dass wir in Graz gewonnen haben.“ Sein entscheidendes Joker-Tor zum 2:1-Erfolg in der Schlussminute hatte für Kuljic dennoch eine besondere Bedeutung: „Als Stürmer ist es enorm wichtig regelmäßig zu treffen. Gegen den LASK habe ich genetzt und jetzt gegen Sturm Graz. Nur die Abstände zwischen den Spielen bei meinen Toren könnten noch etwas kürzer werden“, schmunzelt der Austria Top-Torjäger, der mit seinem Siegestor in Graz sein Konto auf zehn Volltreffer erhöhte. Warum ihm persönlich die Konstanz so wichtig ist, kann Kuljic schnell erklären: „Treffe ich genügend oft ins Schwarze, fange ich als Angreifer nicht zum Nachdenken an und das ist gerade für mich sehr wichtig.“ Mit Neo-Trainer Didi Constantini kommt der Teamstürmer schon gut aus: „Er hat frischen Wind reingebracht und es schadet sicher nicht, dass wir uns bei einem neuem Coach noch um ein paar Prozentpunkte mehr ins Zeug werfen müssen, um ihn von unseren Fähigkeiten zu überzeugen. Mit der wiedererstarkten Konkurrenz im Sturm an sich hat Sanel Kuljic überhaupt keine Probleme: „Ich verstehe mich mit David Lafata und Rubin Okotie blendend.“ Seinem jungen Sturmpartner Okotie traut Kuljic in Zukunft überhaupt noch einiges zu: „Rubin hat seit seiner Ankunft bei der Kampfmannschaft eine gute Entwicklung durchgemacht. Manches muss er noch lernen, etwa geduldiger und abgebrühter werden, aber das kommt mit dem Alter.“ Viel mehr zu schaffen macht dem Austria-Goalgetter noch immer der Ärger über zahlreiche Schiedsrichterfehlpfiffe. Ganz ist die Wut bei ihm, nach den zwei strittigen LASK-Spielen, im Gegensatz zu vielen anderen Spielern, noch immer nicht verraucht: „Es ist einfach ein Fakt, dass uns die hohe Zahl an eklatanten Fehlentscheidungen die Chance um die Meisterschaft gekostet hat. Unter regulären Umständen würden wir jetzt noch voll um den Titel spielen. Dann kam, so wie gegen Kärnten, als ich beispielsweise nur die Innenstange traf, aber auch Pech und unser eigenes Unvermögen hinzu.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
» zur Gesamttabelle